Usbekistan

Stand: Oktober 2015

Wirtschaftliche Entwicklung

Trotz weiterhin ansehnlicher offizieller Zahlen - 2014 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach offiziellen Angaben um 8,1 Prozent - werden die Rahmenbedingungen für Usbekistans Wirtschaft schwieriger: Der Handel mit dem wichtigsten Absatzmarkt Russland wie auch die Heimatüberweisungen der dort tätigen Gastarbeiter waren 2014 rückläufig. Im Zuge der steigenden Pro-Kopf-Einkommen liegt die jährliche Teuerungsrate zudem im zweistelligen Bereich. Die hohen Wachstumsraten resultieren vorrangig aus den öffentlichen Investitionen und einem zunehmenden Kapitalzufluss aus dem. Ausland. Jedoch werden die offiziell gemeldeten Zuwächse von Analysten wegen unklarer Erfassungsmethoden kritisch hinterfragt. Für 2015 prognostiziert die EBRD ein BIP-Wachstum von sieben Prozent. Dazu sollen das zentrale Investitionsprogramm und substanzielle Auslandsinvestitionen insbesondere im Energiesektor beitragen. Investiert werden soll zudem in die kommunale Wasserver- und -entsorgung und das Bewässerungsmanagement im Agrarsektor.

Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland

Usbekistan bleibt mit 516 Millionen Euro Handelsumsatz der zweitwichtigste Handelspartner Deutschlands in Zentralasien. Die deutschen Exporte stiegen 2014 um rund 20 Prozent auf 497 Millionen Euro, während die Importe aus Usbekistan um zehn Prozent auf 18,7 Millionen Euro zurückgingen. Die Rahmenbedingungen für Investoren in Usbekistan entsprechen weiterhin noch nicht den internationalen Standards. Hier ist insbesondere die schleppende Konvertierung der Nationalwährung zu nennen. Gleichzeitig setzt Präsident Islom Karimow, der im März 2015 mit 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde, auf die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland. Ein Ergebnis dieser Initiative ist die Gründung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates im Februar 2015 in Berlin.

Aktivitäten des Ost-Ausschusses

Im Oktober 2014 war eine  Delegation aus der Republik Usbekistan unter der Leitung des usbekischen Außenministers Abdulaziz Kamilov in Berlin zu Gast. Aus diesem Anlass veranstaltet der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Botschaft der Republik Usbekistan einen Wirtschaftsempfang im Haus der Commerzbank in Berlin.

An einer Veranstaltung zur Präsentation des Wirtschafts- und Landwirtschaftspotenzials der Republik Usbekistan im Januar 2015 in Berlin im Rahmen der Grünen Woche nahmen rund 130 Unternehmensvertreter teil. Die usbekische Delegation wurde durch den Minister für Außenwirtschaftsbeziehungen, Investitionen und Handel der Republik Usbekistan, Elyor Ganiev, geleitet. Usbekistan stand auch im Mittelpunkt einer Veranstaltung im Februar 2015. Der erste stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister der Republik Usbekistan, Rustam Azimov, lud gemeinsam mit der Botschaft der Republik Usbekistan sowie dem Ost-Ausschuss zu einer Veranstaltung anlässlich der Gründung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates ein, an der über 260 Unternehmensvertreter teilnahmen.