Stärke durch Kooperation

25. September 2014

Konferenz des Ost-Ausschusses und der Wirtschaftskammer Montenegros/ Regionale Kooperation im Fokus

Am 24. und 25. September 2014 luden die Wirtschaftskammer Montenegros und der Ost-Ausschuss deutsche und Unternehmer der Westbal¬kan-Staaten zu einem regionalen Wirtschaftsforum in die montenegrinische Hafenstadt Budva ein. Die Idee für diese Veranstaltung entstand vor einem Jahr bei einem Treffen von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner mit dem montenegrinischen Präsidenten Filip Vujanovic. Eröffnet wurde die Wirtschaftskonferenz durch den montenegrinischen Premierminister Milo Djukanovic.

„Für sich genommen bieten die Länder des Westlichen Balkans meist nur einen kleinen, überschaubaren Markt. Wenn es aber gelingt, die regionalen Potenziale und spezifischen Stärken über grenzüberschreitende Kooperationen zusammenzuschließen, entsteht eine wirtschaftlich starke Region in Europa“, erläutert der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes, der gemeinsam mit dem Premierminister Montenegros die Konferenz eröffnete, begleitet von einem Grußwort durch den Unterabteilungsleiter Andreas Obersteller des Bundeswirtschaftsministeriums.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die durch OA-Geschäftsführer Rainer Lindner moderiert wurde, diskutierten die anwesenden Wirtschaftsminister und Staatssekretäre der Region, welche Bedeutung aus politischer Perspektive die regionale Kooperation für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Länder hat. Aus Sicht des kroatischen Wirtschaftsministers Ivan Vrdoljak kann Kroatien bei der regionalen Kooperation und EU-Integration seine Erfahrungen einbringen, dazu gehöre auch das Thema der Vorbereitung auf die Integration in den europäischen Binnenmarkt, die zugleich den Verlust des CEFTA-Marktet bedeute.

„Eine intensive, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region ist der Schlüssel zu Wachstum und Wohlstand“, so Cordes. Vor diesem Hintergrund hatten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit in Fachpanels über die Themen Energie und Energieeffizienz, Kommunale Infrastruktur, Agrar-und Ernährungswirtschaft, Tourismus und Finanzierungsfragen zu diskutieren.

Vor der offiziellen Eröffnung der Konferenz fand ein Round table statt, der durch Eckhard Cordes, und den Präsidenten der Wirtschaftskammer Montenegros Velimir Mijuskovic geleitet wurde. Im Rahmen dieses Gespräches, an dem 15 Vertreter deutscher und montenegrinischer Unternehmen teil¬nahmen, tauschten sich die Wirtschaftsminister der Region zum aktuellen Stand der Themen und Projekte aus, die bereits im Rahmen der Wirtschaftskonferenz anlässlich des Westbalkan-Gipfels Ende August in Berlin angesprochen wurden.

Da Montenegro in diesem Jahr auch Austragungsort für die jährlich stattfindende Alumnikonferenz des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft war, erhielten knapp 60 ehemalige Stipendiaten die Möglichkeit, an der regionalen Wirtschaftskonferenz teilzunehmen. Mit dem Abschluss der Konferenz konnten dann OA-Geschäftsführer Lindner gemeinsam mit Ruzica Djindjic und der deutschen Botschafterin Gudrun Steinacker die etwa 100 Teilnehmer der 8. Alumnikonferenz in Budva begrüßen, die dort in verschiedene Workshops unter anderem über die Perspektive des Netzwerks diskutierten.

Anja Quiring
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft