Ost-Ausschuss: Krisenjahr 2009 beschleunigt Reformprozesse / Deutsche Wirtschaft hat ihre Wettbewerbsposition verbessert

Das wirtschaftliche Krisenjahr 2009 hat einen wichtigen Reifeprozess in den jungen Marktwirtschaften Osteuropas ausgelöst. Dieser Ansicht ist der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, der die Interessen der deutschen Unternehmen im östlichen Europa vertritt. „Die Übertreibungen, die es am Ende der langen Boomphase in Osteuropa gegeben hat, werden nun schrittweise korrigiert. Das Wachstum kehrt 2010 zurück. Es fällt moderater, aber dafür nachhaltiger aus“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold in Berlin.

In der Wirtschaft ist wieder Wachstum in Sicht. Foto: Manuel Frauendorf

Premierminister Borisov zu Gast beim Ost-Ausschuss in Berlin

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft nutzte den ersten Deutschlandbesuch des neuen bulgarischen Premierministers Boyko Borisov für ein Treffen zwischen deutschen Unternehmen und der bulgarischen Delegation in Berlin. Bulgarien, seit 2007 Mitglied der Europäischen Union, erlebt gegenwärtig die erste Rezession seit 1997: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging 2009 um 4,9 Prozent zurück.

Klaus Mangold und Premier Boyko Borisov (rechts) Foto: Bulgarische Botschaft Berlin

Große Delegation des Ost-Ausschusses reist zu Gesprächen nach Belgrad

Auf Einladung des serbischen Präsidenten Boris Tadic reiste am 25. Januar 2010 eine hochrangige Wirtschaftsdelegation unter der Leitung des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Klaus Mangold in die serbische Hauptstadt. Die Gruppe traf in Belgrad auch mit Premierminister Mirko Cvetkovic und weiteren Mitgliedern seines Kabinetts zusammen. Der Delegation gehörten 20 Unternehmensvertreter unter anderem der Branchen Automotive, Finanzdienstleistungen, Verkehr, Bauwirtschaft, Handel, Telekommunikation und IT an. Es war eine der größten deutschen Wirtschaftsdelegationen seit der serbischen Unabhängigkeit.

Serbiens Präsident Boris Tadic im Gespräch mit dem Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Klaus Mangold. Foto: Büro des serbischen Präsidenten

Interview der serbischen Tageszeitung „Politika“ mit Delegationsleiter Klaus Mangold

Am Montag, den 25. Januar, traf eine Delegation des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zu einem zweitägigen Besuch in Serbiens Hauptstadt Belgrad ein. Mit 20 beteiligten Unternehmen ist es eine der größten deutschen Wirtschaftsdelegationen seit der Unabhängigkeit Serbiens. Unter anderem stehen Gespräche mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic und dem Ministerpräsidenten Mirko Cvetkovic auf dem Programm.

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Klaus Mangold (links) und Serbiens Präsident Boris Tadic mit Ihren Delegationen in Belgrad. Foto: Office of the President of the Republic of Serbia

Internationales Wirtschaftspodium im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)

Es ist möglich, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und gleichzeitig dem Klimawandel zu begegnen. Zu diesem optimistischen Ergebnis kamen am Samstag, den 16. Januar, die Diskussionsteilnehmer des Internationalen Wirtschaftspodiums im Rahmen des Global Forums for Food and Agriculture. Das Podium wurden von Udo van Kampen, Leiter des Brüsseler ZDF-Studios, in der Akademie der Künste in Berlin moderiert.

Mit großem Interesse verfolgten über 250 Zuschauer das Internationale Wirtschaftspodium in der Akademie der Künste.

In Osteuropa lassen sich die Ernteerträge um 80 Prozent steigern / Stellungnahme des Ost-Ausschusses zum Global Forum for Food and Agriculture im Rahmen der Grünen Woche Berlin

„Osteuropa ist eine Schlüsselregion zur Sicherung der Welternährung“, dies erklärte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Klaus Mangold, anlässlich des Global Forum for Food and Agriculture in Berlin. Russland allein verfüge über mehr Ackerfläche, als alle Länder der EU zusammen. „Mit Pilotprojekten in Osteuropa haben deutsche Agrarunternehmen bewiesen, dass die Ernteerträge dort um 80 Prozent gesteigert werden können. In Russland könnte so die Produktion von Getreide von 100 Millionen auf 180 Millionen Tonnen pro Jahr zunehmen“, rechnete Mangold vor. „Allein dieser zusätzliche Ertrag würde ausreichen, 250 Millionen Menschen zu ernähren.“

Foto: Andreas Metz

Beitrag von Dr. Thomas Kirchberg, Russland-Sprecher der AG Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss

Mit dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) haben das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die deutsche Wirtschaft den Grundstein für ein Dialogforum gelegt, auf dem zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin die zentralen Zukunftsfragen der globalen Ernährungssicherung diskutiert werden.

Dr. Thomas Kirchberg

Aktuelle agrarpolitische Entwicklungen in der Russischen Föderation

Deutschland und Russland verbindet eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Modernisierung der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Der Zugang russischer Agrarproduzenten zu modernen Technologien „Made in Germany“ leistet einen wichtigen Beitrag für die Effizienzsteigerung und Weiterentwicklung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der russischen Agrarproduzenten.

Jahresbilanz des Ost-Ausschusses und Ausblick ins kommende Jahr

In einem Beitrag für die Ost-Ausschuss Informationen bilanziert der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Klaus Mangold das wirtschaftlich schwierige Jahr 2009 und blickt auf die Herausforderungen des kommenden Jahres. Während das erste Halbjahr 2009 im Zeichen der Krisenbekämpfung stand, setze im zweiten Halbjahr eine Konsolidierung ein, die im kommenden Jahr an Fahrt gewinnen dürfte.

Ost-Ausschuss-Stellungnahme zur Abschaffung von EU-Visa für Bürger Serbiens, Montenegros und  Mazedoniens

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft begrüßt die weitgehende Abschaffung der Visa-Pflicht für Bürger aus Serbien, Mazedonien und Montenegro durch die EU-Kommission. „Die größere Reise- und Bewegungsfreiheit gibt der europäischen Integration von Serbien, Mazedonien und Montenegro und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region eine neue Dynamik“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold.

Serben, Mazedonier und Montenegriner können ab 19. Dezember 2009 ohne Visum in die EU reisen. Foto: Metz

Umfrage von Ost-Ausschuss und AHK unter 200 deutschen Unternehmen in Russland
In Russland hellt sich das Geschäftsklima unter deutschen Unternehmen wieder auf. Darauf deutet die aktuelle Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) hin, an der sich über 200 Unternehmen beteiligten. Für 17 Prozent der befragten Unternehmen ist bereits jetzt eine Erholung der russischen Wirtschaft spürbar. Vor sechs Monaten hatte dieser Wert nur bei sieben Prozent gelegen.

Der Himmel über der russischen Wirtschaft beginnt aufzuklaren. Foto: Andreas Metz

Podiumsdiskussion im Bankenverband sucht nach Antworten auf die Wirtschaftskrise

Am 8. Dezember 2009 veranstalteten der Bankenverband und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion zu „Finanzierungsfragen im Russlandgeschäft – Antworten in der Krise“. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise diskutierten deutsche und russische Experten über die Maßnahmen der russischen Regierung zur Stabilisierung des Bankensystems, die Finanzierungssituation in Russland sowie die Möglichkeiten zur Finanzierung und Absicherung von Geschäften für die deutsche Wirtschaft.

Am 8. Dezember 2009 veranstalteten der Bankenverband und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion zu „Finanzierungsfragen im Russlandgeschäft – Antworten in der Krise“.

Osteuropa-Kongress im Rahmen der Euro Finance Week in Frankfurt
Als Plattform für Finanzmarktakteure in einem zusammenwachsenden Europa hat die Euro Finance Week insbesondere die Integration der europäischen Finanzmärkte zu ihrem Leitthema gemacht. Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung fand am 19. November in Frankfurt der Congress on Central and Eastern Europe statt, der in diesem Jahr erstmals vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mitveranstaltet wurde.

Peter Tils, Péter Oszkó, Klaus Mangold, Andrei Borodin und Sergei Dubinin (v.l.n.r.) duskutierten bei der Euro Finance Week über die Lehren aus der Krise

Bei der 9. Rechtskonferenz des Ost-Ausschusses informierten Kanzleien über die russische Rechtspraxis

Für deutsche Unternehmen bleibt Russland trotz der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise ein bedeutender Partner für Handel und Investitionen. Dies belegte eindrucksvoll die hohe Teilnehmerzahl der Rechtskonferenz Russland, die am 26. November 2009 im Forum der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart stattfand. Vor 120 Konferenzteilnehmern stellten sechs führende Rechtsanwaltskanzleien aktuelle Rechtsentwicklungen in Russland und ihre Auswirkungen auf deutsche Unternehmen dar. Ergänzt wurden die Berichte durch Unternehmensvertreter, die ihre praktischen Erfahrungen in Russland in den jeweiligen Rechtsbereichen schilderten. 

Foto: Almut Wetjen

Parlamentarischer Abend des Ost-Ausschusses mit Kroatiens Staatspräsident Stipe Mesic

In seiner Amtszeit wird Kroatiens Präsident Stjepan „Stipe“ Mesic den EU-Beitritt seines Landes nicht mehr erleben. Diese endet im Februar 2010. Doch das Ziel, nach dem NATO-Beitritt im Frühjahr 2009 nun auch EU-Mitglied zu werden, ist zum Greifen nahe. Dies ist nicht zuletzt dem Mann mit dem Vollbart zu verdanken, der Anfang der 90er Jahre für kurze Zeit der letzte Präsident der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien war und in den nun bald zehn Jahren als kroatischer Präsident sein von den Balkankriegen hart getroffenes Land konsequent nach Westen steuerte.

Mann mit Geschichte: der kroatische Staatspräsident Stipe Mesic beim Parlamentarischen Abend des Ost-Ausschusses.

Eine erste Bilanz von sechs Monaten Östliche Partnerschaft der EU

Seit dem 7. Mai 2009 ergänzt die sogenannte Östliche Partnerschaft die bisherige Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP). Geografisch fasst die Initiative, die auf schwedisch-polnischen Druck hin entstand, die Länder Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine in einem politischen Rahmen zusammen. Einerseits dient die Initiative als Antwort auf die wachsende Kritik an einer ‘one-size fits all policy’ gegenüber den Nachbarstaaten der EU. Andererseits wird die Initiative auch als Erwiderung der französischen Initiative der Mittelmeerunion interpretiert.