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Aserbaidschan

AserbaidschanStand: Oktober 2020

Im Rahmen ihrer Politik der Östlichen Partnerschaft verhandelt die EU seit Februar 2017 mit Aserbaidschan über ein neues umfassendes Abkommen, das den Vertrag über Partnerschaft und Zusammenarbeit von 1996 ersetzen soll. Im Juli 2018 haben die EU und Aserbaidschan ihre neuen Partnerschaftsprioritäten vereinbart.

 

Wirtschaftsentwicklung

Aserbaidschan erholte sich bis zuletzt weiter von der Wirtschaftskrise, in die es 2016 durch den Einbruch des Ölpreises geraten war. Das Land ist trotz aller Diversifizierungsbemühungen vom Öl- und Gasexport abhängig. Die zwischenzeitliche Erholung des Ölpreises und staatliche Stabilisierungsmaßnahmen sorgten 2019 für ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. Die EBRD rechnet für 2020 wegen der Corona-Epidemie und der niedrigen Energiepreise mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um drei Prozent. Für 2021 wird eine Erholung um 2,5 Prozent vorausgesagt. Der weitere Ausbau der Produktions- und Exportkapazitäten im Energiesektor und die fortgesetzten Bemühungen zur Diversifizierung der Wirtschaft dürften das Wachstum unterstützen. Risiken für das Wachstum bergen neben dem Preiseinbruch auf dem globalen Ölmarkt der instabile Bankensektor und der Konflikt mit Armenien um die Region Berg-Karabach. Ab 2020 sollen über den südlichen Gaskorridor zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Europa geliefert werden. Der südliche Gaskorridor ist eine rund 3.500 Kilometer lange Pipeline, mit der Erdgas vom aserbaidschanischen Gasfeld Shah Deniz 2 im Kaspischen Meer über Georgien, die Türkei, Griechenland und Albanien nach Italien transportiert werden soll.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Der Außenhandel mit Deutschland hat 2019 einen Rückschlag erlitten: Die deutschen Exporte nach Aserbaidschan kletterten zwar um 1,4 Prozent auf 440 Millionen Euro. Die deutschen Importe, überwiegend Erdöl, fielen jedoch um 6,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Aus Deutschland wurden überwiegend Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile und chemische Erzeugnisse nach Aserbaidschan geliefert.

Aktivitäten des OA

Im Februar 2018 besuchte eine hochrangige Unternehmerdelegation unter Leitung des OA-Vorsitzenden Wolfang Büchele Baku und führte Gespräche mit Präsident Ilham Alijew und mehreren Ministern sowie aserbaidschanischen Unternehmen. Im Januar 2019 besuchte eine hochrangige Delegation der deutschen Wirtschaft Baku und traf zu Gesprächen mit Präsident Alijew sowie weiteren Ministern zusammen. Im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) im Februar 2020 führe Ost-Ausschuss Geschäftsführer den Dialog fort. Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche führte der Ost-Ausschuss ein Unternehmergespräch mit dem aserbaidschanischen Agrarminister Inam Karimov durch.

Quellen: EBRD, GTAI, Statistisches Bundesamt

Statistik 2019*

Hauptstadt: Baku
Bevölkerung: 10,7 Mio.
Fläche: 86.600 km²
Staatspräsident: Ilham Alijew
Ministerpräsident: Ali Asadov

Nominales BIP: 42,14 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 4.186 Euro
BIP-Wachstum: 2,2%
BIP-Wachstum, 2020 (P): -3,0%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 1,3 Mrd. Euro
Deutsche Exporte: 443,4 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 85
Deutsche Einfuhr: Platz 59

Quellen: GTAI, EBRD
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Stefan Kägebein
Regionaldirektor Osteuropa
Tel.: 030 206167-113
S.Kaegebein@bdi.eu

Links

Aserbaidschanische Botschaft

Deutsche Botschaft

AHK Aserbaidschan

Investitionsagentur AZPROMO

 

 

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