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Ost-Ausschuss auf der IFAT Entsorga 2012

7. Mai 2012

Russlands Regionen und die Republik Moldau im Fokus von Veranstaltungen

In Zusammenarbeit mit der Messe München GmbH und der Plattform Euroruss e.V. veranstaltete der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft das Forum „Investieren in den Russischen Regionen“ im Rahmen der IFAT Entsorga 2012. Die IFAT Entsorga ist die Weltleitmesse für Wasser und Abwasser, Energieeffizienz und Rohstoffe.

Mit rund hundert Teilnehmern, von denen über die Hälfte den Weg aus der Russischen Föderation nach München gefunden hatte, konnten die wichtigsten Themen in diesem Bereich detailliert diskutiert werden.

Besonders im Bereich Umwelttechnik wurden in den vergangenen Jahren in der Russischen Föderation verschiedene Prozesse angestoßen. Das Thema der Wasserver- und Wasserentsorgung nimmt dabei einen ganz wesentlichen Platz ein. Die Russische Föderation steht hier in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen, was nicht zuletzt die Zahlen der Strategie „Reines Wasser“ belegen. Die dort beschriebenen Vorhaben werden, wenn sie bis 2020 umgesetzt sind, die Versorgungsinfrastruktur auf ein anderes qualitatives Niveau heben.

Viele Milliarden Euro werden aus dem Staatshaushalt der Russischen Föderation investiert. Kleinere Teile sollen aus den Budgets der Regionen finanziert werden. Daneben wird privates Engagement in der Strategie explizit gefordert. Auch dieses Thema wurde in den Beiträgen ausführlich reflektiert und fachkompetent besprochen, denn nur das Know-how erfahrener Unternehmen kann den Projekten im Umweltbereich positive Dynamik verleihen. 

Die deutsch-russische Modernisierungspartnerschaft hat das Ziel, das enorme Potenzial einer engen deutsch-russischen Zusammenarbeit noch besser zu nutzen. Im Bereich der Energiebeziehungen, die für die Wirtschaft beider Länder von enormer Bedeutung sind, wurde dazu die Russisch-Deutsche Energie-Agentur Rudea gegründet. Mit der Strategie „Sauberes Wasser“ eröffnet sich die große Chance, auch den Bereich der Versorgungsinfrastruktur im Bereich Wasserver- und -entsorgung in die Modernisierungspartnerschaft weiter zu integrieren.

Moldauischer Vize-Umweltminister in München 

Auch in der Republik Moldau haben sich besonders in den vergangenen zwei Jahren interessante Entwicklungen im Bereich Umwelttechnologien ergeben. Insgesamt stehen rund 90 Millionen Euro für Rehabilitierungsmaßnahmen und andere konkrete Projekte in diesen Bereichen zur Verfügung. Parallel werden derzeit Fazilitäten zur Stimulierung ländlicher Räume entwickelt. Eine zentrale Rolle sollen dabei die im Jahr 2010 gegründeten „Regionalentwicklungs-Agenturen“ (ADR) einnehmen.

Vor diesem Hintergrund hielt sich eine sechsköpfige Delegation unter Leitung von Rodion Bajureanu, Vize-Umweltminister der Republik Moldau, im Rahmen der IFAT Entsorga zu Gesprächen in München auf. Durch die Zusammenstellung der Delegation aus Vertretern der Verwaltung und Unternehmensvertretern wurde ein hoher Grad an fachlicher Expertise erreicht. Neben Treffen mit Unternehmen auf dem Messegelände stand auch ein Treffen mit dem Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil, der Geschäftsführung der Messe München und bayerischen Experten aus den Bereichen Wasserwirtschaft und Regionalentwicklung auf dem Besuchsprogramm der Delegation, die sich zwischen dem 6. und 9. Mai 2012 in Deutschland aufhielt.

Stefan Kägebein
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Rund 125.000 Besucher aus 180 Ländern strömten zu der Weltleitmesse für Wasser und Abwasser, Energieeffizienz und Rohstoffe.
Foto: Messe München GmbH
Rund 125.000 Besucher aus 180 Ländern strömten zu der Weltleitmesse für Wasser und Abwasser, Energieeffizienz und Rohstoffe. Foto: Messe München GmbH

Stefan Kägebein

Tel.: 030 2028-1647
S.Kaegebein@bdi.eu