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Ungarn

UngarnStand: Oktober 2020

Eine günstige geografische Lage, qualifizierte Fachkräfte, eine gute Infrastruktur und die internationale Verflechtung der Wirtschaft machen Ungarn zu einem der attraktivsten Standorte in der Region. Mithilfe von EU-Fördermitteln sowie ausländischen Investitionen erfolgt zudem eine umfassende Modernisierung der ungarischen Volkswirtschaft.

Wirtschaftsentwicklung

Ungarn war 2019 die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in Mittelosteuropa. Nach Angaben der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wuchs die Wirtschaft um 4,9 Prozent. Zu den Säulen des Wirtschaftswachstums zählten neben der starken Binnennachfrage die Investitionen – auch dank der EU-Fördermittel – und steigende Exporte. Mit Hilfe von EU-Fördermitteln sowie ausländischer Investitionen erfolgt zudem eine umfassende Modernisierung der ungarischen Volkswirtschaft. Die ungarische Wirtschaftspolitik setzt vermehr auf Investitionen in strukturschwache Gebiete und fördert gezielt den Aufstieg Ungarns in den internationalen Wertschöpfungsketten. Der Fokus hat sich von „Made in Hungary“ zu „Invented in Hungary“ verschoben. Die Corona-Krise setzt der konjunkturellen Hochphase in dem Land ein abruptes Ende zu. Als offene und exportorientierte Wirtschaft ist Ungarn stark abhängig vom globalen wirtschaftlichen Umfeld und wegen der besonderen Bedeutung der Automobilindustrie von der Situation in dieser Branche. Die EBRD erwartet 2020 einen vergleichsweise moderaten Einbruch des BIP um fünf Prozent. Schon 2021 soll die ungarische Wirtschaft wieder um vier Prozent wachsen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Im Jahr 2019 war Ungarn nach Polen, Tschechien und Russland der viertwichtigste Handelspartner Deutschlands unter den 29 Ländern Mittel- und Osteuropas. Der deutsch-ungarische Handel belief sich auf 56 Milliarden Euro, wovon die deutschen Exporte 27 Milliarden und die Importe 28 Milliarden Euro ausmachten. Damit gehört Ungarn zu den wenigen Ländern, die eine positive Handelsbilanz mit der Bundesrepublik vorweisen können. Der Warenaustausch wies im Jahr 2019 mit 4,2 Prozent ein dynamisches Wachstum auf.

Aktivitäten des OA

Im September 2018 fand eine Reise der OA-Geschäftsführung nach Ungarn statt, um Möglichkeiten zur Vertiefung der bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern insbesondere in den Bereichen Innovation und Digitalisierung zu erörtern. Im Rahmen der Branchenarbeitskreise befassen sich Experten unter anderem mit Ungarn.

Quellen: EU, IWF, Statistisches Bundesamt, Weltbank

Statistik 2019*

Hauptstadt: Budapest
Bevölkerung: 9,7 Mio.
Fläche: 93.028 km²
Staatspräsident: János Áder
Ministerpräsident: Viktor Orbán

Nominales BIP: 143,8 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 14.720 Euro
BIP-Wachstum: 4,9%
BIP-Wachstum, 2020 (P): -5%

Bilateraler Handel:
Deutsche Importe: 28,8 Mio. Euro
Deutsche Exporte: 27 Mio. Euro

In der Rangliste der Außenhandelspartner
Deutschlands 2019:
Deutsche Ausfuhr: Platz 13
Deutsche Einfuhr: Platz 14

Quellen: EBRD, GTAI
*Teilweise Schätzungen und Prognosen

Ansprechpartner

Adrian Stadnicki
Regionaldirektor Mittelosteuropa
Tel.: 030 206167-138
A.Stadnicki@oa-ev.de

Links

Ungarische Botschaft

Deutsche Botschaft

Deutsch-Ungarische AHK

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