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"Neue Eskalationsstufe erreicht"

„Der jüngste Drohbrief der drei US-Senatoren gegen ein deutsches Infrastrukturunternehmen, an dem Stadt und Land beteiligt sind, ist ein beispielloser Vorgang. Es ist in keiner Weise akzeptabel, dass amerikanische Abgeordnete einem deutschen Unternehmen mit dem finanziellen und wirtschaftlichen Ruin drohen, wenn es nicht den Forderungen der USA nachgibt. Dies gleicht einer Erpressung. Deshalb fordern wir Bundesregierung und EU-Kommission nachdrücklich dazu auf, deutsche und europäische Unternehmen wirksam vor solchen Übergriffen durch Drittstaaten zu schützen."

"Russland bleibt für deutsche Unternehmen ein aussichtsreicher Wachstumsmarkt"

"Wie viele andere Staaten weltweit kämpft auch Russland derzeit mit den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Der mancherorts zu vernehmende Abgesang auf Russland als wichtigen Wirtschaftspartner Deutschlands ist aus Sicht der deutschen Wirtschaft aber überzogen. Russland bleibt für deutsche Unternehmen ein aussichtsreicher Wachstumsmarkt, gerade bei Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 oder dem klimaschonenden Umbau der Energiewirtschaft.

"Tiefpunkt in den transatlantischen Beziehungen"

US-Außenminister Pompeo hat in einer Pressekonferenz am 15. Juni mit neuen Sanktionen gegen an Nord Stream 2 beteiligte Unternehmen gedroht. Eine bislang geltende Freistellung des Energieprojektes von Sanktionen in Zusammenhang mit dem US-Sanktionsgesetz CAATSA wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit könnten jetzt Unternehmen, die sich am Projekt Nord Stream 2 beteiligen, sanktioniert werden. Zu diesem Thema äußert sich der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Oliver Hermes:

Die Chancen der Pandemie nutzen

Am 10. Juli veranstaltete der Ost-Ausschuss eine Videokonferenz zu den Veränderungen und Herausforderungen in der Logistik und den Lieferketten in Osteuropa. An dem Format nahmen über 60 Vertreter verschiedener Unternehmen der Branche teil, die in der Region aktiv sind. Im Fokus stand dabei die gegenwärtige Pandemie-Situation und die sich daraus ergebenen neuen Optionen für Logistik und Lieferketten.

Ost-Ausschuss fordert Wasserstoff-Partnerschaft mit Russland

Die EU-Kommission stellt heute ihre Wasserstoffstrategie vor, mit der sie den Pfad zu einer europäischen Wasserstoffwirtschaft bis 2050 absteckt. Die EU setzt dabei auch auf internationale Partnerschaften, denn ein erheblicher Teil der künftigen Wasserstoffnachfrage in Europa wird durch Importe gedeckt werden müssen. Zu den aussichtsreichen Partnern für die europäische Wasserstoffkooperation gehört nach Ansicht des Ost-Ausschusses unbedingt auch Russland.

"Europa muss Profil und Kante zeigen"

"Die USA drehen erneut mächtig an der Sanktionsspirale. Das sogenannte „Klarstellungsgesetz zum Schutz der europäischen Energiesicherheit (PEESCA)“ untergräbt die Souveränität der europäischen Wirtschafts- und Energiepolitik – in einer Weise, die weder nach internationalem Recht, noch politisch oder wirtschaftlich hinnehmbar ist. Europa muss hier Profil und Kante zeigen! Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament müssen klarmachen, dass sich Europa keinem „America First“ beugt."

Sind die belarussischen Programmierer die besten in Osteuropa? Was raten deutsche Unternehmen?

Deutsche Welle

Mit einer Reihe von Videokonferenzen soll die Aufmerksamkeit deutscher Wirtschaftskreise auf die belarussische IT-Branche gelenkt werden. Das Land wird als "Silicon Valley Osteuropas" beworben. "Ein solcher Beiname ist sicherlich eine Übertreibung", sagte Stefan Kägebein, Regionaldirektor des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (OA), einer der Organisatoren der Videokonferenzen. Ihm zufolge haben die Nachbarländer, Russland und die Ukraine, sowohl größere Zentren als auch größere Software-Entwicklungsfirmen.

ONLINE: Austausch zur Förderung mittelständischer Unternehmen in Russland

Am 18. Juni 2020, 13:00 Uhr - 14:30 Uhr lädt der OAOEV zu einer Videokonferenz mit der Staatlichen Korporation zur Förderung der KMU in Russland ein. Pavel Kondrashov von der Korporation MSP wird zu den aktuellen föderalen und den Maßnahmen der Korporation zur Unterstützung und Förderung der KMU berichten und für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

50 Jahre Röhren gegen Erdgas

Am 6. Juli 1970, also fast genau vor 50 Jahren, wurde in Mülheim an der Ruhr das erste Pipeline-Rohr aus deutscher Produktion für das erste deutsch-sowjetische Erdgas-Röhrengeschäft ausgeliefert. Aus Anlass dieses Jubiläums haben wir die Geschichte der Erdgas-Röhrengeschäfte in einem 15-seitigen Sonderbeitrag nachgezeichnet, der im neuen Jahrbuch 2020 des OAOEV enthalten ist. Der Beitrag zeigt, dass die derzeitigen US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 nur ein neues Kapitel in einer langen deutsch-amerikanischen Sanktions-Geschichte sind. Anfang der 1980er Jahre drohten US-Sanktionen beispielsweise das Jamal-Projekt, eine bis heute genutzte Verbindungspipeline durch Belarus und Polen, zu verhindern. Viele Argumente, die bereits in den 1950er bis 1980er Jahren in der Diskussion waren, sind weiterhin aktuell.

„Schutzschirm für europäische Unternehmen“

Am 16. Juni 2020 fand im Deutschen Bundestag ein Pressegespräch aus Anlass drohender neuer US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 statt. Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft, und Klaus Ernst, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, standen den rund 25 Medienvertretern gemeinsam Rede und Antwort.

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