„Fokus Osteuropa – Wirtschaft im Gespräch“

10. November 2017

Konferenz von Ost-Ausschuss und Allianz am 14.11. in München/ Antrittsbesuch des Usbekischen Premierministers Aripov/ Keynote der Bayerischen Staatsministerin Aigner

Mit der Konferenz „Fokus Osteuropa – Wirtschaft im Gespräch“ rücken der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Allianz SE am 14. November in München eine Region in den Mittelpunkt, die gegenwärtig mit starken Wachstumszahlen auf sich aufmerksam macht. Aktuelle Prognosen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung lassen 2017 ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von drei Prozent erwarten, einige Länder wie Rumänien dürften sogar über fünf Prozent erreichen. Auch Russland und die Ukraine, die krisenbedingt lange Rezessionsphasen überstehen mussten, liegen wieder auf Wachstumskurs. Die positive Entwicklung beflügelt auch den deutschen Handel: So kletterten nach Berechnungen des Ost-Ausschusses die deutschen Exporte nach Osteuropa in den ersten acht Monaten 2017 um 16 Prozent, die Einfuhren aus der Region erhöhten sich um 20 Prozent.

„Osteuropa meldet sich eindrucksvoll als Wachstumsmotor zurück“, kommentiert der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Michael Harms die aktuelle Entwicklung. „Vieles deutet derzeit auf einen breiten und nachhaltigen Aufschwung hin. Welche Chancen sich für deutsche Investoren ergeben und wo die Risiken liegen, wollen wir auf unserer Konferenz diskutieren.“

Usbekischer Premier erstmals in Deutschland

Partner des Ost-Ausschusses ist die Allianz SE, die für die Tagung ihr hochmodernes Auditorium am Englischen Garten zur Verfügung stellt. Dort kommt es am Nachmittag des 14. November zu einer Premiere: Der usbekische Premierminister Abdulla Aripov absolviert seinen ersten Auftritt in Deutschland. Das zentralasiatische Land befindet sich seit einem Wechsel an der Staatsspitze im Herbst 2016 auf Reformkurs und wird im „Doing Business Report 2018“ der Weltbank zu den zehn internationalen „Top-Performern“ gezählt. Mit seinen 30 Millionen Einwohnern ist Usbekistan ein Markt mit großem Potenzial. Premierminister Aripov wird am darauffolgenden 15. November im Bayerischen Hof in München eine Deutsch-Usbekische Wirtschaftskonferenz eröffnen, die ebenfalls durch den Ost-Ausschuss mitorganisiert wird.

Zu den weiteren Rednern im Auditorium gehören Allianz-Vorstand Axel Theis, der frühere Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold und der Vorstandsvorsitzende der SMS Holding Burkhard Dahmen. In zwei Diskussionsrunden sprechen Vertreter wichtiger deutscher Investoren in Osteuropa wie Siemens, Deutsche Bank, Wilo, Knauf, Remondis, Ernst&Young, Phoenix Contact und innogy über Perspektiven für Mittelständler und den Einfluss von politischen Entwicklungen auf die Wirtschaft.

Burkhard Dahmen wird am späten Nachmittag (18 Uhr) für den Ost-Ausschuss ein Rahmenabkommen mit der staatlichen russischen Mittelstandsagentur KMSP zur Intensivierung der Zusammenarbeit deutscher Investoren mit russischen Zulieferbetrieben unterzeichnen. Die Konferenz endet mit einem Empfang, zu dem die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft Ilse Aigner sprechen wird.

Insgesamt sind 200 Unternehmensvertreter aus Deutschland und Osteuropa zur Konferenz angemeldet. Diese wird deutsch-russisch übersetzt.