Partnerschaftsprojekt des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft mit Einrichtungen der moldauischen Wirtschaft
In den vergangenen Jahren hat sich die Republik Moldau wirtschaftlich und politisch sukzessive der Europäischen Union angenähert. Mit dem EU-Beitritt Rumäniens am 1.1.2007 hat sich dieser Trend weiter verstärkt. Damit einher geht das erklärte Ziel der moldauischen Regierung, die Beziehungen Moldaus zur Staatengemeinschaft zu intensivieren. Diese Annäherung schließt die Reformbemühungen der Regierung in den letzten Jahren ein. Vielversprechend sind auch die Ergebnisse der bisherigen Reformen: abnehmende Inflationsraten, positive Wachstumsraten, relativ stabile Währung, weithin abgeschlossene Privatisierung.
Vor diesem Hintergrund ist es für die moldauische Wirtschaft, besonders für kleine und mittelständische Unternehmen, die eine Schlüsselrolle im Land einnehmen, wichtig, sich schrittweise an europäische Standards anzupassen. Für Unternehmen und deren Vertretungsinstitutionen ist dabei die enge Zusammenarbeit mit europäischen Wirtschaftspartnern von zentraler Bedeutung. Dazu zählt auch der fachliche Austausch zwischen deutschen und moldauischen Praktikern, Entscheidern und Experten, der zu vertieften Kontakten von Unternehmen und Verbänden beider Länder führt.
Ziele
Mit dem Partnerschaftsprogramm werden in diesem Sinn nachhaltig verbesserte Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen in Moldau angestrebt. Grundlage dafür sind leistungsfähige Vertreterorganisationen des KMU-Sektors sowie qualitativ und quantitativ vertiefte Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Moldau.
Durch die gezielte Förderung von Kammer- und Verbandsstrukturen sollen im Rahmen des Projekts ein sich selbst tragendes und bedarfsgerechtes Dienstleistungsangebot der Vertretungsorganisationen etabliert,
effektiv arbeitende Interessenvertretungsstrukturen für KMU gegenüber staatlichen Institutionen geschaffen sowie ein verbesserter Zugang moldauischer Unternehmen zum EU-Markt und vertiefte deutsch-moldauische Geschäftsbeziehungen gefördert werden.
Durch die Projektaktivitäten wird die deutsch-moldauische Verbandszusammenarbeit gestärkt, Kontakte moldauischer Unternehmen mit potenziellen Partnern angebahnt und Information über die deutsche und moldauische Wirtschaft verbreitet. Weiterhin werden Foren und deutsch-moldauische Wirtschaftskonferenzen organisiert sowie die Interessenvertretungen moldauischer Unternehmer organisatorisch und inhaltlich unterstützt.
Partnerorganisationen in Moldau sind die Handels- und Industriekammer (HIK) der Republik Moldau sowie die Nationale Konföderation der Arbeitgeber (CNPM).
Finanziert wird das Partnerschaftsprojekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Projekt wird inzwischen in der zweiten Hauptphase, bis November 2010, weitergeführt.
Für die Koordination des Projektes vor Ort wurde im Frühjahr 2005 ein Projektbüro in Chisinau eingerichtet.

Kontakt
Stefan Kägebein
Telefon: 030 2028 -1647
Fax: 030 2028 - 2647
S.Kaegebein@bdi.eu
Artikel
Partnerschaftsprojekt Moldau: Die bilaterale Zusammenarbeit stärken

