Kooperationsprojekt mit belarussischen Wirtschaftsverbänden
In Belarus fördert der Ost-Ausschuss innerhalb des Kooperationsprojektes mit belarussischen Wirtschaftsverbänden den Fach- und Erfahrungsaustausch zwischen der deutschen und belarussischen Wirtschaft sowie die Stärkung der belarussischen Unternehmerverbände. Ziel des Projekts ist die Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen in Belarus. Dazu sollen die belarussischen Unternehmerverbände in der Lage versetzt werden, ihre Rolle als relevante wirtschaftspolitische Akteure wahrzunehmen und aktiv an der Politikformulierung zu partizipieren. Das Projekt wird mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.
Eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung in Belarus liegt im Interesse Deutschlands und der Europäischen Union, deren direkter Nachbar das Land seit der Osterweiterung 2004 ist. Dieses Interesse ist nicht nur sicherheitspolitisch, sondern vor allem auch wirtschaftspolitisch begründet: Über belarussisches Territorium verlaufen die kürzesten Transitrouten für den EU-Russland Handel. Seit einigen Jahren registriert der Ost-Ausschuss ein zunehmendes Interesse der deutschen Wirtschaft an Belarus als Produktionsort, dessen Attraktivität auch durch das relativ hohe Bildungsniveau insbesondere in technischen Berufen erhöht wird. Eine positive Rolle spielt auch die begonnene politische und wirtschaftliche Liberalisierung des Landes, die mit der Wiederannäherung an die Europäische Union einhergeht. Letztere gipfelte in der Aufnahme von Belarus in das Programm „Östliche Partnerschaft“ im Mai 2009.
Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Integration in den europäischen Markt bei gleichzeitiger Annäherung von Belarus an westeuropäische Standards.
Das Projekt konzentriert sich vor allem auf:
• Institutionalisierung eines Fachdialogs zwischen den deutschen und belarussischen Verbänden,
• Unterstützung der Interessenvertretungen der belarussischen Unternehmen,
• Herstellung von Kontakten belarussischer Unternehmen mit potenziellen Partnern aus Europa und speziell Deutschland,
• Informationsaustausch über die wirtschaftliche Lage beider Länder.
Das Projekt organisiert Rundtischgespräche, Seminare und Konferenzen sowie Unternehmerreisen.

Kontakt
Jelena Granovskaja
Tel.: 030 2061 - 67118
Fax: 030 2028 - 2589
J.Granovskaja@bdi.eu

