Starke Beteiligung

21. September 2016

Deutsche Initiative will sich an Hochgeschwindigkeitsstrecke in Russland beteiligen/ Unternehmergespräch zur deutsch-russischen Zusammenarbeit im Eisenbahnsektor

Im Rahmen der größten und bedeutendsten Fachmesse in der Schienenverkehrstechnik Innotrans trafen sich in der Russischen Botschaft in Berlin am 21. September auf Einladung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutschen Bahn hochrangige deutsche und russische Branchenvertreter zu einem Unternehmergespräch zum Thema „Verkehrsbau und Infrastruktur im Eisenbahnsektor. Perspektiven der Zusammenarbeit für Deutschland und Russland“

Besonders im Fokus stand die Beteiligung der Deutschen Initiative für Hochgeschwindigkeit an Planung, Bau und Betrieb der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Moskau nach Kasan. Wie der erste Vizepräsident der Russischen Eisenbahnen (RZD) Alexandr Mischarin betonte, sei die Zusammenarbeit mit den deutschen Unternehmen von besonders großem Interesse und das Tempo, in dem die an der Initiative beteiligten Unternehmen in Russland lokale Produktionen errichteten, hoch. „Züge und Technik aus Deutschland sind schon in vielen Teilen des Landes unterwegs und haben sich bewährt“, so Mischarin. Siemens produziert Züge der Marken Sapsan (ICE) und Lastotschka schon zu großen Teilen in Russland.

Aber das Interesse der russischen Seite erstreckt sich auf alle Bereiche der Schienenverkehrstechnik: von Technologien wie der festen Fahrbahn über Weichen-, Signal- und Kommunikationstechnik bis hin zur Digitalisierung der gesamten Infrastruktur. Deutsche Unternehmen sind in all diesen Bereichen am Weltmarkt aktiv und bereit, sich in Russland noch stärker zu engagieren. „Eine so starke Beteiligung deutscher Firmen ist weltweit einmalig“, so Jochen Eickholt, CEO Rail Systems Division Siemens. Neben Großkonzernen wie der Deutschen Bahn, der Deutschen Bank, Strabag und Siemens sind in der Initiative vor allem mittelständische Unternehmen zusammengeschlossen. Und gerade mittelständische Unternehmen möchte die russische Seite in die Großprojekte der nächsten Jahre mit einbeziehen, und würde sie gezielt unterstützen.

Jens Böhlmann
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft