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Webinar: Richtiger Umgang mit Russland-Sanktionen

Der Ost-Ausschuss - Osteuropaverein lädt in Zusammenarbeit mit den Sanktionsexperten von PwC zu einem kostenlosen Webinar zum Thema „Richtiger Umgang mit Russland-Sanktionen“ am 30. April ein. Wir informieren über aktuelle Entwicklungen bei den US-Russlandsanktionen, zeigen praxisnah Regelungsinhalte der Russlandsanktionen auf und geben Empfehlungen zur Vertragsgestaltung und zu Compliance Systemen.

Gewaltige Förderkürzung in kurzer Zeit

Die Länder der OPEC+ haben sich in der Woche vor Ostern auf historisch einmalige Förderreduzierungen geeinigt. Russland und Saudi-Arabien kürzen ihre Förderung um jeweils mehr als 2,5 Millionen auf 8,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd). Die vereinbarten Förderkürzungen betragen knapp 20 Prozent der russischen Fördermenge von Rohöl. Gleichwohl ist der aktuelle Nachfragerückgang größer als die Angebotsverknappung, so dass der Ölpreis weiter zurückging.

ONLINE: Austausch mit Vize-Industrieminister der Russischen Föderation Vasiliy Osmakov

Die Corona -Krise hat auch in Russland große Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die russische Regierung hat eine Reihe von Anti-Krisen Maßnahmen eingeleitet, die für deutsche Unternehmen von großer Bedeutung sind. Wir haben auf Anfrage an das russische Industrieministerium kurzfristig die Möglichkeit erhalten, in einen Austausch zu treten und konkrete Fragen deutscher Unternehmen zur jetzigen Situation sowie zu den Vorhaben der russischen Regierung zu diskutieren.

Russland im „perfekten Sturm"

Am 1. April 2020 traf sich der Arbeitskreis Russland des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins zu einer Videokonferenz, um mit Vertretern des Auswärtigen Amtes und der Auslandshandelskammer Moskau insbesondere die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Russland zu analysieren. Russland, so zeigte sich, ist gegenwärtig einem dreifachen Schock aus Corona-Krise, Ölpreisabsturz und Rubelverfall ausgesetzt, hat aber ausreichende finanzielle Mittel um einen Wirtschaftseinbruch abzufedern.

Akzeptanz für Reisebeschränkungen wegen Corona

Die gegenwärtigen Reisebeschränkungen im Osten Europas treffen in der deutschen Bevölkerung auf großes Verständnis: 93 Prozent der Befragten halten die Einreisesperren und Quarantänemaßnahmen, die inzwischen alle östlichen Nachbarstaaten zur Bekämpfung des Corona-Virus erlassen haben, für richtig. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

Russland vor neuen Herausforderungen

Schwerpunkt dieser Ausgabe ist Russland. Sie finden in dieser Ausgabe Einschätzungen zur Entwicklung der westlichen Sanktionspolitik aus russischer Sicht, und wir gehen der Frage nach, welche Herausforderungen auf die neue russische Regierung warten, um die angestrebten wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Mario Mehren, der Sprecher des Arbeitskreises Russland im OAOEV, blickt zurück auf das 50-jährige Jubiläum der deutsch-russischen Energiepartnerschaft und entdeckt in deren Anfängen einige Parallelen zu heute.

Der Absturz des Ölpreises und seine Folgen

Nach den gescheiterten Gesprächen der OPEC+ Anfang März geriet der Ölpreis unter starken Druck, nachdem Russland einer weiteren Förderbeschränkung eine Absage erteilte und Saudi-Arabien daraufhin eine erhebliche Produktionsausweitung ankündigte. Der daraus resultierende Angebotsschock traf auf einen verschärften Nachfragerückgang aufgrund der wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Corona-Krise.

"Wichtiger Beitrag zur Stützung der Wirtschaft in Russland"

„Das von der russischen Regierung angekündigte Konjunkturpaket ist ein wichtiger Beitrag zur Stützung der Wirtschaft in Russland. Gemeinsam mit den Überbrückungshilfen anderer europäischer Staaten erhöhen sich damit die Chancen, dass die europäische Wirtschaft insgesamt nach Corona schnell wieder aus der Krise kommt.Die geplanten Entlastungen für den Mittelstand von Steuern und Sozialabgaben sollten auch ausländischen Investoren in Russland offenstehen. Gerade deutsche Mittelständler haben in den vergangenen Jahren stark in Russland lokalisiert und sind zu wichtigen Arbeitgebern geworden.

Mario Mehren in Moskau

Mario Mehren, CEO des Energieunternehmens Wintershall DEA und Sprecher des Arbeitskreises Russland im OAOEV, reiste Ende Februar zu seinem Antrittsbesuch nach Moskau. Gemeinsam mit OAOEV-Geschäftsführer Michael Harms traf er dabei unter anderem Industrieminister Denis Manturow, mit dem er sich über Investitionsbedingungen in Russland und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der russischen Industrie austauschte.

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