Russische Föderation
- Wirtschaftsentwicklung
- Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland
- Chancen, Risiken und Ausblick
- Positionen der Deutschen Wirtschaft
- Aktivitäten des Ost-Ausschusses
- Geschäftsklima-Index Russland
Die Wirtschaftslage in Russland hat sich seit Anfang 2009 stark verschlechtert. Im Zeitraum Januar bis April 2009 sank die Industrieproduktion um 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1998. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken um 15,8 Prozent, die Reallöhne um 1,4 Prozent. Die Inflationsrate ist mit 13,6 Prozent weiterhin sehr hoch. Insgesamt sank das BIP im Zeitraum Januar bis März 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent.Der Wert der russischen Exporte ging im Zeitraum Januar bis März insgesamt um 47,6 Prozent zurück, der Wert der Importe sank um 39 Prozent. Russland verzeichnet weiterhin hohe Kapitalabflüsse. Die Weltbank befürchtet für 2009 einen Abfluss von 170 Milliarden Dollar (2008: 130 Milliarden Dollar).
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise traf nach einiger Verzögerung Russland vor allem über zwei Kanäle: Der Verfall der Rohstoffpreise und ein großer Kapitalabfluss, der noch durch die Kaukasus-Krise beschleunigt wurde, verursachten einen Wertverfall des Rubel um rund 35 Prozent zum Dollar bis Ende 2008. Der Kurs hat sich inzwischen stabilisieren können. Am Aktienmarkt verlor der Leitindex RTS von Mai bis Ende 2008 78 Prozent; insgesamt wurden dadurch Werte in Höhe von 700 Milliarden Dollar vernichtet. Seit Jahresbeginn 2009 hat sich auch der Aktienmarkt wieder erholt. Bezogen auf Branchen leiden in Russland derzeit vor allem die Bauindustrie und die Automobilindustrie. In den ersten fünf Monaten 2009 sanken die Verkäufe von Neuwagen um 47 Prozent. Der WTO-Beitritt Russlands als einzelner Staat wurde Anfang Juni nach 16 Jahre andauernden Verhandlungen abgebrochen, da Russland zunächst mit Weißrussland und Kasachstan zum 1. Januar 2010 eine Zollunion anstrebt, dem ein gemeinsamer Beitritt zur WTO folgen soll. Noch beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg Anfang Juni hatte die russische Wirtschaftsministerin Elvira Nabiullina allerdings einen raschen Beitritt zur WTO in Aussicht gestellt. Die USA und die EU hatten sich zuvor deutlich für die russische Aufnahme ausgesprochen und Unterstützung signalisiert. Neue Verhandlungen mit dem Drei-Staaten-Bündnis als einzelnes Zollgebiet könnten, wie Beobachter meinen, diesen Prozess um mehrere Jahre bremsen.
Wirtschaftbeziehungen zu Deutschland
1. Handel
Die Russische Föderation war 2008 vor Polen der wichtigste deutsche Handelspartner in Mittel- und Osteuropa. Der Handelsumsatz überschritt 68 Milliarden Euro. Die deutschen Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Prozent und erreichten einen Wert von 32,3 Milliarden Euro. Damit war Russland als Exportmarkt annähernd so wichtig wie China (34 Mrd. Euro). Wichtigste deutsche Exportgüter waren Maschinen und Anlagen, Kraftfahrzeuge, Elektrotechnik und chemische Erzeugnisse. Die deutschen Importe hatten einen Wert von 35,9 Milliarden Euro und bestanden zu 80 Prozent aus Rohöl, Erdgas und Stahl. Deutschland bezieht 34 Prozent seiner Ölimporte und 41 Prozent seiner Gasimporte aus Russland.
Im Januar 2009 umfassten die deutschen Importe aus der Russischen Föderation zwei Milliarden Euro, das waren 19,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte lagen mit 1,59 Milliarden Euro 32,6 Prozent niedriger als noch im Januar 2009. Das gesamte Handelsvolumen umfasste im Januar 2009 demzufolge 3,6 Milliarden Euro.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt der Bereich Agrarwirtschaft. Russland verfügt mit 120 Mio. ha über einen Anteil von 9 Prozent an den weltweiten Ackerflächen (bei nur 2 Prozent Anteil an der Weltbevölkerung) und kann einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten. Diesen Anspruch kann aber die russische Landwirtschaft zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfüllen, da zum einen moderne Agrartechnologien nicht im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen bzw. aufgrund von Defiziten in der Aus- und Weiterbildung nicht effizient eingesetzt werden können. Zahlreiche deutsche Unternehmen aus dem Bereich Agrartechnologien (u.a. Saatgut, Landtechnik, Pflanzenschutz) engagieren sich seit vielen Jahren in Russland. Bereits jetzt ist Russland für deutsche landwirtschaftliche Güter der wichtigste Auslandsmarkt außerhalb der EU.
2. Investitionen
Über 6000 deutsche Unternehmen sind mittlerweile in Russland registriert. Bis Ende 2008 hatten deutsche Unternehmen nach russischen Angaben 17,4 Milliarden US-Dollar in Russland investiert, davon 7,3 Milliarden Dollar direkt. Diese Zahl ist aber sehr ungenau, da viele deutsche Investitionen über Drittländer wie Österreich oder die Niederlande nach Russland laufen. Das eigentliche Volumen dürfte deutlich darüber liegen. Nach russischen Angaben sank die Zahl der deutschen Gesamtinvestitionen zum Ende des 1. Quartals 2009 auf 15,2 Milliarden Dollar (6,13 Milliarden Direktinvestitionen). Insgesamt floss im Jahr 2008 Kapital in Höhe von 129,9 Milliarden Dollar aus Russland ab. Seit Jahresbeginn 2009 haben Firmen wie Henkel, Lanxess und Siemens ihre Russlandaktivitäten ausgeweitet oder neu gestartet (Lanxess). EON gelang der Einstieg beim Gasfeld Juschnoe Russkoje mit 25 Prozent im Tausch gegen 3 Prozent seiner Gazprom-Anteile. Siemens hat ein Joint Venture mit dem russischen Frachtlokomotiven-Hersteller OJSC Sinara Transport Machines geschlossen, um jährlich 100 Lokomotiven für Russland zu bauen. VW will mehr als zehn Fahrzeugmodelle, darunter auch Audi, in Kaluga montieren, um das dortige Werk auszulasten. REWE expandiert weiter in Russland, hat dort schon 2800 Mitarbeiter und will bis Ende 2009 800 weitere einstellen.
Chancen:
Die Wirtschaftskrise hat Russland vor Augen geführt, dass es mehr in die Weltwirtschaft integriert ist, als gedacht und dass die Krise nur durch eine Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit überwunden werden kann. Durch die Krise eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten, Russland stärker ins internationale Netzwerk zu integrieren. Präsident Medwedew hat Angebote wie eine internationale Sicherheitsarchitektur oder die Verhandlung einer neuen Energiecharta gemacht – Antworten darauf stehen noch aus.
Medwedew setzt auch Akzente in Richtung eines Umbaus der russischen Wirtschaft, weg von staatlich kontrollierten Großstrukturen. Im Mittelpunkt stehen hier die Diversifizierung der Wirtschaft und die Förderung des Mittelstandes. In der Konsequenz hat Medwedew eine „Kommission zur Modernisierung und technologischen Entwicklung der Wirtschaft“ eingesetzt, die von ihm persönlich geleitet wird. Besonders sollen neue Technologien wie Energieeffizienz, Biotechnologie und verschiedene „grüne“ Technologien gefördert werden.Der russische Ministerpräsident Putin hat zudem angekündigt, die Geschäftsbedingungen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Russland zu verbessern. Auf einem KMU-Forum in Moskau Ende April versprach er zum 1. Juli 2009 eine Vereinfachung der Steuererhebung. Zum 1. Juli wird die Einfuhrumsatzsteuer auf in Russland nicht verfügbare Hochtechnologie abgeschafft, was ausländischen Herstellern einen Preisvorteil von bis zu 18 Prozent verschafft. Voraussetzung ist, dass vergleichbare Produkte in Russland nicht gefertigt werden. In einem entsprechenden Verzeichnis zur Steuerbefreiung sind 183 Produkte erfasst. Vor allem Metallurgiebetriebe (Konverter, Gießmaschinen, Rohrwalzwerke), Flugzeugbauer (Kompressoren, Klimageräte, Pumpen, Luftfilter), Werften (Antriebsmotoren, Dampfkessel) und Textilfabriken (Webmaschinen) profitieren. Auch Produzenten von Windkraftanlagen (Generatoren) zählen zu den Begünstigten.
Risiken:
Für Russland wird ähnlich wie zuvor in den USA das Platzen einer großen Immobilienblase bis Ende 2009 befürchtet. Die Immobilienpreise waren bis Mitte 2008 nicht nur in Moskau auf schwindelerregende Höhen geklettert. Seitdem werden kaum noch neue Vorhaben realisiert, Prestigeprojekte, wie der 118-Etagen-Hohe Rossija-Tower, sind fraglich. Die Preise sinken jedoch bislang nur langsam. Durch die sinkenden Löhne und die stark steigende Arbeitslosigkeit wird aber bis Ende 2009 mit dem Ausfall vieler Immobilienkredite gerechnet und in der Folge mit einem starken Rückgang der Immobilienpreise durch Zwangsverkäufe. Auch Konsumentenkredite drohen zunehmend notleidend zu werden. Um sich darauf vorzubereiten, haben russische Banken die Vergabe neuer Kredite stark eingeschränkt, was die Wirtschaft immer stärker belastet. Die Regierung hat ein weiteres Rettungspaket im Wert von 30 Milliarden Euro für die 100 wichtigsten Banken angekündigt.
Die russische Regierung versucht seit einiger Zeit verstärkt, durch protektionistische Maßnahmen die eigene Industrie, beispielsweise die heimische Autoindustrie, zu schützen. Infolge der Anhebung von Importzöllen auf Neu- und Gebrauchtwagen im Januar 2009, aber auch durch die Ausweitung der Finanzkrise, brach im ersten Quartal 2009 der Import von Neuwagen auf ein Drittel des Vorjahreswertes ein, der Import von Gebrauchtwagen kam nahezu völlig zum erliegen. Gleichzeitig subventioniert der russische Staat zunehmend den Absatz heimischer Automodelle. Weitere Fälle von Protektionismus betreffen Landmaschinen und die Stahlindustrie. LKW aus der EU sind von einer neuen Mautgebühr betroffen.
Ausblick:
Nachdem 2008 das Bruttoinlandsprodukt noch um 5,6 Prozent gewachsen war, wird nun 2009 ein BIP-Rückgang von 5-6 Prozent erwartet. Die OECD rechnet mit einem Minus von 5,6 Prozent. Im ersten Quartal lag der Rückgang bei 9,8 Prozent. Aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise, aber auch wegen der staatlichen Konjunkturprogramme wird für 2009 mit einem Haushaltsdefizit von 7,4 Prozent des BIP gerechnet.
Aktuell zeigen sich erste Anzeichen der Entspannung: Der Ölpreis steht derzeit wieder über 70 Dollar pro Barrel und hat sich somit auf einem Niveau deutlich über jenen 41 Dollar stabilisiert, die den derzeitigen russischen Prognosen zugrunde liegen. Auch die Abwertung des Rubels ist gestoppt. Der Aktienindex RTS erholte sich in den vergangenen Monaten deutlich. Sowohl die Währungsreserven (404,2 Milliarden Dollar zum 1.6.09) als auch die beiden staatliche Reservefonds (insgesamt 190 Milliarden Dollar) stellen weiterhin eine umfassende Absicherung für eventuell folgende Schocks dar.
Derzeit bemüht sich Russland um einen Kredit von der Weltbank über 10 Milliarden Dollar für 2010, um seinen in diesem Jahr stark defizitären Haushalt auszugleichen. Gleichzeitig plant die russischen Zentralbank Anleihen des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 10 Milliarden Dollar zu erwerben.
Positionen der deutschen Wirtschaft
- Die deutsche Wirtschaft begrüßt das vom russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew angekündigte Programm zur wirtschaftlichen Entwicklung Russlands. Eine kontinuierliche Fortsetzung der wirtschaftlichen Stabilisierungspolitik sowie die Intensivierung des Modernisierungsprozesses in Russland sind wichtige Voraussetzungen für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Das schließt eine Diversifizierung der russischen Wirtschaft, die stark auf Rohstoffexporte ausgerichtet ist, ein.
- Die deutsche Wirtschaft unterstützt eine Integration Russlands in westliche Strukturen. Ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Russland und der EU würde die Beziehungen beider Räume auf eine breitere Grundlage stellen. Ein WTO-Beitritt wird die Integration Russlands in die Weltwirtschaft beschleunigen und die Voraussetzung für die Einrichtung einer Freihandelszone mit der EU schaffen. Der fehlende WTO-Beitritt ist eine Bremse für den Warenaustausch mit der EU, da hiermit keine einheitlichen Standards gewährleistet werden sowie Willkür beim Zoll und protektionistische Tendenzen auf beiden Seiten Vorschub geleistet wird.
- Russland hat sich auf dem Weltfinanzgipfel zusammen mit den anderen Staaten der G20 verpflichtet, in den nächsten zwölf Monaten keine neuen Handelsbarrieren zu errichten. Dies sollte auch für Handelsbarrieren etwa für Landmaschinen oder Pkw gelten, die letztlich die nötige Modernisierung der russischen Industrie behindern.
- Anfang Mai hatte die EU das Programm „Östliche Partnerschaft“ gemeinsam mit Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und der Ukraine aufgelegt. Für die EU sind die Intensivierung der Beziehungen und die Förderung von Stabilität, wirtschaftlicher Entwicklung und verantwortungsvoller Staatsführung in diesen Nachbarländern von strategischer Bedeutung. Russland ist bislang in die Pläne zu wenig integriert. Gerade das Thema Energietransit kann ohne russische Beteiligung nicht befriedigend gelöst werden. Die EU muss offensiver auf Russland zugehen, Ängste ausräumen und die wirtschaftlichen Chancen des Programms herausstreichen. Die Finanzkrise bietet dazu ausreichend Argumente. Erfolgreiche Kooperationen im Rahmen der Östlichen Partnerschaft können den Boden für eine stärkere Verständigung von EU und Russland bereiten.
- Reformbedarf sieht die deutsche Wirtschaft beim Abbau von Bürokratie und Korruption, bei der Beschleunigung von Zollverfahren und bei der Mittelstandsförderung. Die deutsche Wirtschaft begrüßt es, dass Präsident Medwedew die Bekämpfung der Korruption und die Entwicklung des Rechtssystems zu einem Hauptziel seiner Amtszeit erklärt hat. Neben einer kontinuierlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen ist weiterhin die Verlagerung von Wertschöpfung auf die mittelständische Wirtschaft notwendig.
- Die deutsche Wirtschaft hat großes Interesse daran, die strategische Partnerschaft mit Russland weiter auszubauen. In Zusammenarbeit mit den russischen Partnern will die deutsche Wirtschaft gemeinsame Projekte in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen, Agrarwirtschaft, Informationstechnologie, Hochtechnologie sowie in der Automobil- und Zulieferindustrie voranbringen. Dazu ist die politische Flankierung in Deutschland und Russland, unter anderem im Rahmen der bilateralen Strategischen Arbeitsgruppe für die wirtschaftliche und finanzielle Zusammenarbeit, in der der Ost-Ausschuss Mitglied ist, erforderlich.
- Die deutsche Wirtschaft begrüßt das zunehmende Interesse russischer Firmen am deutschen Markt. Wenn wir von strategischer Partnerschaft sprechen, sollte es bei Handel und Investitionen keine Einbahnstraße geben. Dabei ist klar, dass Unternehmen die Spielregeln des jeweils anderen Landes berücksichtigen müssen. Das gilt für deutsche Unternehmen in Russland genauso wie für russische Unternehmen in Deutschland.
Aktivitäten des Ost-Ausschusses
Ein besonderes Augenmerk des Ost-Ausschusses liegt auf der Förderung von Aktivitäten des deutschen Mittelstandes in Russland. Auf Veranstaltungen im Rahmen der Hannover Messe, auf Konferenzen zu Rechts- und Zollfragen oder den regelmäßig stattfindenden Deutsch-Russischen Mittelstandskonferenzen können deutsche Unternehmen aus erster Hand Informationen über die Rahmenbedingungen und Perspektiven für den Mittelstand in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens erhalten. Darüber hinaus ist ein wichtiger Ansatz der Russland-Arbeit des Ost-Ausschusses die Förderung der regionalen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den russischen Regionen im Rahmen regionaler Wirtschaftstage und Delegationsreisen deutscher Unternehmer und politischer Entscheidungsträger in die Regionen. Regelmäßig begleiten hochrangige Wirtschaftsdelegationen Vertreter der Bundesregierung auf Reisen nach Russland und führen Gespräche mit dort ansässigen Unternehmern.
In Zusammentreffen mit hochrangigen Regierungsvertretern und Vertretern der Wirtschaft ermöglicht der Ost-Ausschuss deutschen Unternehmen den wirtschaftspolitischen Dialog im direkten Kontakt mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. So fanden in letzter Zeit unter anderem Begegnungen von Ost-Ausschuss-Mitgliedern mit dem russischen Präsidenten Medwedjew und mit Russlands Ministerpräsidenten Putin statt.
Der Ost-Ausschuss begleitet und gestaltet den wirtschaftspolitischen Dialog zwischen Deutschland und Russland im Rahmen der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe für Fragen der wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenarbeit (SAG). Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe konnten bereits unter anderem Projekte in den Bereichen Energie, Automobil- und Zuliefererindustrie oder Kommunalwirtschaft vorangebracht werden. Darüber hinaus flankiert die Arbeitsgruppe wirtschaftspolitische Themen wie den WTO-Beitritt Russlands oder die Verhandlungen über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Russland und der EU.
Die deutsche Wirtschaft hat mehrere Initiativen, die gegenseitigen Austausch fördern, ins Leben gerufen. Mit dem Petersburger Dialog werden auch die Wirtschaftskontakte auf ein breiteres Fundament gestellt. Im Mittelpunkt der Beratungen der Arbeitsgruppe Wirtschaft, die im Rahmen des Petersburger Dialogs vom Vorsitzenden des Ost-Ausschusses Prof. Dr. Klaus Mangold geleitet wird, steht die Modernisierung der russischen Industrie und die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen liegt in den Händen der jungen Generation. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist daher im Rahmen eines innovativen Public Private Partnership zusammen mit der Robert Bosch Stiftung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Land Hamburg Mitgesellschafter Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Außerdem etablierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft zusammen mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden als jährliches Intensivseminar für junge Manager und Unternehmer aus Deutschland und Russland.
Der Ost-Ausschuss führt regelmäßig Umfragen unter deutschen Unternehmen zum Geschäftsklima in Russland durch:
Quellen:
Auswärtiges Amt
European Bank for Reconstruction and Development
Germany Trade and Invest
Staatliches Komitee für Statistik der Russischen Föderation
Statistisches Bundesamt Deutschland
International Monetary Fund

Kontakt
Ihre Ansprechpartner für die Russische Föderation im Ost-Ausschuss finden Sie hier.
Statistik
Präsident: Dmitrj Medwedew
Regierungschef: Wladimir Putin
Hauptstadt: Moskau
Bevölkerung, 2010: 141,9 Mio
BIP, 2009: 884,2 Mrd. Euro
BIP pro Kopf (KKP), 2009: 6230 Euro
BIP-Wachstum, 2009: -7,9 %
Bilateraler Handel mit Deutschland
Importe aus RU, 2009: 24,9 Mrd. Euro
Exporte nach RU, 2009: 20,5 Mrd. Euro
Weitere Informationen
Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch
Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden
Artikel
Sonderwirtschaftszonen in der Russischen Föderation
Ein Schub für die deutsch-russischen Beziehungen
Nützliche Links
Deutsch-Russische Auslandshandelskammer
Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation in Deutschland
Sankt Petersburger Außenwirtschaftsbüro in Hamburg
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