Höhere Erträge durch moderne Agrartechnik

18. Januar 2012

Ost-Ausschuss-Veranstaltungen auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 19. bis 21. Januar in Berlin

Vom 19. bis 21. Januar 2012 treffen sich in Berlin über 60 Landwirtschaftsminister mit ihren Delegationen sowie rund tausend Experten und Wirtschaftsvertreter zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), der politischen Auftaktveranstaltung zur Internationalen Grünen Woche. Das Leitthema des GFFA heißt in diesem Jahr „Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen“.

Die Welternährungslage bleibt angespannt. Von derzeit rund sieben Milliarden Menschen hungern nach Angaben der Food and Agricultural Organization (FAO) eine Milliarde Menschen. Die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit ausreichender Nahrung ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Wirtschaftliches Wachstum muss aber in Einklang stehen mit einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen. Dem sorgsamen Umgang mit Wasser und Boden muss dabei entscheidende Bedeutung beigemessen werden. Für die Agrar- und Ernährungswirtschaft resultieren daraus neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen. Insbesondere Osteuropa und Zentralasien werden durch Effizienzsteigerung einen entscheidenden Beitrag zu Sicherung der Welternährung leisten können.

„Das Potenzial Osteuropas und Zentralasiens bei der Erzeugung von hochwertigen und wettbewerbsfähigen Nahrungsmitteln ist nur zum Teil gehoben. Wir betrachten dies als großes Wachstumsfeld für die deutsche Agrarwirtschaft“, sagte Dr. Franz-Georg von Busse, Sprecher der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Bereits heute gehörten Russland, die Ukraine und Kasachstan zu den bedeutendsten Getreideexporteuren der Welt und kämen zusammengenommen auf  20 Prozent des globalen Getreideexports. Moderne Agrartechnik aus Deutschland könne den Ländern helfen, diese Position auszubauen und einen signifikanten Beitrag zur Sicherung der Welternährung zu leisten.

Aus diesem Grund beteiligt sich der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mit seiner AG Agrarwirtschaft auch in diesem Jahr mit hochkarätigen wirtschaftspolitischen Veranstaltungen am GFFA:

Am Donnerstag, den 19. Januar findet von 15 bis 17 Uhr die Veranstaltung „Modernisierungspartnerschaft Südosteuropa – Effizienz steigern, Ressourcen schonen! Perspektiven einer Kooperation zwischen Deutschland und Südosteuropa“ statt. Modernisierung, Innovation, sowie Transfer von Know-how und Technologie bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen sind hierbei Schlüsselbegriffe einer erfolgreichen Partnerschaft und somit einer nachhaltigen Entwicklung der Branche. Zu Beginn werden die Agrarminister Mazedoniens, Kroatiens und Serbiens erörtern, wie die politischen Rahmenbedingungen für eine Modernisierungspartnerschaft verbessert werden können. Im Anschluss diskutieren Unternehmensvertreter, über unternehmerische Strategien zur Intensivierung der Kooperation zwischen Deutschland und der Region. (ICC, Raum 8).

Am Freitag, den 20. Januar findet von 13 bis 15:30 Uhr das Regionalpodium Osteuropa und Zentralasien zum Thema „Agrarpolitik in Osteuropa im Spannungsfeld zwischen Modernisierung und Marktregulierung – Der Umgang mit Marktschwankungen und der Beitrag Osteuropas und Zentralasiens zur Sicherung der Welternährung“ statt. Die Landwirtschaftsminister Russlands und der Ukraine, sowie der kasachische Vizelandwirtschaftsminister werden gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern aus der Region über die Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Osteuropa und Zentralasien und den Umgang mit Marktschwankungen im Spannungsfeld zwischen Marktregulierung und Modernisierung diskutieren. Zunehmend gibt es Bestrebungen in der Region, mittel- bis langfristig die Wirtschafts- und Agrarpolitik durch Schaffung einer „Getreide-OPEC“  abzustimmen. Ein solcher Dreierverbund zwischen der Ukraine, Russland und Kasachstan würde zu einer Bündelung von etwa 20 Prozent des weltweiten Getreideexportes führen. Die globale Versorgungssicherheit darf dabei nicht auf der Strecke bleiben. Frau Bundesministerin Ilse Aigner wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen. Thomas Mirow, Präsident der EBRD wird den Eröffnungsvortrag halten. (ICC, Raum 3).

Am Samstag, den 21. Januar, findet um 15 Uhr in der Telekomrepräsentanz Berlin das hochrangig besetzte Internationale Wirtschaftspodium zum Thema „Food Security and Green Economy: Challenges and Chances” statt. Diskutiert werden Beispiele von führenden Unternehmen der Agrarwirtschaft, der  Ernährungsindustrie und des Lebensmittelhandels, die zukunftsweisend sind für neue, „grüne“ Wege des Wachstums. Über die Rolle der Agrar- und Ernährungswirtschaft und ihren Beitrag zur „Green Economy“ im Jahr der Rio+20- Konferenz diskutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und internationalen Organisationen.

José Graziano da Silva Generaldirektor, Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) wird die Veranstaltung mit einem Vortrag eröffnen. Als Key-Note-Redner und Diskutanten wirken mit: Shenggen Fan, Generaldirektor, International Food Policy Research Institute (IFPRI), Markwart von Pentz, Präsident der Landtechnik- und Turf Division, John Deere für Europa, CIS und Lateinamerika, Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher der KWS SAAT AG, Karl Friedrich Falkenberg, Generaldirektor, GD Umwelt, Europäische Kommission, Joachim Felker, Member of the Board of Executive Directors, K+S Group, Dr. Theo Freye, Sprecher der Geschäftsführung, Claas, Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz, WWF Deutschland, Hans-Jürgen Matern, Vice President, METRO AG, Simon Morris, Geschäftsführer, McCain Deutschland, Dr. Joachim Schneider, Senior Vice President of Growth and Strategy, Bayer CropScience AG und Hubert Weber, President Coffee, Kraft Foods Europe.

Im Anschluss an das Internationale Wirtschaftspodium lädt die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft ihre Gäste und die Delegationen des Berliner Agrarministergipfels zu einem Abendempfang ein. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist nur auf persönliche Einladung möglich.

Die Veranstaltung wird vom Global Forum for Food and Agriculture Berlin e.V. durchgeführt, den führende Organisationen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft im Dezember 2011 gegründet haben. Mit der Gründung unterstreicht die Branche ihr Engagement für die Verbesserung der globalen Nahrungsmittelversorgung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Die Gründungsmitglieder sind: die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, der Deutsche Bauernverband, die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Anmeldemöglichkeiten siehe: www.gffa-berlin.de