Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan

Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan: 550 Stipendiaten aus sieben Ländern

Das im Jahr 2003 vom Ost-Ausschuss initiierte Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für den Westbalkan wird mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt und durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH unterstützt. Es umfasst die sieben Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien. Ziel ist die Fortbildung von jährlich bis zu 60 jungen Nachwuchskräften aus dem Westlichen Balkan in deutschen Unternehmen. Die nunmehr zwölfte Stipendiaten-Generation wurde am 1. Juli 2015 feierlich zu ihren Praktika in über 30 deutsche Unternehmen entsandt, in denen sie die Möglichkeit haben, bis Ende des Jahres praktische Erfahrungen zu sammeln.

Mit dem Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft unterstützt der Ost-Ausschuss die wirtschaftliche Transformation in den Ländern und etabliert ein Netzwerk von Nachwuchskräften sowohl für die deutsche als auch für die Wirtschaft der sieben Staaten des Westlichen Balkans. Die Alumni der bisherigen Stipendiaten bilden ein Netzwerk von Nachwuchskräften sowohl für die deutsche als auch für die Wirtschaft der sieben Staaten des Westlichen Balkans.

Die Stipendiaten integrieren ihre Erfahrungen mit der deutschen Unternehmenskultur in ihren beruflichen und gesellschaftlichen Alltag. Das Programm leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Fortbildung junger Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer mitgestalten möchten. Damit dieses Potenzial nach der Rückkehr der Stipendiaten weiter genutzt werden kann, unterstützt der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Zoran Djindjic Stiftung ein Alumni-Netzwerk mit zahlreichen Aktivitäten in den Ländern der Region. Am 17. November 2014 traf sich beispielsweise Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit ehemaligen Stipendiaten zu einem Gespräch in Belgrad.

Die teilnehmenden deutschen Unternehmen stellen fachspezifische Praktikumsplätze für eine Dauer von drei bis sechs Monaten zur Verfügung und übernehmen die Kosten für Krankenversicherung und Unterkunft oder zahlen eine Praktikumsvergütung. Von rund 11.500 Kandidaten, die sich seit 2003 beworben haben, erhielten inklusive des Jahrgangs 2015 rund 550 Stipendiaten einen Praktikumsplatz in Deutschland.

Zu den mehr als 80 Unternehmen, die bislang Stipendiaten zur Ausbildung aufgenommen haben, gehören die Deutsche Bank AG, Daimler AG, METRO AG, Siemens AG, Bilfinger Berger AG, SAP AG, PwC Deutsche Revision AG, SMS Siemag AG, E.ON Ruhrgas AG, Deutsche Telekom AG, Commerzbank AG, Claas KgaA mbH, WAZ Mediengruppe, Robert Bosch GmbH, UniCredit Bank AG, LEMKEN GmbH & Co. KG, RWE AG, GAZPROM Germania GmbH, ThyssenKrupp AG, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, OBERMEYER PLANEN + BERATEN GmbH, Software AG, Deere & Company, Allianz SE, KWS Saat AG, Hannover RE, Linde Material Handling GmbH, Knorr-Bremse AG, Europoles GmbH & Co. KG, Leoni AG, Dräger Safety AG & Co. KGaA, Bauer Kompressoren GmbH, Henkel AG & Co. KGaA, BASF SE, TUI AG und Volkswagen AG.