Deutschlandjahr in Russland eröffnet

21. Juni 2012

Ost-Ausschuss koordiniert Beteiligung der Wirtschaft / Business-Lunch auf dem St. Petersburg International Economic Forum 
 
Am Mittwoch, den 20. Juni, wurde in Moskau in Anwesenheit des russischen Kulturministers Wladimir Medinski und der deutschen Staatsministerin Cornelia Piper das Deutschlandjahr in Russland eröffnet. Es steht unter dem Motto „Deutschland und Russland – Gemeinsam die Zukunft gestalten“. Die Projektleitung des Deutschlandjahres liegt beim Goethe-Institut, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert als stellvertretender Projektleiter die Beteiligung der Wirtschaft.

 Das Engagement der deutschen Wirtschaft besteht neben der finanziellen Unterstützung zahlreicher Kulturprojekte auch aus einer eigenen Veranstaltungsreihe in Moskau und St. Petersburg zum Thema „City Solutions – Urbane Lösungen“, die im November beginnen wird. Präsentiert werden hier unter Beteiligung deutscher Firmen Lösungen für Großstädte in den Bereichen Mobilität und Infrastruktur, Städtebau und Architektur sowie Umwelt und Klima. Aktuelle Hinweise zu den Veranstaltungen des Deutschlandjahrs in Russland gibt es auf folgender Website.
 
Der Auftakt des Deutschlandjahres wurde den kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewidmet: Erster Höhepunkt war am 20. Juni in Moskau die Ausstellung „Russen und Deutsche – 1000 Jahre Geschichte, Kunst und Kultur“. Diese Ausstellung, die später auch in Berlin gezeigt wird, wurde unter anderem mit erheblichen finanziellen Mitteln der E.ON Ruhrgas AG ermöglicht. Dr. Bernhard Reutersberg, Vorstandsmitglied der E.ON AG und Russland-Sprecher des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, nahm an der Eröffnung teil. Am selben Abend fand in Moskau ein Eröffnungskonzert zum Deutschlandjahr statt, an dem 1.800 hochrangige Gäste aus beiden Ländern teilnahmen . Das von dem Spezialchemiekonzern Lanxess initiierte Young Euro Classic Orchester trat im Moskauer Tschaikowski-Konservatorium auf. Das Orchester mit 76 hochtalentierten Musikstudenten der Berliner Universität der Künste und des Moskauer Tschaikowski-Konservatoriums wurde speziell für die Auftaktveranstaltung gegründet. Die Laxess AG ist wie auch die E.ON AG Mitglied im Ost-Ausschuss.

St. Petersburg International Economic Forum

In Anbetracht terminlicher Überschneidungen gab es bei der Eröffnung des Deutschlandjahres eine Aufgabenteilung zwischen dem Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes und dem Russland-Sprecher des Ost-Ausschusses Bernhard Reutersberg. Während Reutersberg an der Eröffnung des Deutschlandjahres teilnahm, reiste Cordes nach St. Petersburg, um am St. Petersburg International Economic Forum mitzuwirken. Die Terminüberschneidung hatte letztlich auch dazu geführt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nicht an der Eröffnung des Deutschlandjahres in Moskau teilnehmen konnte.
 
In St. Petersburg eröffnete Eckhard Cordes am Mittag des 21. Juni ein Businesslunch, zu dem der Ost-Ausschuss zusammen mit der Daimler AG eingeladen hatte und an dem 35 Vorstandsvorsitzende und Vorstandsmitglieder großer deutscher und russischer Konzerne sowie Vertreter der russischen Regierung teilnahmen. Außerdem beteiligte sich der Ost-Ausschuss-Vorsitzende an einer Podiumsdiskussion.
 
Der Ost-Ausschuss und die deutsche Wirtschaft engagieren sich seit Jahren stark für Russland und finanzieren beispielsweise allein die Stiftung-Deutsch-Russischer Jugendaustausch mit weit über drei Millionen Euro. Bereits jetzt beläuft sich das zusätzliche Engagement der deutschen Wirtschaft für das Deutschlandjahr auf weitere zwei Millionen Euro.
 
Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen sind aktuell so gut wie noch nie: Im zurückliegenden Jahr stieg das Handelsvolumen auf ein Allzeit-Hoch von 75 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2012 wurde erneut ein Handelszuwachs von 16 Prozent erzielt.
 
Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft wird im Oktober 2012 in Berlin seinen 60. Geburtstag feiern. Neben der Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissar Günther Oettinger wird dabei auch die Russische Föderation hochrangig vertreten sein.