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Bulgarien

Stand: März 2013

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Dynamik der bulgarischen Wirtschaft schwächelte sich zu Beginn dieses Jahres merklich ab. Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für 2012 gesenkt. Demnach wird das BIP nur noch um 0,8 Prozent statt wie bislang erwartet um 1,3 Prozent zulegen. Ähnlich fällt auch die Wachstumsprognose der Bulgarischen Zentralbank aus - die Analysten gehen von 0,7 Prozent Wachstum aus. Hauptgrund für die Konjunkturabkühlung ist eine deutliche Verlangsamung des Exportwachstums. Der private Konsum entwickelt sich weiter zurückhaltend. Das dringlichste Problem bleibt die hohe Arbeitslosigkeit (12,4%). Dennoch konnte Bulgariens Außenhandel 2011 kräftig zulegen. Die Dynamik ließ jedoch bereits zum Jahresende 2011 nach. In den ersten Monaten 2012 gaben die Ausfuhren weiter nach.

Die schwere Krise beim südlichen Nachbarn Griechenland könnte jedoch dazu führen, dass sich zukünftig mehr griechische Firmen in Bulgarien niederlassen. Deutsche Unternehmen gehören weiterhin zu den wichtigsten Investoren. Das Land hat im EU-Vergleich die niedrigsten Löhne, einen festen Wechselkurs zum Euro und eine niedrige Körperschaft- (10%) und Einkommensteuer (10%). Die niedrigsten Steuersätze der EU bieten nicht zuletzt deshalb gute Investitionschancen im Infrastrukturbereich und im Energiesektor. Deutschland ist Bulgariens wichtigster Handelspartner, noch vor Russland und Italien. Das Handelsvolumen mit Deutschland erreichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2011 ein Niveau von knapp 4,5 Mrd. Euro, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2012 haben die deutschen Ausfuhren nach Bulgarien im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 um 20,7% zugenommen. Umgekehrt steigerte Bulgarien im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum seinen Warenabsatz nach Deutschland um 8,6%.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses

Am 18. Januar 2012 reiste der bulgarische Premierminister Boiko Borisov zu Gesprächen nach Berlin. Im Rahmen seines Besuches trafen Unternehmensvertreter unter Leitung des Vorsitzenden des Ost-Ausschusses Cordes zu einem Gespräch mit dem Premierminister zusammen. Ziel war es, sich über die aktuellen Herausforderungen der deutsch-bulgarischen Wirtschaftszusammenarbeit auszutauschen und bestehende Probleme zu diskutieren. In diesem Gespräch wie auch im Rahmen der Sitzung des Deutsch-Bulgarischen Kooperationsrates am 2. Februar 2012 konnten konkrete Unternehmensthemen und aktuelle Herausforderungen angesprochen werden. Der Kooperationsrat tagt unter Leitung der Wirtschaftsministerien der Länder und wird mit aktiver Unterstützung des Ost-Ausschusses organisiert, prominent vertreten durch den Sprecher des Arbeitskreises Südosteuropa und Geschäftsführer der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, Jens-Jürgen Böckel.

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Statistik

Präsident: Rossen Plewneliew
Regierungschef: Marin Rajkow Nikolow
Hauptstadt: Sofia

Bevölkerung, 2012: 7,3 Mio.
Nominales BIP, 2011: 38,5 Mrd Euro
BIP pro Kopf, 2011: 7307,7 US$

BIP-Wachstum, 2012: 0,8 % (Schätzung)
BIP-Wachstum, 2013: 1,4 % (Schätzung)
 

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus BG, 2012: 2,1 Mrd. Euro
Exporte nach BG, 2012: 2,7 Mrd. Euro

Quellen:
Auswärtiges Amt, CIA World Fact Book, Statistisches Bundesamt, EBRD.

BIP: Bruttoinlandsprodukt
 

Artikel

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