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Albanien – das letzte Geheimnis Europas

20. Juni 2012

Deutsch-Albanisches Wirtschaftsforum in Tirana

Bereits zum sechsten Mal fand das Deutsch-Albanische Wirtschaftsforum am 20. Juni 2012 in Tirana statt, das der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Albanischen Wirtschaftsgesellschaft und der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung in Albanien sowie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen und dem Ost- und Mitteleuropa Verein sowie mit weiteren Partnern organisierte. Etwa 300 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Austausch über Exportpotenziale, Infrastrukturinvestitionen, Umweltschutz und Tourismus – den thematischen Schwerpunkten der Veranstaltung.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland Carola Müller-Holtkemper. Die Stimmung unter den bereits im Lande aktiven Unternehmen sei gut, das zeige auch die aktuelle Konjunkturumfrage. Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen würden sich wieder für den Standort entscheiden. Natürlich gelte es auch, bestehende Hindernisse, wie etwa Probleme der Mehrwertsteuerrückerstattung, im Dialog zu lösen. Gerade der Ausbau des Tourismus birgt ein enormes Potential für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes, weil er einerseits Investitionen in die Infrastruktur auslöst und gleichzeitig Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich schafft. Bis dahin, so stellten die Experten eines vom Ost-Ausschuss Geschäftsführer Rainer Lindner moderierten Panels fest, gäbe es noch viel zu tun, auch was den Bekanntheitsgrad des Landes in Deutschland anbelange.

In seiner Ansprache warb der albanische Premierminister Sali Berisha um weitere deutsche Investitionen und verwies auf die guten Rahmenbedingungen, wie etwa das günstige Steuersystem. Auch wenn bereits Fortschritte erzielt worden seien, werde man am weiteren Abbau bürokratischer Hürden arbeiten. Die Präsidentin der Deutschen Industrie- und Handelsvereinigung und Vorstandsvorsitzende des Flughafens Tirana Andrea Gebbeken begrüßte die Teilnehmer und zog eine im wesentlichen posit ve Bilanz für die Entwicklung der deutschalbanischen Wirtschaftsbeziehungen, die allerdings noch viel Potential bergen würden.

In den anschließenden Statements wurde übereinstimmend festgestellt, dass Albaniens Wirtschaft bis jetzt zu sehr von Auslandstransfers, Service und Konsum abhängt und unbedingt neue Produktionsbereiche angesiedelt werden sollten.

Im Vorfeld der Eröffnung der Konferenz nutzte eine Delegation von Vertretern der wichtigsten deutschen Wirtschaftsverbände, darunter der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses, die Gelegenheit zu Gesprächen mit Regierungsvertretern. Die Delegation traf unter anderem mit Finanzminister Ridvan Bode und dem Bürgermeister von Tirana Lulzim Basha zusammen, um sich über die aktuellen Planungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung und des Prozesses der EU-Integration auszutauschen sowie Kooperationsfelder zu identifizieren.

Im Anschluss an die Konferenz traf der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses mit dem Vizepremierminister und Außenminister der Republik Albanien Edmond Haxhinasto zusammen und sagte ihm die intensive Unterstützung des Ost-Ausschusses bei weiteren Reformschritten und  bei der Erlangung des EU-Kandidatenstatus zu. Haxhinasto hat inzwischen im Zuge der Regierungsumbildung am 23. Juni 2012 den Posten des Wirtschaftsministers übernommen. 

Anja Quiring
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

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Ost-Ausschuss Geschäftsführer Rainer Lindner (re.) beim Treffen mit dem Vizepremierminister und Außenminister der Republik Albanien Edmond Haxhinasto. Foto: Ministry of Foreign Affairs of Albania
Ost-Ausschuss Geschäftsführer Rainer Lindner (re.) beim Treffen mit dem Vizepremierminister und Außenminister der Republik Albanien Edmond Haxhinasto. Foto: Ministry of Foreign Affairs of Albania

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