Rumänien

Stand: Oktober 2015

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union (EU) und mit knapp 20 Millionen Einwohnern der siebtgrößte Mitgliedstaat der Union.

Wirtschaftliche Entwicklung

Bis zum Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise war Rumänien eines der Länder in Europa mit dem höchsten Wirtschaftswachstum. Die schnelle Entwicklung Rumäniens war unter anderem auf ausländische Direktinvestitionen infolge des EU-Beitritts 2007 zurückzuführen. 2014 wuchs Rumäniens Wirtschaft um 2,8 Prozent, getragen durch steigenden Binnenkonsum und positive Entwicklungen in der Landwirtschaft, dem Dienstleistungssektor und der Industrie. Dennoch sank die Arbeitslosigkeit nur geringfügig. Öffentliche Investitionen in die Infrastruktur sowie wichtige Strukturreformen stagnierten.

2014 soll das Bruttoinlandsprodukt etwas stärker expandieren: Die EBRD rechnet mit einem realen Plus von drei Prozent, der IWF in seiner jüngsten Schätzung sogar mit 3,4 Prozent. Der Anstieg der Realeinkommen, gestützt durch nominale Lohnerhöhungen und die Preisstabilität lässt eine Belebung des privaten Konsums erwarten. Besonders die Investitionen sollen aber an Dynamik gewinnen, die aus dem nationalen Budget und aus EU-Mitteln finanziert werden sollen. Diese ist vor allem mit einer erhofften besseren Abschöpfung von EU-Mitteln für Infrastruktur- und andere Investitionen in der Förderperiode 2014 bis 2020 verbunden. Die beschlossenen EU-Förderungen für Rumänien belaufen sich in diesem Zeitraum auf fast 43 Milliarden Euro.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Der deutsche Warenaustausch mit Rumänien übertraf im Jahr 2014 erstmals die 20-Milliarden-Euro-Marke. Mit 20,8 Milliarden Euro lag das Handelsvolumen mit Deutschland fast elf Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei legten die deutschen Ausfuhren - vor allem Kfz- und Kfz-Teile, Maschinen und Elektrotechnik und chemische Erzeugnisse - um elf Prozent auf 10,7 Milliarden Euro zu, die deutschen Einfuhren aus Rumänien kletterten ebenfalls um elf Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Deutschland bezieht aus Rumänien vor allem Elektrotechnik, Kfz- und Kfz-Teile sowie Maschinen. Die Bundesrepublik ist unverändert der wichtigste Handelspartner Rumäniens: Knapp ein Fünftel seines Außenhandels wickelt Rumänien mit Deutschland ab. Bis Ende 2013 haben deutsche Unternehmen zudem über 6,8 Milliarden Euro in Rumänien investiert.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses

Der Ost-Ausschuss nutzte im März 2015 die Gelegenheit für einen Antrittsbesuch und weitere Gespräche zur Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten beim neuen rumänischen Präsidenten Klaus Johannis.