Medienecho

  • 24. Oktober 2017

    Die Welt

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist nach Moskau, wo er auch Wladimir Putin trifft. Es wartet eine heikle Aufgabe: Steinmeier muss herausfinden, ob Russland bereit ist, wieder Vertrauen zum Westen aufzubauen. Der offizielle Anlass ist niedrigschwellig: Es geht um die Rückgabe der Moskauer Kathedrale St. Peter und Paul an die Evangelisch-Lutherische Kirche, der Steinmeier beiwohnen will und die das Bundespräsidialamt als Voraussetzung für den Besuch bezeichnet. Doch natürlich geht es auch um mehr. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sieht in Steinmeiers Reise ein gutes Signal. Man hoffe, dass nun „sieben gute Jahre folgen, in denen sich Deutschland, die EU und Russland auf gemeinsame Interessen fokussieren und ihre Probleme im Dialog lösen“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Büchele.

  • 18. Oktober 2017

    Zeit Online

    Das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 verdichtet gleich mehrere internationale Konflikte. Die Ausgangslage: Ein Zusammenschluss des russischen Staatskonzerns Gazprom mit fünf europäischen Energiekonzernen will für 9,5 Milliarden Euro eine weitere Gasleitung von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bauen. Doch von allen Seiten gibt es Widerstand. Mögliche Gefahr droht dadurch den europäischen Konzernen Shell, Engie, OMV, Wintershall und Uniper (früher E.on). Sie sind mit Gazprom verbündet und wollen jeweils bis zu 950 Millionen Euro in die Ostsee-Gasleitung investieren. Michael Harms, Geschäftsführer des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, sieht möglicherweise noch andere Energieprojekte deutscher Konzerne von den Sanktionen betroffen: „Das ist America first in einer neuen Dimension.“

  • 13. Oktober 2017

    Handelsblatt

    Die wichtigsten Fürsprecher Wladimir Putins sitzen in Deutschland – in den Führungsetagen vieler deutscher Unternehmen. Mit ihnen teilt er die Forderung nach einem Ende der Sanktionen gegen Russland, Kritik an neuen amerikanischen Strafmaßnahmen gegen Russland und die Unterstützung für mehr russische Öl- und Gaslieferungen nach Europa. Und so nahm sich der Kremlherr fast drei Stunden Zeit für ein Gespräch mit Top-Managern aus Deutschland in seiner Schwarzmeer-Residenz in Sotschi. An dem Treffen nahm überraschend auch der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew teil.

  • 6. Oktober 2017

    Euractiv

    The 21st meeting of the Berlin Eurasian Club, held in Brussels under the title “The Enhanced Partnership and Cooperation Agreement between the Republic of Kazakhstan and the European Union. Experts consider that Kazakhstan has a huge potential in developing wind and solar energy. Michael Harms, managing director of the German Committee on Eastern European Economic Relations, who chaired the conference, said that the business side strongly supported such a dialogue starting these technical matters. Technical and customs regulation “can sound a bit boring”, he said, but were very important for the economic actors, not only for Germany and Kazakhstan, but for the EU and for Central Asia, he stressed.

  • 24. September 2017

    Deutsche Welle (russ.)

    Der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Michael Harms äußert sich im Interview mit dem russischen Dienst der Deutschen Welle dazu, das wirtschaftliche Themen bei den Bundestagswahlen den zweiten Platz eingenommen haben. „Die Wirtschaftsthematik hat in der Tat diesmal im Vergleich zu den vorherigen Wahlkampagnen keine große Rolle gespielt. Wenn man es z.B. mit dem Jahr 2005 vergleicht, sieht man, dass es damals etwa fünf Millionen Arbeitslose im Land gab und die Wirtschaftssituation sehr schwierig war. Heute befindet ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland auf einem anderen Niveau: Wir haben fast Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum, und die Auslandverschuldung hat sich auch stark verbessert. Aber es scheint mir, dass vieles davon vor allem mit einer künstlichen Konjunktur verbunden ist, die von der Politik „des billigen Geldes“ der Europäischen Zentralbank herrührt. Und all diese Probleme können wieder zurückkommen. Deswegen denke ich, dass man viel ernsthafter über wirtschaftliche Fragen diskutieren sollte“.

  • 22. September 2017

    Prime (russ.)

    Die illegale Verbringung von Siemens-Turbinen auf die Krim untergräbt die vertrauenswürdigen Beziehungen zwischen russischer und deutscher Wirtschaft. Russland müsse eine vernünftige Grundlage für den bilateralen Handel bieten, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Wolfgang Büchele dazu. Der Vorsitzende der Wirtschaftsorganisation, die direkt mit deutschen Firmen in Russland arbeitet, sagte, dass fehlende Garantien zur Einhaltung bestehender Verträge zu einem „ernsthaften Vertrauensverlust mit den entsprechenden Konsequenzen für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen" führen könnten. Dies wäre eine enttäuschende Entwicklung, da die deutschen Exporte nach Russland zuletzt eine ausgezeichnete Dynamik gezeigt hätten.

  • 11. September 2017

    Handelsblatt

    Dem russischen Riesenreich geht es wirtschaftlich wieder deutlich besser: Daimler baut ein Werk bei Moskau, BASF eröffnet eine weitere Produktionslinie bei St. Petersburg, Gasspezialist Linde baut mit dem russischen Giganten Gazprom an der Ostseeküste, der Großhändler Metro errichtet neue Filialen um die Hauptstadt und der Chemie- und Pharmakonzern Merck ein neues Labor in Moskau. Auch die deutschen Exporte nach Russland sind allein im ersten Halbjahr um 2,6 auf 12,7 Milliarden Euro (plus 26,3 Prozent) gestiegen, die deutschen Importe sogar noch schneller. Russland habe sich als Wachstumsmarkt zurückgemeldet, so Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft. Dabei helfe, dass „die deutsche Wirtschaft in Russland gut aufgestellt ist“, sagte Büchele dem Handelsblatt. „Es wird uns hoch angerechnet, dass wir auch in den Krisenjahren an den Markt geglaubt und dort investiert haben.“ Russland müsse aber dafür sorgen, dass Verträge deutscher Unternehmen mit russischen Firmen wortgetreu eingehalten werden, mahnt Büchele mit Blick auf die Verbringung von Siemens-Turbinen auf die Krim.

  • 31. August 2017

    Süddeutsche Zeitung

    Sowohl die deutsche Wirtschaft als auch die Politik sehen die Verschärfung der US-Sanktionen als ein Mittel der USA, seine eigenen wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. „Die Sanktionen des US-Senats sind zutiefst alarmierend und prinzipiell eine Bedrohung für die europäische und deutsche Wirtschaft. Hier wird, America first' in einer ganz neuen Dimensionpraktiziert,“ so äußerte sich im Juni Klaus Schäfer, der stellvertretende Vorsitzende des Ostausschusses. Auch der deutsche Außenminister, Sigmar Gabriel (SPD), ist der Ansicht, dass die von den USA aufgestellten Sanktionen massive Probleme schaffen werden: „Erstens verlassen die Amerikaner damit die bisherige Position, dass wir gemeinschaftlich unsere Politik abstimmen. Zweitens wirken solche Sanktionen nach Auffassung der USA exterritorial, sie sollen auch für europäische, für deutsche Unternehmen gelten, für Unternehmen, die eigentlich unter europäisches Recht fallen. Und das Dritte, da wird es dann ganz abenteuerlich: dass diese neuen Sanktionen sogar damit begründet werden, man wolle russisches Gas vom europäischen Markt verdrängen, um amerikanisches dort zu verkaufen. Das ist nun etwas, was wir gar nicht akzeptieren können: Wenn die Amerikaner Sanktionen veranlassen, um wirtschaftspolitische Interessen durchzusetzen. Außerdem habe ich die Sorge, dass diese überzogene Sanktionspolitik gefährliche Folgen in Russland haben können. Der russische Präsident steht vor einem Wahlkampf. Statt endlich auf Rüstungskontrolle und Abrüstung zu setzen, wiederholt der Westen die schlimmsten Fehler des Kalten Krieges."

  • 18. August 2017

    Die Welt

    Gerhard Schröder soll ggf. den Aufsichtsratsposten beim Ölkonzern Rosneft übernehmen. Die SPD äußert sich erst paar Tage später nach der Nominierung Schröders. „Ich würde das nicht tun.“ Für ihn sei „klar“: Nach einer Kanzlerschaft „werde ich keine Jobs in der Privatwirtschaft annehmen“, so Martin Schulz. Der Vorsitzende vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Wolfgang Büchele, begrüßt die Berufung des Altkanzlers und sagt, dass die Kritik an Schröder teils auf eine fehlerhafte Darstellung beruht. „Ich kann sie nicht nachvollziehen. Es handelt sich um die persönliche Entscheidung von Gerhard Schröder,“ so Büchele. Als Grund nannte er, dass Schröder kein politisches Mandat in Deutschland innehabe. Die Kritik an Schröder sei vor allem dem Bundestagswahlkampf geschuldet.

  • 3. August 2017

    Handelsblatt

    Die Europäer fürchten, in den Konflikt zwischen den USA und Russland hineingerissen zu werden. Schon vor der Unterzeichnung des Gesetzes hatten sie in Washington protestiert. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte in einem Radiointerview: „Wir müssen unsere Wirtschaftsinteressen auch gegenüber Amerika verteidigen. Und das werden wir auch tun.“ Der wichtigste Verbündete könnte dabei ausgerechnet der US-Präsident sein. „Die Kommentare von Donald Trump deuten an, dass er wesentliche Teile des Gesetzes ablehnt und dass seine Administration die Bedenken aus der EU und der internationalen Wirtschaft gegen die Anwendung des Sanktionspakets ernst nimmt‘, sagte Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.

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