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Gespräche mit Unternehmen / Usbekistan wirbt für mehr deutsches Engagement

Es gibt in der globalen Wirtschaft nur wenige Regionen und Länder, die über die letzten Jahre ein veritables Wirtschaftswachstum und steigende Nachfrage nach neuen Produkten vorweisen können. Usbekistan gehört zweifelsfrei dazu. Die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Staates in Zentralasien befindet sich unbestritten auf einem Wachstumspfad, von dem auch deutsche Unternehmen profitieren können.

OA-Geschäftsführer Lindner (re.) begrüßt Außenminister Kamilov. Foto: Andreas Metz

Anlässlich des Deutsch-Ukrainischen Forums für Bioenergie, Energieeffizienz und Agrobusiness in Charkiw traf Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller und dem Gouverneur des Charkiwer Gebiets Ihor Balota zusammen. Der Ost-Ausschuss war Mitorganisator des Forums, an dem über 200 Gäste teilnahmen. Auf der Veranstaltung diskutierten Experten aus beiden Ländern über Themen wie den Einsatz erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in Charkiw, die Entwicklungsperspektiven der organischen Landwirtschaft in der Region und deren Finanzierung.

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Lindner (re.) mit Gouverneur Balota.

Große Verunsicherung bei Unternehmen

Die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union (EU) und die protektionistischen Gegenreaktionen Russlands stellen deutsche Unternehmen aktuell vor erhebliche Herausforderungen im täglichen Geschäft. Das Interesse an der vom Ost-Ausschuss am 13. Oktober in Frankfurt am Main durchgeführten Praxisveranstaltung zu Wirtschaftssanktionen im Russland-Geschäft war dementsprechend sehr groß.

In der Diskussionsrunde wurden die praktischen Probleme der Sanktionen angesprochen. Foto: Almut Wetjen

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner nahm am 10. Oktober an der Eröffnung des neuen Werks des deutschen Automobilzulieferers Schaeffler AG im russischen Uljanowsk teil. Auf Einladung des Vorstandes der Schaeffler AG konnte sich Lindner, der bereits an der Grundsteinlegung im Juni 2013 teilgenommen hatte, vom schnellen Baufortschritt überzeugen. Die Investitionen in Höhe von zunächst etwa 50 Millionen Euro sollen in einer weiteren Ausbaustufe noch ausgeweitet werden.

Ost-Ausschuss Geschäftsführer (re.) bei der symbolischen Werkseröffnung in Uljanowsk. Foto: Schaeffler AG

Am 1. Oktober lud der Botschafter der Republik Kroatien Ranko Vilović gemeinsam mit der Deutschen Bank und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft zum Deutsch-Kroatischen Investitionsforum in Berlin ein. Im Rahmen des Forums trafen sich kroatische und deutsche Vertreter aus Wirtschaft und Politik, um Investitionsmöglichkeiten für ausländische Investoren in Kroatien aufzuzeigen.

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Zdenko Lucić, Stellv. Geschäftsführer, Kroatische Agentur für Investitionen und Wettbewerb, Bruno Gantenbrink, Fauna Selva k.d, Helge Tolksdorf, Bundeswirtschaftsministerium. Fotos: Ost-Ausschuss

Vertrauensvoller Dialog junger Führungskräfte ist in politisch herausfordernden Zeiten wichtiger denn je.

Auf Einladung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt finden vom 6. bis 12. Oktober 2014 im Palais Biron bereits zum siebten Mal die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden statt.

Foto: Manuel Frauendorf

Eckhard Cordes im Interview mit FOCUS Online

Am 27. September veröffentlichte Focus Online ein Interview mit dem Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes zur Ukraine-Krise und Sanktionsproblematik, das wir hier dokumentieren:

Die Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik, innovative Komponenten, Fahrzeuge, Systeme – InnoTrans 2014 feierte vom 23.-26. September 2014 ihr 10. Jubiläum auf dem komplett belegten Berliner Messegelände unter dem Funkturm mit zahlreichen Rekorden: 2.758 Aussteller aus 55 Ländern präsentierten bahntechnische Innovationen und Dienstleistungen auf der internationalen Leitmesse, der führenden Branchenplattform der Bahnindustrie. 61 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland, in diesem Jahr erstmalig unter anderem auch Vertreter aus Belarus, Litauen und Mazedonien.

Am 08.09.2014 beschloss der Rat der Europäischen Kommission eine weitere Sanktionsrunde gegen Russland.
 
Die Sanktionen traten durch Veröffentlichung im EU-Amtsblatt am heutigen Freitag, den 12.09.2014 in Kraft. Die Liste der Personen, gegen die ein Einreiseverbot und das Einfrieren ihrer Vermögenswerte beschlossen wurde, verlängert sich um 24 Personen auf nunmehr 119.

Eckhard Cordes im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Im Interview mit Dr. Thomas Gutschker von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Ausgabe 14.9.) gab der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Eckhard Cordes eine Stellungnahme zur gegenwärtigen Entwicklung im Ukraine-Konflikt ab, die wir hier im vollen Wortlaut dokumentieren.

Unternehmensvertreter und Wirtschaftsminister aus acht Ländern treffen sich am 24. September in Montenegro / Cordes: Regionale Zusammenarbeit ist Schlüssel zu Wachstum

Erst am 28. August fand in Berlin auf Anregung von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine große Westbalkankonferenz statt, an der sich auch der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft beteiligte. Nur vier Wochen später können wichtige Akteure der Berliner Konferenz ihre begonnenen Gespräche fortsetzen.

Brücke über den Fluss Tara in Montenegro: Der Ausbau der grenzüberschreitenden Infrastruktur ist ein Schlüsselthema für die wirtschaftliche Entwicklung der Westbalkanstaaten. Foto: Botschaft Montenegros in Berlin

Deutsch-Belarussisches Wirtschaftsforum für 2015 in Planung

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner hielt sich Anfang September 2014 zu Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk auf. Anlass war die Herstellung von Arbeitskontakten für Unternehmen. Unter anderem wurden Gespräche im belarussischen Außenministerium, im Industrie- und im Handelsministerium geführt. 

Ost-Auschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner im Gespräch mit dem belarussischen Außenminister Wladimir Makei (links). Foto: Belarussisches Außenministerium

Ost-Ausschuss schlägt Deutsch-Aserbaidschanisches Wirtschaftsforum vor

Vom 1. bis 3. September 2014 hielt sich der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku auf. Die Reise war gemeinsam mit dem Deutsch-Aserbaidschanischen Forum e.V. und seinem Vorsitzenden Hanns-Eberhard Schleyer vorbereitet worden. Der Wirtschaftsdelegation gehörten Vertreter von Claas, Deutsche Bank, Herrenknecht, John Deere, Knauf, Siemens und SMS Meer an.

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner (rechts) mit Wirtschaftsminister Shahin Mustafayev.
Foto: Ost-Ausschuss

Bundesregierung unterstreicht EU-Perspektive für die gesamte Region

Auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel fand am 28. August 2014 in Berlin ein Gipfeltreffen mit hochrangigen Regierungsvertretern aller Staaten des Westlichen Balkan statt. Der Gipfel wurde durch eine Wirtschaftskonferenz im Bundeswirtschaftsministerium ergänzt, an der sich auch der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft beteiligte. Die Region hat politisch und wirtschaftlich schwere Zeiten hinter sich und steht weiterhin vor einer Reihe ungelöster bilateraler Fragen. Alle Staaten eint und stabilisiert jedoch seit dem EU-Gipfel in Thessaloniki 2003 die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft. Diese wurde von Vertretern der Bundesregierung und der EU-Kommission ausdrücklich bekräftigt. EU-Energiekommissar Günter Oettinger sprach von einem „Fenster der Geschichte“, das man nutzen müsse, so lange es offen sei.

Vollbesetzter Saal: Die Wirtschaftskonferenz zu den Westbalkan-Staaten im Bundeswirtschaftsministerium traf auf großes Interesse. Foto: Andreas Metz

Sanktionen beschleunigen negativen Trend/ Unklarheiten bei Auslegung der Sanktionsvorschriften

Die deutsche Wirtschaft musste im ersten Halbjahr erhebliche Verluste bei den Exporten nach Russland, die Ukraine und weitere Länder der Region hinnehmen: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die der Ost-Ausschuss für die Länder Osteuropas aufbereitet hat, sanken die deutschen Ausfuhren nach Russland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent, oder umgerechnet um 2,8 Milliarden Euro. Die Einbrüche bei Exporten in die Ukraine summierten sich im gleichen Zeitraum auf 880 Millionen Euro (minus 32 Prozent).

Kirchberg: Deutsche Investoren verzichten zunehmend auf Projekte in Russland/ Gegenseitiges Vertrauen ist Voraussetzung für stärkeres Engagement

Die Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft erwartet negative Folgen des russischen Importverbots für Lebensmittel auf zukünftige Investitionsvorhaben im russischen Agrar- und Ernährungssektor: „Die am 6. August 2014 eingeführten russischen Handelssanktionen dürften sich auf geplante Direktinvestitionen deutscher und westeuropäischer Unternehmen im Agrar- und Ernährungssektor in Russland negativ auswirken und dadurch den Modernisierungsprozess in Russland verzögern", warnt Thomas Kirchberg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. „Bereits jetzt melden uns Firmen, dass sie geplante Projekte auf Eis legen oder ganz absagen.“

Dr. Thomas Kirchberg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

„Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat frühzeitig vor der Ausweitung der Ukraine-Krise auf die globale Wirtschaft und dem Abgleiten in eine Spirale aus gegenseitigen Wirtschaftssanktionen gewarnt. Die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union und die Gegensanktionen der Russischen Föderation werden die bereits angespannte wirtschaftliche Lage in der Region weiter verschärfen. Die jetzt beschlossenen Gegensanktionen Russlands werden den negativen Trend bei den deutschen Exporten nach Russland verstärken.

Unternehmertreffen mit dem moldauischen Premier Leanca in Berlin

Am 10. Juli 2014 fand in Berlin auf Einladung des Ost-Ausschusses ein Arbeitsfrühstück von deutschen Unternehmensvertretern mit dem moldauischen Premierminister Iurie Leanca und Vizepremierminister Eugen Carpov statt. Im Mittelpunkt des Treffens standen die wirtschaftlichen Chancen des EU-Assoziierungsabkommens, das die Republik Moldau Ende Juni in Brüssel unterschrieben und vor wenigen Tagen auch mit Parlamentsmehrheit ratifiziert hatte.

Diskutierten unter anderem die Chancen des EU-Assoziierungsabkommens für deutsche Investoren: Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes (links) und der moldauische Premierminister Iurie Leanca. Foto: Ost-Ausschuss

Eduard Schewardnadse starb mit 86 Jahren in Georgien

Eduard Schewardnadse ist am 7. Juli 2014 im Alter von 86 Jahren in Georgien gestorben. Das vereinigte Deutschland hat ihm viel zu verdanken, in seiner Heimat war er ähnlich wie Michail Gorbatschow bis zuletzt umstritten. Schewardnadses Lebenslauf ist eine Biographie der Brüche, eine Achterbahnfahrt durch das 20. Jahrhundert, die mehrfach auch den Weg des Ost-Ausschusses kreuzte.

Treffen in Tiflis: Der damalige georgische Präsident Eduard Schewardnadse und Ost-Ausschuss-Präsidiumsmitglied Klaus Mangold.
Foto: Daimler

Vertreter Russlands, der Ukraine und Deutschlands diskutieren beim 4. Unternehmerkongress im Hotel de Rome

Am 7. Juli 2014 organisierte die Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin in Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, dem Verband der Russischen Wirtschaft in Deutschland und weiteren Partnern bereits zum vierten Mal einen Unternehmerkongress. Novum 2014: Neben Panelisten aus Deutschland und Russland nahmen diesmal auch politische und wirtschaftliche Vertreter aus der Ukraine teil.

Mit über 250 Teilnehmern stieß der Unternehmerkongress im Hotel de Rome auf großes Interesse. Foto: Andreas Metz

Ost-Ausschuss-Umfrage: Ukraine-Krise wird zur Belastung für die deutsche Wirtschaft

Die Ukraine-Krise wirkt sich erheblich auf Unternehmen aus, die in Russland und der Ukraine investiert sind. Dies zeigt eine Umfrage des Ost-Ausschusses unter rund hundert deutschen Unternehmen, die der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes in Berlin vorstellte. „Diese Krise ist Gift für die Konjunktur in Russland und der Ukraine. Je länger sie dauert, desto größer sind die Infektionsgefahren für die umliegenden Volkswirtschaften und für Deutschland“, sagte Cordes. „Deshalb erhoffen wir uns von allen Beteiligten, dass sie eine Ausweitung der Krise verhindern und die sich jetzt bietenden Chancen zu einer Deeskalation entschlossen nutzen.“

Empfang zur Jahresveranstaltung des Ost-Ausschusses am 26. Juni 2014 in der Mosaikhalle der Siemens AG

Am 26. Juni 2014 lud der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft seine Mitglieder, das Diplomatische Corps sowie Partner aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu seinem traditionellen Jahresempfang nach Berlin ein. Die diesjährigen Sitzungen von Vorstand und Präsidium, die Mitgliederversammlung und der Jahresempfang fanden mit freundlicher Unterstützung der Siemens AG im Verwaltungsgebäude des Konzerns in Siemensstadt statt.

Warnte in seiner Rede von einer Rückkehr zu einer Ost-West-Konfrontation: Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes.

Der Serbischer Premierminister Vucic zu Gast beim Ost-Ausschuss in Berlin

Im Januar 2014 hat  die Europäische Union die Beitrittsverhandlungen mit Serbien eröffnet. Der europäische Integrationsprozess stellt das Land vor vielfältige Herausforderungen, bietet aber auch Chancen zur Modernisierung und Liberalisierung seiner Wirtschaft. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft nutzte den ersten Deutschlandbesuch des neuen serbischen Premierministers Aleksandar Vucic am 12. Juni zu einem Treffen zwischen Unternehmensvertretern und der serbischen Delegation. Vucic wurde begleitet vom Minister für Justiz, Nikola Selakovic, sowie Vertretern der Serbischen Investitionsagentur SIEPA.

Der Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner (unten links) konnte den serbischen Premierminister Aleksandar Vucic (oben rechts) bei seinem ersten Deutschlandbesuch in Berlin begrüßen. Foto: Andreas Metz

Georgien präsentiert sich in Berlin als Geheimtipp für Investoren

Mit einer beeindruckenden Delegation, bestehend aus dem Premierminister, dem Vize-Premierminister, der Außenministerin, dem Infrastrukturminister, dem Landwirtschaftsminister und vielen Unternehmensvertretern präsentierte sich Georgien am 2. Juni in Berlin als aufstrebender Investitionsstandort. Das Georgisch-Deutsche Wirtschaftsforum lockte rund 100 Zuhörer ins Berliner Hotel Ritz Carlton. Eingeladen hatten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, die georgische Investitionsagentur und die Botschaft Georgiens.

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes (l.) konnte am 2. Juni 2014 den georgischen Premierminister Irakli Garibashvili (m.) in Berlin begrüßen. Für die Bundesregierung nahm Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (re.) am Wirtschaftsforum teil.

Ein vertrauensvoller Dialog zwischen jungen Führungskräften beider Länder ist eine wichtige Grundlage für die zukünftigen deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Aus diesem Grund hat der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt mit den Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden ein erfolgreiches Forum für junge deutsche und russische Führungskräfte geschaffen.

Der neue deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, informierte die Alumni über die aktuellen Bemühungen der Bundesregierung in der Ukraine-Krise.

Russlands Wirtschaftsmekka in Zeiten der Krise

Das diesjährige St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) fand in einer für Russland schwierigen Situation statt. Unter dem Eindruck von Sanktionen der EU und der USA und angesichts einer drohenden Wirtschaftsrezession war es schwierig, unter dem Titel „Vertrauen stärken in einer Welt im Wandel“ für den Investitionsstandort Russland zu werben.

Vertrat in St. Petersburg die deutsche
Wirtschaft: Ost-Ausschuss-Vorsitzender
Eckhard Cordes.
Foto: Ignat Solovey/RSPP Press

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner in Bosnien und Herzegowina

Am 7. und 8. Mai 2014 reiste der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner nach Sarajevo, um sich dort mit Vertretern der Regierung, der Wirtschaft und regionaler Institutionen ein Bild der aktuellen Wirtschaftsbeziehungen mit Bosnien-Herzegowina zu machen. Dies geschah mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen im Oktober 2014 und vor dem Hintergrund der Proteste gegen die politische Führung vom Februar 2014, die in Tuzla begonnen und Städte wie Sarajevo und Mostar ebenfalls erfasst hatten.

Rainer Lindner, Botschafterin Ulrike Knotzund Alexander Märdian im Gespräch mit
Herrn Ramiz Mehaković, Kabinettsschef des Premierministers der Föderation Bosnien und Herzegowina, sowie mit Energieminister Erdal Trhulj, Handelsminister Milorad Bahilj und Verkehrsminister Enver Bijedić.
Foto: Pressedienst des Premierministers der Föderation Bosnien-Herzegowina

2. east forum Berlin stößt  Debatte über gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraum an / Ukraine und Russland hochrangig vertreten

Mit einem eindringlichen Appell an die verantwortlichen Politiker in Ost und West, alles für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes zu tun und Schaden von der europäischen Wirtschaft abzuwenden, endete am Donnerstagnachmittag das 2. east forum Berlin. An der zweitägigen Konferenz, die gemeinsam von der UniCredit und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert und vom Land Berlin unterstützt wurde, nahmen am 9. und 10. April rund 300 Unternehmensvertreter und Politiker aus 20 Ländern teil, 16 Botschaften präsentierten sich mit eigenen Ständen. Minister aus zehn Ländern waren beim east forum Berlin vertreten, darunter Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der moldauische Premierminister Iurie Leanca, die gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zu Beginn sprachen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hielt die Keynote am Eröffnungsabend des east forum Berlin. Foto: Bildschoen

Russland und die deutsche Wirtschaft

Angesichts der zunehmenden Differenzen zwischen Russland und der Europäischen Union veranstaltete der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am 3. April 2014 gemeinsam mit dem Ostinstitut Wismar und der Rechtsanwaltskanzlei Beiten Burkhardt eine Infoveranstaltung mit einem anschließenden Podiumsgespräch. Im Mittelpunkt der Diskussion stand das gegenwärtige politische Verhältnis zwischen Russland und Deutschland und die möglichen wirtschaftlichen Folgen einer weiteren Zuspitzung der Krise in der Ukraine.

Sah in der Ukraine-Krise den größten Konflikt seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion: Der Präsident des Ostinstituts Wismar und ehemalige Bundesminister Wolfgang Clement.
Foto: Almut Wetjen

200 Teilnehmer aus 20 Ländern diskutieren über Wege zu einem gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraum 

Im 9. und 10. April 2014 findet zum zweiten Mal das east forum Berlin statt. Mit diesem jährlichen Forum schaffen die UniCredit, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und das Land Berlin in der Bundeshauptstadt eine Plattform, auf der Unternehmer und Politiker aus Ost und West über die drängendsten wirtschaftspolitischen Themen diskutieren. In diesem Jahr steht das Forum deshalb unter dem Eindruck der Ukraine-Krise.

Foto: bildschoen.de

Herausforderungen einer modernen Rohstoffpartnerschaft

Die deutsch-russischen Rohstoffbeziehungen spielen für die deutsche Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft engagiert sich seit Langem für eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Rohstoffbereich, unter anderem mit dem Arbeitskreis „Rohstoffkooperationen“. Als Kooperationspartner unterstützte der Ost-Ausschuss auch in diesem Jahr die jährlich veranstaltete Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz, die vom 1. bis 3. April 2014 in Dresden tagte.
 

Forderte in seiner Rede mehr Kommunikation zwischen Deutschland und Russland: Vorsitzende des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft Eckhard Cordes.
Foto: Eric Kemnitz/ sk-picture.com

Herausforderungen im Russland-Geschäft erfolgreich begegnen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen in Russland sind komplex und mitunter unübersichtlich. Daher informiert der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit renommierten Anwaltskanzleien und Beratungsunternehmen einmal jährlich auf seiner Rechtskonferenz Russland über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Recht und Steuern.

Die Abschlussdiskussion der Rechtkonferenz
war vor allem durch die aktuelle Krise
zwischen Russland und der Ukraine und
die möglichen rechtlichen Auswirkungen
geprägt.

Foto: Almut Wetjen

von Petersburger Dialog / Ost-Ausschuss / Deutsch-Russisches Forum und Deutsch-Ukrainisches Forum

Der Petersburger Dialog, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Deutsch-Russische Forum und das Deutsch-Ukrainische Forum beobachten die derzeitige Krisensituation in der Ukraine mit der Folge von gefährlichen Spannungen auf der Krim, im ukrainisch-russischen Verhältnis sowie im Verhältnis zwischen Russland und der Europäischen Union mit größter Sorge.

Wirtschaftssanktionen wegen des Krim-Konflikts könnten Konjunktur nachhaltig beschädigen / Russische Maßnahmen gegen ausländische Investoren verursachen erheblichen Vertrauensverlust

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft warnt vor einer Ausweitung des Krim-Konflikts auf die globale Wirtschaft: „Wir sehen bereits eine große Verunsicherung der Unternehmen und wachsende konjunkturelle Risiken. Wenn jetzt eine Spirale aus gegenseitigen Wirtschaftssanktionen in Gang gesetzt wird, droht die europäische Wirtschaft nachhaltig Schaden zu nehmen“, warnte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes.

Sonderwirtschaftszonen, Eisenbahninfrastruktur und Hochtechnologie im Fokus deutscher Mittelständler
 

Die Themen Sonderwirtschaftszonen, Eisenbahninfrastruktur und Hochtechnologie haben in den vergangenen Wochen die Arbeit der Kontaktstelle Mittelstand für Russland im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft bestimmt. Das Interesse an Informationen und Kontakten ist sowohl auf der deutschen als auch auf der russischen Seite enorm. So hat sich eine große Unternehmensdelegation aus der russischen Wolga-Region Nizhnij Nowgorod bei ihrem Besuch in Berlin am 19. Februar 2014 begeistert über die Möglichkeiten der Kontaktanbahnung zu deutschen Unternehmen gezeigt.

Robert Huber,Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses der IHK Karlsruhe und der Leiter der Kontaktstelle Mittelstand für Russland im Ost-Ausschuss Alexey Savinskiy (v.l.n.r.). Foto: IHK Karlsruhe

2013 stagnierten deutsche Exporte nach Osteuropa/ Hohe sicherheitspolitische und konjunkturelle Risiken durch Lage in der Ukraine/ Ost-Ausschuss für raschen Abbau von Handelshürden

Nach einem Rekordergebnis von 80,5 Milliarden Euro im Jahr 2012, hat sich der deutsche Handel mit Russland im vergangenen Jahr  deutlich auf 76,5 Milliarden Euro abgeschwächt. Dies hat der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft auf Basis jetzt vorliegender Zahlen des Statistischen Bundesamtes berechnet. Sowohl die Importe aus Russland (2013: 40,4 Mrd. Euro), als auch die Exporte nach Russland (2013: 36 Mrd. Euro) sanken um über fünf Prozent. Russland fiel damit in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner in Osteuropa wieder knapp hinter Polen zurück.  

Foto: fotolia.de/Mixage

Gastkommentar des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes im Handelsblatt

Eckhard Cordes will die Spaltung Europas in zwei Wirtschaftsblöcke verhindern.

Noch brennt das olympische Feuer in Sotschi, doch die Vorbereitungen für die große Schlussfeier am Sonntag laufen bereits: Die ersten Olympischen Winterspiele in Russland gehen zu Ende und deutsche Sportler gehörten dabei zu den erfolgreichsten. 

Wer sich mit Russen unterhält, der hört den Respekt nicht nur vor den Leistungen deutscher Athleten. Deutsche werden als Investoren und Arbeitgeber geschätzt, 6000 deutsche Unternehmen sind in Russland engagiert, rund 100 haben im Rahmen der Winterolympiade technisch anspruchsvolle Projekte realisiert. Auch in der Rangliste der für Russland wichtigsten Partnerländer erreicht Deutschland Spitzenplätze - noch. Denn unter den Russen hat sich herumgesprochen, dass sich umgekehrt die Begeisterung in Deutschland für Russland in immer engeren Grenzen hält.

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes. Foto: Marc Darchinger

250 Gäste beim Empfang des Ost-Ausschusses im Allianz Forum / Cordes: Gemeinsamer Wirtschaftsraum mit Russland muss auf die Agenda

Am 18. Februar fand im Berliner Allianz Forum in Sichtweite zum Brandenburger Tor der Empfang des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum Jahresauftakt statt. Mehr als 250 Gäste, darunter Mitglieder der Bundesregierung und des Bundestages, hörten die Reden von Botschafter Wolfgang Ischinger, Generalbevollmächtiger für Regierungsbeziehungen der Allianz SE, Gernot Erler, Koordinator der Bundesregierung für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft, sowie von Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses. Die Rede von Herrn Cordes dokumentieren wir hier im Wortlaut:

Foto: Manuel Frauendorf

Begleitveranstaltung im Rahmen der bautec 2014  

Auch in Osteuropa wird den Fragen nach Energieeinsparungen durch gesteigerte Energieeffizienz immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet, insbesondere der energetischen Verbesserung der Wohnraumbestände durch Neubau oder energieeffiziente Sanierung. Andererseits war das Ergebnis der aktuellsten Umfrage des Ost-Ausschusses zu dem Geschäftsklimaindex bezüglich der Chancen im Bereich erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz eher ernüchternd. Die Unternehmen erwarten nur schwaches Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in Russland, die Branche landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Für den ersten stellvertretenden Minister für Bau-, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Russischen Föderation Leonid Stavitsky gehört Energieeffizienz zu den wichtigsten Zukunftstreibern der Wirtschaft.

Ost-Ausschuss-Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Leitmesse FRUIT LOGISTICA

Russland ist bisher im Bereich von Sonderkulturen wie Obst und Gemüse stark auf Importe angewiesen. Die russische Regierung plant, im Rahmen des Programms zur Förderung der Landwirtschaft von 2013 bis 2020 gezielt Wertschöpfungsketten zu entwickeln und insbesondere auch den Anbau von Sonderkulturen und deren Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung zu fördern. Die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen und Produktsicherheitsstandards aus dem Lebensmittelhandel sind dabei für den Marktzugang und damit die Entwicklung des Sektors entscheidende Erfolgsfaktoren. 

Pressekonferenz zur Vorstellung der 11. Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer / Sorgen um die Ukraine

Die Stimmung der deutschen Unternehmen in Russland hat sich im Vergleich zum Vorjahr eingetrübt: In der jährlichen Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer stellten 56 Prozent der Befragten im zurückliegenden Jahr eine negative Entwicklung des Geschäftsklimas in Russland fest. Die Aussichten für 2014 sind entsprechend: Etwa ein Drittel der 105 befragten Unternehmen erwartet eine positive Wirtschaftsentwicklung. Genau die Hälfte geht dagegen von einer Stagnation der russischen Wirtschaft aus, weitere 14 Prozent befürchten eine Rezession.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer Michael Harms (links) und der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes stellten in Berlin gemeinsam die aktuellen Ergebnisse der Geschäftsklima-Umfrage Russland vor. Foto: Eduard Kinsbruner

Eisenbahn- und Recyclingprojekte bieten Chancen für deutsche Unternehmen

Bei der Bewertung des Investitionsstandorts Russland wird die Infrastruktur immer wieder als eine der bedeutendsten Herausforderungen im flächengrößten Land der Erde genannt. Dass die Modernisierung des Eisenbahnnetzes ein wichtiges Mittel für die Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Russlands ist, hat auch die russische Regierung längst erkannt.

Leichte Impulse durch Winterolympiade in Sotschi / Vorschusslorbeeren für die neue Bundesregierung

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer haben im Januar 2014 zum elften Mal unter ihren Mitgliedsunternehmen ihre jährliche Umfrage zum Geschäftsklima in Russland durchgeführt. Schwerpunkte waren die aktuellen Investitionsbedingungen vor Ort, die möglichen Auswirkungen der WTO-Mitgliedschaft sowie die Erwartungen der Unternehmen an die zukünftige russische Wirtschaftspolitik.

Cordes: EU und Russland müssen nach Lösungswegen suchen/ Sanktionen würden Spaltung in der Ukraine weiter vertiefen 

Die deutsche Wirtschaft verfolgt mit großer Sorge und Anteilnahme die Ereignisse in Kiew. „Die Todesopfer müssen für alle eine letzte Mahnung sein, innezuhalten und sich gemeinsam an den Verhandlungstisch zu setzen“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes. Präsident Janukowitsch sei aufgefordert, gemeinsam mit Vertretern der Demonstranten einen Gewaltverzicht zu erreichen. „Die erneute Eskalation bedroht auch die wirtschaftliche Zukunft des Landes“, so Cordes weiter.

Dunkle Wolken liegen über der ukrainischen Hauptstadt Kiew und der Zukunft des Landes. Foto: Andreas Metz

Ukrainischer Vizeminister kündigt beim Agrarpodium des
Ost-Ausschusses Liberalisierung an

Russland und die Ukraine spielen aufgrund ihrer großen Flächen an fruchtbaren Böden eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der Welternährung. Beide Länder standen daher am 17. Januar im Mittelpunkt des „Fachpodiums Osteuropa“ anlässlich des Global Forum for Food and Agriculture 2014 in Berlin. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der AG Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO). Über 250 Teilnehmer fanden dazu den Weg ins Internationale Congress Centrum Berlin, unter ihnen auch der ukrainische Vizeminister für Agrarpolitik Oleksandr Sen und der stellvertretende russische Landwirtschaftsminister Aleksandr Petrikov.

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes eröffnete das Fachpodium Osteuropa auf der Grünen Woche. Foto: Andreas Metz

Soja-Anbau als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Südosteuropa / Fachpodium im Rahmen des GFFA 2014 

Am 16. Januar 2014, dem Eröffnungstag des diesjährigen Global Forum for Food and Agriculture, organisierte der Ost-Ausschuss zusammen mit der Regional Rural Development Standing Working Group (SWG) ein Fachpodium zur Agrarwirtschaft in Südosteuropa. Vorgestellt wurde dabei eine Strategie zur Ausweitung des Soja-Anbaus in der Donau-Region, um die Branche zu einem hochproduktiven nachhaltigen Sektor zu entwickeln. Der Anbau von Proteinträgern, insbesondere von Soja, hat in Südosteuropa eine lange Tradition. Die Region könnte deshalb einen wichtigen Beitrag zur Deckung des globalen Eiweißbedarfs leisten. 

Um Entwicklungschancen für die Landwirtschaft in der Donau-Region ging es beim diesjährigen Südosteuropa-Panel des Ost-Ausschusses im Rahmen des GFFA. Foto:Jürgen Scheer

Ost-Ausschuss beteiligt sich vom 16. bis 18. Januar 2014 am Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im Rahmen der Grünen Woche in Berlin 

Vom 16. bis 18. Januar 2014 treffen sich in Berlin über 70 Landwirtschaftsminister mit ihren Delegationen sowie rund tausend Experten und Wirtschaftsvertreter zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), der politischen Auftaktveranstaltung zur Internationalen Grünen Woche. Das Leitthema des GFFA heißt in diesem Jahr „Landwirtschaft stärken – Krisen meistern – Ernährung sichern“.

Die große Abschluss-Diskussion des GFFA findet traditionell in der Hauptstadt-Repräsentanz der Deutschen Telekom statt. Foto: OA-Archiv

Die EU muss ihre Osteuropa-Politik an veränderte Realitäten anpassen / Analyse von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner

Der Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner vertrat die deutsche Wirtschaft auf dem Eastern Partnership Business Forum am 28. und 29. November 2013 in der litauischen Hauptstadt Vilnius und konnte die Diskussionen um die Zukunft des Programms der Östlichen Partnerschaft aus der Nähe verfolgen. In seinem Beitrag geht er auf fünf wesentliche Entwicklungen ein, die die europäische Wirtschaftspolitik in Zukunft beschäftigen werden. 

Foto: Fotolia

Jahresrückblick von Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzender des
Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft 

Am 16. November 2011 traf in Moskau eine Ost-Ausschuss-Delegation mit dem damaligen russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zusammen. Als Delegationsleiter äußerte ich damals die Hoffnung, dass sich die von Russland, Kasachstan und Belarus gerade gebildete Zollunion zu einem Bindeglied zwischen der EU und den asiatischen Märkten entwickelt. „In jedem Fall“, so führte ich aus, „müssen wir eine Spaltung Europas in zwei Wirtschaftsblöcke mit unterschiedlichen Standards überwinden. Nur so können wir uns als Europäer im globalen Wettbewerb behaupten.“

Cordes-Rede anlässlich des Gaidar-Naumann-Forums 2013 in Berlin

Am 29. November fand in Berlin erstmals das "Gaidar-Naumann-Forum" zum Thema "Liberale Wirtschafts- und Finanzpolitik in Deutschland und Russland.Erfahrungen und Perspektiven" statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung, die mit über 200 Gästen sehr gut besucht war, mit Keynotes des früheren russischen Finanzministers Alexei Kudrin und des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes. Anschließend gab es eine Plenardiskussion, an der auch Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner mitwirkte, sowie ein Abendessen im kleineren Kreis mit Unternehmensvertretern. Die Keynote von Eckhard Cordes dokumentieren wir im Wortlaut.

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes bei seiner Rede auf dem Gaidar-Naumann-Forum 2013. Foto: Sascha Radke

Gastkommentar des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes im Handelsblatt

Am 28. November 2013 äußerte sich der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes in einem längeren Gastbeitrag für das Handelsblatt zuden Erwartungen an das EU-Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft in Vilnius und den zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und Russland. Cordes fordert nach der Absage der Ukraine an ein EU-Assoziierungsabkommen direkte Gespräche zwischen der EU und Russland über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum:

Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes. Foto: Marc Darchinger

Vorläufige Absage der Ukraine an eine EU-Assoziierung zeigt Notwendigkeit eines Dialogs zwischen Brüssel und Moskau / Ost-Ausschuss sieht neue Bundesregierung in einer Mittlerposition 

Nach der vorläufigen Absage der Ukraine an ein Assoziierungsabkommen mit der EU plädiert der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft für einen neuen Dialog über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum mit Russland und den übrigen Ländern der Zollunion. „Die Ukraine und weitere Länder der Östlichen Partnerschaft sind auf gute wirtschaftliche Beziehungen sowohl mit der EU als auch mit Russland angewiesen. Es macht daher keinen Sinn, sie vor eine Entweder-Oder-Entscheidung zu stellen“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes.

Stau an der polnisch-ukrainischen Grenze. Foto: Andreas Metz

Ost-Ausschuss-Delegation erinnert an Abschluss des ersten Handelsvertrags vor 60 Jahren

Am 7. November 2013 reiste eine Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes zu Gesprächen nach Bukarest. Auf dem Programm standen Treffen mit Präsident Traian Basescu, Premierminister Victor Ponta und Wirtschaftsminister Andrei Gerea. 15 Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Handel, Energie, Transport und Logistik, Finanzwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Telekommunikation waren der Einladung des Ost-Ausschusses gefolgt und nutzten die Gespräche, um sich über die aktuelle Wirtschaftspolitik der rumänischen Regierung zu informieren und eigene Projekte anzusprechen.

Beim Empfang durch Präsident Traian Basescu (mitte) wurde der Ost-Ausschuss-
Vorsitzende Eckhard Cordes (links) unter anderem durch den Geschäftsführer
des Ost-Ausschusses Rainer Lindner (rechts) begleitet.
Foto: Pressedienst des rumänischen Staatspräsidenten

Arbeitsgruppe formuliert auf Initiative des Ost-Ausschusses 10 Empfehlungen für die neue Bundesregierung und die russische Regierung

Führende Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und Russland wollen den bilateralen Beziehungen neuen Schwung verleihen: Während ihres dreitägigen Arbeitstreffens vom 17. bis 19. Oktober am bayerischen Tegernsee und in München verständigten sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Wirtschaft im Petersburger Dialog unter Leitung von Eckhard Cordes (Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft) und Valery Golubew (Stellv. Vorstandsvorsitzender von Gazprom) auf umfangreiche Empfehlungen an die neue Bundesregierung und die russische Regierung. 

Zu den Teilnehmern des Treffens am Tegernsee gehörten Valery Golubew (2.v.l), Eckhard Cordes (3.v.l.) und der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (Mitte). Foto: Ost-Ausschuss

Gemeinsame Erklärung der Teilnehmer der Arbeitsgruppe "Wirtschaft" des Petersburger Dialogs / Tegernsee, den 18.10.2013

Wir, die Teilnehmer der Arbeitsgruppe Wirtschaft des Petersburger Dialogs, stellen fest, dass der  Erfolg der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen durch die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise sowie durch unzureichende politische Kommunikation gefährdet ist.

Sitzung der Arbeitsgruppe Wirtschaft des Petersburger Dialogs am Tegernsee. Foto: Ost-Ausschuss

Gespräche ukrainischer und deutscher Parlamentarier unter Vermittlung des Ost-Ausschusses in Kiew / Eröffnung des Zentrums "Our Kids"

Am 10. Oktober trafen sich in Kiew ukrainische und deutsche Parlamentsabgeordnete, Mitarbeiter von Ministerien und Wirtschaftsexperten, um über die geplante EU-Assoziierung der Ukraine und deren wirtschaftliche Chancen zu diskutieren. Das Treffen kam auf Initiative des ukrainischen Abgeordneten Oleksandr Onyshchenko zustande und wurde von deutscher Seite durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert.

Das Treffen in Kiew wurde von früheren Vize-Premier Sergiy Tigipko (Mitte) und von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner moderiert. Foto Andreas Metz

Herausforderungen für das jüngste Land Europas 

Am 8. und 9. Oktober 2013 reiste der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner zu Gesprächen mit Regierungs- und Wirtschaftsvertretern nach Prishtina. Ziel war es, sich in den Gesprächen über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage des Landes zu informieren und Möglichkeiten zur Intensivierung der deutsch-kosovarischen Wirtschaftsbeziehungen zu erörtern. Der Handel zwischen Kosovo und Deutschland erreichte 2012 ein Volumen von insgesamt 170 Millionen Euro und stieg damit leicht um 1,45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bisher sind nur wenige deutsche Unternehmen vor Ort aktiv. 

Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Kosovo wurde in dem Gespräch mit dem kosovarischen Außenminister Enver Hoxhaj (3. v. l.) erörtert. Foto: Außenministerium der Republik Kosovo

Junge Führungskräfte diskutieren unter anderem mit EU-Kommissar Oettinger über die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen

Vom 7. bis 13. Oktober 2013 trafen sich 26 junge Führungskräfte aus Deutschland und Russland zu den 6. Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden. Das jährlich stattfindende Intensivseminar im Palais Biron wird vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt veranstaltet.

Diskutierte mit den Seminarteilnehmern die Rolle Russlands für die europäische Energieversorgung: EU-Kommissar Günther Oettinger.

Neuer Vorstand setzt auf engere Kooperationen mit der Wirtschaft 

Das Deutsch-Ukrainische Forum geht mit einer neuen, international profilierten Vorstands-Mannschaft in das 15. Jahr seines Bestehens: Am 1. Oktober 2013 wurde in Berlin Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, zum neuen Vorsitzenden des Forums gewählt. Der bisherige Vorsitzende, der CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Steinecke, war nicht wieder angetreten.

Wurde zum neuen Vorsitzenden des Deutsch-Ukrainischen Forums gewählt: Prof. Dr. Rainer Lindner.

6. Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden mit hochkarätigen Referenten 

Junge Führungskräfte diskutieren unter anderem mit EU-Kommissar Oettinger über die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen

Auf Einladung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt nehmen 26 junge Führungskräfte aus Deutschland und Russland vom 7. bis 13. Oktober 2013 an den 6. Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden teil. 

Ost-Ausschuss präsentiert erste Ergebnisse des Projekts „Energieeffiziente Stadt“ in der Westukraine

Das Thema kommunale Energieeffizienz steht vom 30. September bis zum 4. Oktober 2013 im Mittelpunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in der westukrainischen Stadt Zhovkva (Gebiet Lemberg). Zhovkva wurde Anfang 2012 für das Pilotprojekt „Energieeffiziente Stadt“ ausgewählt. Im Rahmen dieses vom Ost-Ausschuss und dem ukrainischen Präsidenten initiierten Projekts wird mit Hilfe deutscher Experten und Unternehmen geprüft, wie die kommunale Infrastruktur in der Ukraine energetisch saniert werden kann. Die für Zhovkva entwickelten Ansätze und Instrumente sollen, wenn sie sich bewähren, auf weitere Städte in der Ukraine übertragen werden.

Marktplatz der westukrainischen Stadt Zhovkva. Foto: Rumiantseva

Deutsche Werkzeugmaschinenbauer blicken positiv auf die Entwicklungen im Russland-Geschäft

Vom 16. bis 21. September 2013 fand in Hannover die 12. Werkzeugmaschinen-Weltausstellung „EMO 2013“ statt. Mit Alexey Savinskiy, Leiter der Kontaktstelle Mittelstand, war der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft vor Ort vertreten, um mit Unternehmen über deren weiteren Ausbau ihrer Russland-Geschäfte zu sprechen. Ebenso wurden mit dem Branchenverband „Vereinigung der Deutschen Werkzeug-maschinenfabriken“ (VDW) weitere Kooperationsmöglichkeiten mit russischen Unternehmen, Verbänden sowie staatlichen Institutionen besprochen. 

Geschäftsführer Rainer Lindner in Chișinău und Tiraspol 

Vom 16. bis 18. September 2013 reiste der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner zu Gesprächen nach Moldau, um sich über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage des Landes zu informieren. Moldau verhandelt derzeit ein Assoziierungs- und Freihandelsabkommen, das auf dem EU-Gipfel am 29. November im litauischen Vilnius paraphiert werden könnte. Gleichzeitig versucht Russland das Land für eine Mitgliedschaft in der Zollunion zu gewinnen. 

Die Aussichten für eine Integration Moldaus
in den EU-Binnenmarkt standen im
Mittelpunkt des Gespräches zwischen
Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer
Lindner (li,) und dem Präsidenten Moldaus
Nicolae Timofti.

Chancen für deutsche Unternehmen in Tadschikistan

Das gebirgige Tadschikistan ist kein großes Land, aber eines mit einem riesigen Energiepotenzial durch Wasserkraft. Fast vier Prozent des weltweiten hydroenergetischen Potenzials entfallen auf das zentralasiatische Land. Obwohl Tadschikistan davon derzeit nur einen Bruchteil nutzt, werden heute bereits 98 Prozent der Elektroenergie des Landes durch Wasserkraft erzeugt. 

Der Vorsitzende des Staatskomitees für Investitionen und Verwaltung des Staatseigentums Davlatali Saidov (links) tauschte sich mit deutschen Unternehmern zum Thema Energiewirtschaft aus.

Zahlen für das 1. Halbjahr 2013 enttäuschen / Handelskonflikte überschatten Russlands WTO-Mitgliedschaft

Der deutsche Handel mit den Ländern Osteuropas ging im ersten Halbjahr 2013 um ein Prozent zurück und verfehlte damit das Rekordniveau des Vorjahreszeitraums. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ausgewertet hat. Während die deutschen Exporte in die Region leicht um 0,4 Prozent sanken, gingen die Importe um 1,7 Prozent zurück. „Osteuropa zählte in den vergangenen Jahren zu unseren lukrativsten Wachstumsmärkten. Gemessen daran sind die aktuellen Einbußen ein Warnsignal“, sagte Ost-Ausschuss-Vorsitzender Eckhard Cordes.