Moldau

Stand: Juli 2009.

Moldau ist bislang wenig in internationale Finanzmärkte integriert. Die globale Wirtschaftskrise hat dennoch Auswirkungen auf das Land. So sanken die Überweisungen der moldauischen Diaspora in Westeuropa um etwa 30 Prozent. Vor allem aus Russland kehrten viele Arbeitskräfte nach Moldau zurück. Nach Schätzungen des IWF haben Rücküberweisungen einen Anteil von etwa 30 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Zudem war im ersten Quartal 2009 ein Einbruch der Industrieproduktion um 25 Prozent zu verzeichnen. 

Anfang Mai 2009 wurde Moldau zusammen mit fünf anderen Ländern ins EU-Programm „Östliche Partnerschaft“ aufgenommen, was dem jungen Land zusätzliche Stabilität verleiht. Deutschland konnte 2008 den Wert seiner Ausfuhren nach Moldau um 16 Prozent auf 315 Millionen Euro steigern, die Importe sanken um 23 Prozent auf 111 Millionen Euro.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Sequa gGmbH führt der Ost-Ausschuss ein Verbandsberatungsprojekt in der Republik Moldau durch. Ziel des Projekts ist es, die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen in Moldau zu verbessern, die Leistungsfähigkeit ihrer Vertretungsorganisationen zu erhöhen und die deutsch-moldauischen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken. Partner vor Ort sind die Handels- und Industriekammer der Republik Moldau (HIK) und die Nationale Konföderation der Arbeitgeberverbände der Republik Moldau (CNPM).

Das Projekt wird vorrangig durch Know-How-Transfer im Rahmen von Seminaren zur professionellen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zu Aspekten von Tarifverhandlungen und des bilateralen Handels mit Deutschland, zur Stärkung und Professionalisierung von Verbandsstrukturen sowie zur Finanzierung von Unternehmen umgesetzt.
Daneben konnte mit Unterstützung des Partnerschaftsprojektes bei der Handels- und Industriekammer ein Weiterbildungszentrum etabliert werden, das als Dienstleister für moldauische und internationale Unternehmen an Akzeptanz gewinnt und stetig ausgebaut wird. Die CNPM konnte ihre Stellung als wesentlicher Ansprechpartner von Regierungsinstitutionen für Fragen der Tarifpolitik festigen und entwickelt derzeit Impulse für eine Wachstumsstrategie.

In Deutschland organisiert der Ost-Ausschuss regelmäßig bilaterale Wirtschaftsforen, die mit hochrangingen Vertertern aus Politik und Wirtschaft beider Länder besetzt sind. Gemeinsam mit den Partnern werden daneben Delegationsreisen mit thematischen Schwerpunkten organisiert. 

 

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Statistik

Präsident: Mihai Ghimpu (Interim)
Regierungschef: Vlad Filat
Hauptstadt: Chisinau

Bevölkerung, 2009: 4,3 Mio.
BIP, 2008: 6,2 Mrd. USD
BIP pro Kopf (KKP), 2008: 2.500 USD
BIP-Wachstum, 2008: 7,3%

Bilateraler Handel mit Deutschland:
Importe aus MD, 2009: 79,1 Mio. Euro
Exporte nach MD, 2009: 216,3 Mio. Euro

Quellen:
Auswärtiges Amt, CIA World Fact Book, Statistisches Bundesamt.

BIP: Bruttoinlandsprodukt
KKP: Kaufkraftparität
 

Artikel

Partnerschaftsprojekt Moldau: Die bilaterale Zusammenarbeit stärken