Mazedonien

Als damals erstes Land auf dem Balkan hatte Mazedonien im Jahr 2001 ein  Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU geschlossen. Im Dezember 2005 sprach Brüssel der Republik den Mitglieds-Kandidatenstatus zu. Derzeit prüft die EU-Kommission ob Verhandlungen über eine Mitgliedschaft aufgenommen werden können. Als ein Haupthindernis gilt der ungelöste Streit mit Griechenland über den Namen Mazedonien. Dieser blockiert gegenwärtig auch einen Beitritt Mazedoniens zur Nato.

Im Doing-Business-Report 2009 der Weltbank – der die Bedingungen für die Gründung eines Geschäfts in 183 Ländern untersuchte - konnte sich Mazedonien auf Rang 32 verbessern (Deutschland: Rang 25). Und in der Liste der Länder, die 2008 die größten Reformfortschritte machten, konnte Mazedonien sogar einen Platz unter den ersten Zehn erreichen. Erwähnenswert ist insbesondere die die Einführung einer Flat-Tax, die die Sätze für Einkommens- und Gewinnsteuern auf zehn Prozent reduziert und Mazedonien zu einem Land mit den niedrigsten Steuern in Europa macht. Bis 2011 sollen die Sozialabgaben weiter reduziert werden. Zölle für Importe aus der EU sollen bis dahin ganz entfallen. Das mazedonische Rechtssystem orientiert sich in großen Teilen an dem deutschen Rechtssystem.

Konkrete Betätigungsfelder für deutsche Investoren gibt es aktuell bei der Entwicklung von Wasserkraftwerken. Für Investoren werden der Verzicht auf die Einkommens- und Mehrwertsteuer für die nächsten zehn Jahre sowie Pachtverträge mit einer Laufzeit von 99 Jahren in Aussicht gestellt.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses:

Der Ost-Ausschuss unterstützt im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Mazedonien. Am 15. September 2009 gab der Ost-Ausschuss ein Essen zu Ehren des mazedonischen Präsidenten Gjorge Ivanov in Berlin.
Im ersten Halbjahr 2009 führte der Ost-Ausschuss zudem in Kooperation mit der GTZ eine Umfrage unter deutschen Unternehmen in Mazedonien durch, um das Investitionspotenzial Mazedoniens zu untersuchen. 

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Statistik

Staatsoberhaupt: Gjorge Ivanov
Regierungschef: Nikola Gruevski
Hauptstadt: Skopje
 
Bevölkerung, 2009: 2,0 Mio.
BIP, 2008: 9,6 Mrd. USD
BIP pro Kopf (KKP), 2008: 9000 USD
BIP-Wachstum, 2008: 4,6%
 
Bilateraler Handel mit Deutschland
Importe aus MK, 2009: 354,7 Mio. Euro
Exporte nach MK, 2009: 404,2 Mio. Euro
 
Quellen:
Auswärtiges Amt, CIA World Fact Book,
Statistisches Jahrbuch
BIP: Bruttoinlandsprodukt
KKP: Kaufkraftparität