Interview mit dem neuen Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms

Michael Harms ist seit 1. April 2016 neuer Geschäftsführer des Ost-Ausschusses. Zuvor war er acht Jahre lang Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK). Im Interview mit den Ost-Ausschuss-Informationen spricht Harms über die künftigen Aufgaben des Ost-Ausschusses, sein Fazit als AHK-Vorsitzender, die wirtschaftlichen Herausforderungen Osteuropas und verrät, was er an Berlin besonders schätzt.

Über 400 Teilnehmer aus 40 Ländern setzen ein deutliches Zeichen für internationale Zusammenarbeit

Mit einer Rede des früheren Bundeswirtschaftsministers und jetzigen Geschäftsführers des Weltwirtschaftsforums in Davos Philipp Rösler ging am Nachmittag des 19. April das 4.east forum Berlin zu Ende. Über 400 Teilnehmer aus 40 Ländern kamen am 18. und 19. April 2016 auf Einladung der UniCredit, des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der METRO GROUP zu dieser internationalen Wirtschaftskonferenz nach Berlin und sorgten für eine Rekordbeteiligung.

Unter dem Motto „An economic area in transition – Shaping the future between Europe and the East” bietet das 4. east forum Berlin am 18. und 19. April 2016 wieder über 300 Vertretern aus Wirtschaft und Politik eine Plattform zum Dialog über den gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. Das east forum Berlin verbindet sich in diesem Jahr mit den Aktivitäten anlässlich des deutschen OSZE-Vorsitzes. Ende Mai findet im Auswärtigen Amt unter dem Titel „Connectivity“ eine Wirtschaftskonferenz statt, auf die das east forum in diesem Jahr vorbereitet.. Außerdem wird 2016 der Blick auf China erweitert und die Bedeutung der chinesischen Seidenstraßen-Initiative „One Belt, One Road“ für die Wirtschaft diskutiert.

„Von der neuen Regierung in Kiew erwarten wir uns nach quälenden Wochen der Ungewissheit nun neuen Schwung für den Reformprozess in der Ukraine. Die Vorgängerregierung unter Premierminister Jatzenjuk hat in ihrer rund zweijährigen Amtszeit viele und wichtige Reformen angepackt. In den letzten Monaten konnte sie jedoch das nötige Tempo nicht mehr aufrechterhalten.

Keynotes u.a. von der ukrainischen Ex-Finanzministerin Natalie Jaresko, BDI-Präsident Ulrich Grillo und Davos-Geschäftsführer Philipp Rösler

Am 18. und 19. April findet das 4. east forum Berlin statt. Unter dem Motto „An economic area in transition – Shaping the future between Europe and the East” bietet diese internationale Konferenz wieder über 300 Vertretern aus über 30 Ländern eine Plattform zum Dialog über einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. In diesem Jahr wird der Blick zudem auf China erweitert und die Bedeutung der chinesischen Seidenstraßen-Initiative „One Belt, One Road“ für die Wirtschaft diskutiert.

Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms zum Referendum in den Niederlanden über das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine

„Es wäre falsch, das Referendum als Absage an die Reformbewegung in der Ukraine zu werten. Im Gegenteil: Die Skepsis in den Niederlanden am politischen System in der Ukraine sollte diejenigen nicht entmutigen, die sich dort für einen konsequenten Reformkurs, die Bekämpfung der Korruption und den Aufbau eines unabhängigen und transparenten Rechtssystems engagieren. Die Ukraine darf nicht scheitern, das ist eine Aufgabe für ganz Europa einschließlich Russlands.

Langjähriger deutscher Außenminister stirbt im Alter von 89 Jahren

24 Jahre ist es bereits her, dass Hans-Dietrich Genscher 1992 auf dem Höhepunkt seiner politischen Karriere das Amt des Bundesaußenministers abgab, das er zuvor 18 Jahre lang bekleidet hatte – länger als seine Vorgänger und bisherigen Nachfolger. Und doch ist Genscher bis zuletzt eine einflussreiche Person der deutschen Politik und die prägende Figur der deutschen Diplomatie geblieben. Noch im hohen Alter von 87 Jahren war er Ende 2013 an der überraschenden Ausreise Michail Chodorkowskis nach zehn Jahren Gefängnis nach Deutschland beteiligt. Mit der ihm eigenen diplomatischen Beharrlichkeit hatte er gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin immer wieder für eine Begnadigung geworben.

Ost-Ausschuss organisierte mit seinen Projektpartnern Diskussionsrunden zu Arbeitsbeziehungen und Insolvenzrecht

Gleich zwei Veranstaltungen in einer Woche hat der Ost-Ausschuss im März 2016 in Minsk durchgeführt. Der erste Runde Tisch widmete sich den Arbeitsbeziehungen, der zweite dem Insolvenzrecht.

Der erste Runde Tisch fand unter der Überschrift „Probleme und Praxis bei der Gestaltung von sozialen und Arbeitsbeziehungen“ statt und war dem wechselvollen Verhältnis zwischen dem Staat, den Arbeitgeberverbänden und den Gewerkschaften gewidmet. Mitorganisator von belarussischer Seite war der langjährige Projektpartner des Ost-Ausschusses, der Unternehmer- und Arbeitgeberverband „Professor Kunjawskij“, der sowohl Vertreter der belarussischen Regierung, als auch Verbandskollegen, Juristen und zahlreiche Mitgliedsunternehmen an den Runden Tisch eingeladen hatte. Von deutscher Seite nahmen Andre P.H. Müller von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie Mehrdad Payandeh vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) an der Veranstaltung teil.

4. east forum Berlin am 18. und 19. April 2016

Die wirtschaftliche Zukunft Europas, die chinesische Seidenstraßen-Initiative und die Wirtschaftsbeziehungen  zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion stehen im Mittelpunkt der Konferenz/ Keynotes u.a. von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, dem polnischen Außenminister Witold Waszczykowski und Davos-Geschäftsführer Philipp Rösler

Unter dem Titel „An economic area in transition – Shaping the future between Europe and the East” widmet sich das 4. east forum Berlin am 18. und 19. April 2016 den veränderten politischen und wirtschaftlichen Realitäten zwischen Lissabon und Wladiwostok und richtet hierbei den Blick auch über die Region hinaus. Die Konferenz knüpft in diesem Jahr an die Aktivitäten anlässlich des deutschen OSZE-Vorsitzes an. Im Mittelpunkt der Keynotes und der Panel-Diskussionen stehen die wirtschaftliche Zukunft Europas, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Wirtschaftsunion sowie die Chancen und Risiken der chinesischen Seidenstraßen-Initiative.

Wolfgang Büchele stellt sich beim Frühlingsempfang des Ost-Ausschusses als neuer Vorsitzender vor/ Cordes und Teyssen verabschiedet

Am 2. März 2016 fand im Berliner Hotel Adlon der diesjährige Frühlingsempfang des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft statt. Der neue Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele eröffnete den Abend. Gastredner war der Staatsekretär im Auswärtigen Amt Stephan Steinlein. Anschließend wurden der ehemalige Vorsitzende Eckhard Cordes und sein Stellvertreter Johannes Teyssen offiziell verabschiedet.