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Ost-Ausschuss und EBRD im Dialog

22. März 2012

Austausch mit Tradition
Fast 30 Unternehmensvertreter folgten am 22. März 2012 der Einladung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum bereits traditionellen Gespräch mit dem Präsidenten der European Bank for Reconstruction and Development  (EBRD), Dr. Thomas Mirow. Ziel war es, die aktuellen Entwicklungen in der Region zu diskutieren, mögliche Kooperationen zu identifizieren und die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zu aktuellen Prioritäten der EBRD zu nutzen. 

Der Ost-Ausschuss und EBRD pflegen den intensiven Dialog seit vielen Jahren, Grundlage dafür sei, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes, dass Ost-Ausschuss und EBRD in Mittel- und Osteuropa gleiche Ziele verfolgen. „Es geht uns um den Aufbau stabiler Marktwirtschaften, um die Förderung des Mittelstandes, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmensaktivitäten und ganz grundsätzlich um die Förderung lokaler Investitionen“, erklärte Cordes. 

Die Länder Mittel- und Osteuropas stehen vielfach noch immer vor den Herausforderungen, die die Wirtschafts- und Finanzkrise mit sich brachte, wenngleich eine Erholung sichtbar ist. Osteuropa war 2011 ein wichtiger Wachstumsmotor für die deutsche Exportwirtschaft. Während die deutschen Exporte im vergangenen Jahr insgesamt um elf Prozent zunahmen, stiegen die Ausfuhren in die Region zwischen Prag und Wladiwostok um über 18 Prozent. Insgesamt nahmen die Länder der Region deutsche Waren im Wert von 172 Milliarden Euro ab. Für 2012 werde allgemein eine Abschwächung des Exportwachstums erwartet, die sich zum einen mit der wirtschaftlich schwierigen Lage im Euro-Raum erklären lasse und zum anderen mit der Abschwächung der Nachholeffekte der Krise 2009. Aktuell gehe man, so Cordes, von einem Exportwachstum insgesamt zwischen drei und sechs Prozent aus. Für Osteuropa ist der Ost-Ausschuss optimistisch, auch in 2012 ein zweistelliges Plus im Handel verzeichnen zu können.

Im Anschluss an die Einführung durch Dr. Mirow nutzten die Unternehmensvertreter die Gelegenheit zum Austausch mit dem Präsidenten und anwesenden Experten der EBRD zu aktuellen Unternehmensprojekten und Bewertungen politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen in den Ländern. In einem Fachgespräch, zu dem die Unternehmensvertreter im Vorfeld des Essens eingeladen waren, gaben Holger Münt, Direktor des "Operations Committee Secretariats” und Thomas Maier, Managing Director für Infrastruktur, einen Überblick über EBRD Produkte und Unterstützung deutscher Investitionen in  der Region. Ergänzt wurde dieser Überblick um eine Analyse der russischen Regionen als Standorte für ausländische Investitionen aus Sicht der EBRD, die durch die Russland-Direktorin Natascha Chanjenkowa und den Managing Director of Industry, Commerce and Agribusiness, Alain Pilloux, vorgetragen wurde. Auch nach dem Essen standen die Vertreter der EBRD den Unternehmensvertretern für Einzelgespräche zur Verfügung.

Anja Quiring
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

 

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