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Arbeitskreis Digitalisierung

Im Herbst 2016 hat der Ost-Ausschuss mit dem Arbeitskreis (AK) zum Thema Digitalisierung eine Plattform geschaffen, um dieses rasant wachsende Querschnittsthema besser abbilden zu können. Das Thema Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und bei Kunden und die damit verbundenen Wertschöpfungsmöglichkeiten gewinnen für die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen und für die Ost-Ausschuss-Mitglieder immer größere Bedeutung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der großen Mehrheit der vom Ost-Ausschuss (OA) betreuten Länder.

Um die „digitale Dividende“ in Form gesteigerter Wertschöpfung in den Partnerländern zu realisieren, sind verschiedene Ressourcen notwendig, die kontinuierlich ausgebaut und entwickelt werden müssen. Dies beginnt bei der Bereitstellung digitaler Infrastruktur und dem Angebot intelligenter digitaler Anwendungen und setzt sich fort über Finanzierungslösungen bis hin zu Angeboten zur Produktivitätssteigerung, Verlängerung von Wertschöpfungsketten und effizienteren, besser steuer- und kontrollierbaren Prozessen in Wirtschaft und Verwaltung. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei auch die Themen Sicherheit (Datenschutz und Cybersecurity) und eine breite und qualifizierte Fachkräftebasis.  

Der Arbeitskreis (AK) wird vor diesem Hintergrund als Plattform genutzt, um die Interessen und speziellen Kompetenzen der OA-Mitglieder in Themenfeldern mit Digitalbezug zu bündeln und den Partnern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft in den OA-Ländern präsentieren zu können.

Als Kernformat hat sich die Veranstaltungsreihe „Diplomacy meets Digitalization“ etabliert, die der OA gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen SAP und Giesecke + Devrient organisiert und durchführt. In der Vergangenheit waren die Themen „digitale Verwaltung“ und „sichere Identitäten“ Schwerpunkte. Das Format steht in der Regel unter der Schirmherrschaft einer Botschaft. Im Januar 2020 konnte der AK den Botschafter der Republik Usbekistan Nabijon Kasimov als Schirmherren gewinnen. Das nächste Treffen wird sich dem Thema digitale Gesundheitswirtschaft widmen.  

Im Rahmen des Arbeitskreises nimmt der OA unter anderem am wirtschaftsseitigen Beirat des Bündnisses für Cybersicherheit des Bundesinnenministeriums und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) teil. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums im polnischen Krynica-Zdrój im September 2019 eine Paneldiskussion mit Vertretern aus fünf Ländern organisiert und weitere Hintergrundgespräche geführt. Im Rahmen der Smart Country Convention im September 2019 in Berlin führte der OA gemeinsam mit NRW.Invest einen Workshop zu digitalen Lösungen rund um öffentliche Dienstleistungen durch, bei dem Start-Ups aus Bulgarien und Russland ihre Ideen präsentierten.

Im Zuge der Corona-Krise wird es im Bereich der Digitalisierung Gewinner und Verlierer geben. Anbieter für kollaboratives Arbeiten, für ein verbessertes digitales Monitoring von Prozessen und für ein proaktives Krisenmanagement werden mit einer gesteigerten Nachfrage rechnen können. Großvolumige Finanzierungsrunden für Start-Ups dürften dagegen eher negativ betroffen sein, zumal fraglich ist, wie sich Digitalisierungs- und Innovationsbudgets von Unternehmen und Regierungen entwickeln. Die öffentliche Hand sowie große Unternehmen und Fonds sind wichtige Nachfrager, deren Ausfall Start-Ups hart treffen würde.

Arbeitskreissprecher

Hartmut Thomsen

Hartmut Thomsen
President Middle East and Eastern Europe
SAP Deutschland SE & Co. KG

Kontakt

Stefan Kägebein
Leiter AK Digitalisierung
Tel.: 030 206167-113
Fax: 030 2028-2647
S.Kaegebein@oa-ev.de

 

 

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