Chancen für die Bio-Branche

15. Februar 2012

Im Rahmen des Wirtschafts- und Beschäftigungsförderungsprogramms Ukraine besuchte vom 15. – 18. Februar 2012 eine Delegation aus Vertretern des Ersten Agrarclusters, Abgeordneten des Agrarausschusses aus dem Gebiet Chernivci und der AR Krim sowie Unternehmern aus dem Bereich der ökologischen Landwirtschaft die Weltleitmesse BioFach in Nürnberg.

Seit drei Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Ost-Ausschuss, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Ersten Agrarcluster Chernivci im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft, bisher vorrangig zu dem Thema „Innovative Verarbeitungsmethoden von Obst und Gemüse“. Aber auch die Bio-Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse soll in diesem und den kommenden Jahren gefördert werden.

Die Delegation nutzte die BioFach für einen intensiven Austausch mit Vertretern des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) und dem Vize-Präsidenten des Europäischen Bio-Obstforums (EBF) Peter Rolker, der bereits im vorherigen Jahr am Verbandstag der Agrarwirtschaft in Chernivci zur ökologischen Apfelproduktion in Deutschland referierte. In diesem Frühjahr wird der Experte für ökologische Landwirtschaftsprojekte Dr. Johannes Kotschi für mehrere Tage in die Regionen reisen und zusammen mit ukrainischen Projektpartnern Fragen, Risiken und Lösungsansätze im Bereich des ökologischen Landbaus diskutieren.

Gemeinsam mit der Botschaft der Ukraine wurde vereinbart, ein Ukraine-Podium auf der kommenden BioFach 2013 zu veranstalten, um mit deutschen und internationalen Experten Entwicklungen, Möglichkeiten und Chancen im Bereich Bio-Landbau aufzuzeigen. So könnte für die Ukraine beispielsweise die Produktion von ökologischem Futtermittel für den europäischen Markt ein interessantes Investitionsfeld sein.

Der nächste Verbandstag der Agrarwirtschaft in Chernivci ist für Mitte Juli dieses Jahres geplant.