Zentralasien und der Südkaukasus sind die Schwerpunktregionen der aktuellen Ausgabe der Ost-Ausschuss-Informationen. Viele Länder dort leiden unter der russischen Wirtschaftsschwäche und dem Verfall der Rohstoffpreise. Kasachstan setzt sich deshalb verstärkt für einen Dialog zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion über Handelserleichterungen ein, wie eine Ost-Ausschuss-Delegation im Rahmen einer Konferenz des Berliner Eurasischen Klubs in Astana erfuhr. Die wirtschaftlichen Chancen in Aserbaidschan und Georgien standen im Blickpunkt zweier Wirtschaftsforen in Berlin im Juni, die der Ost-Ausschuss mitorganisierte oder unterstützte. Mehr über diese Veranstaltungen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe. Außerdem beschreibt Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms die Eindrücke seiner jüngsten Gespräche in Kiew.

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Harms informierte sich in Kiew über die Wirtschaftsreformen

Vom 25. bis 27. Juli absolvierte Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms seinen Antrittsbesuch in der Ukraine. In Kiew sprach er mit Wirtschaftsvertretern sowie mit Vize-Premier Stepan Kubiv, der stellvertretenden Außenministerin Olena Zerkal und dem stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration Dmytro Shimkiv über den Stand des Reformprozesses. Hier ist sein Bericht:

Mit einer Wirtschaftskonferenz in der EXPO-Stadt Astana startet eine neue Kooperation des Ost-Ausschusses mit der Botschaft Kasachstans
 
Kasachstan ist mit großem Abstand der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Zentralasien. Mit einer Konferenz zum Thema „Eurasische Wirtschaftsunion und die EU – Wege zur Annäherung“ begann am 15. Juli eine neue Kooperation des Ost-Ausschusses mit der kasachischen Botschaft. Schauplatz der Konferenz war Astana, die futuristische Hauptstadt des Landes und Austragungsort der EXPO 2017.
 
Weiterentwicklung der Zusammenarbeit vereinbart/ Energiesektor im Fokus
 
Am 21. Juli 2016 empfing der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Michael Harms den Außenminister der Republik Kosovo Enver Hoxhaj und den Botschafter der Republik Kosovo Skender Xhakaliu in Berlin. Im Vordergrund des Treffens standen die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit sowie das beiderseitige Interesse an einem Ausbau der bestehenden guten Beziehungen.

Die EU verlängert die Wirtschaftssanktionen, dennoch zeichnet sich ein vorsichtiger Strategiewechsel ab.

Ende Juni haben sich die 28 EU-Botschafter in Brüssel ohne längere Diskussionen für die Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Januar 2017 entschieden. Dennoch spricht einiges für einen baldigen Strategiewechsel: Bislang war ein Abbau der Sanktionen von der EU an die vollständige Implementierung des Minsk-Abkommens gekoppelt worden. Nun steigt die Zahl der Stimmen, die sich für einen „schrittweisen Abbau der Sanktionen gegen substanzielle Fortschritte im Minsk-Friedensprozess“ einsetzen.

400 Teilnehmer wagen einen Neustart des Petersburger Dialogs

Am 14. und 15. Juli 2016 fanden sich knapp 400 Deutsche und Russen in St. Petersburg ein, um im Rahmen des zivilgesellschaftlichen Petersburger Dialogs in verschiedenen Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Kirchen und Ökologie zu diskutieren.
 
Unternehmergespräch des Ost-Ausschusses mit dem dreiköpfigen Staatspräsidium Bosnien und Herzegowinas/ Ost-Ausschuss unterstützt regionale Kooperation 
 
Am 30. Juni 2016 organisierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft anlässlich des Besuches des kompletten Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina ein Unternehmergespräch. Der Einladung folgten etwa 14 Unternehmen, darunter Vertreter aus den Branchen Metallverarbeitung, Telekommunikation, Infrastruktur und IT.

57 Stipendiaten aus Südosteuropa starten Ausbildungsprogramm in Deutschland/ Empfang in Berlin

Am 28. Juni 2016 reisten 57 Stipendiaten aus sieben Ländern Südosteuropas nach Berlin, um an der feierlichen Eröffnung des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan teilzunehmen und anschließend ihre Praktika in Deutschland aufzunehmen.

Eröffnung des diesjährigen Zoran-Djindjic-Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan am 28. Juni in Berlin/ Der Ost-Ausschuss führt das Programm seit 2003 mit Finanzierung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch/ Beispiel für erfolgreiche Kooperation von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Erstes Treffen der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe nach zweijähriger Pause/ Zehn Verträge stehen zur Unterschrift an
 
Am heutigen 24. Juni trifft sich in Berlin nach mehr als zwei Jahren Pause die deutsch-russische Strategische Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Finanzen (SAG). Anschließend findet die zweite Konferenz der Deutsch-Russischen Unternehmerplattform statt. An beiden Veranstaltungen ist der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft maßgeblich beteiligt.