Partnerschaftsprojekt Moldau –Die bilaterale Zusammenarbeit stärken

4. Juni 2009

Der Ost-Ausschuss pflegt im Rahmen seines Partnerschaftsprojektes mit Einrichtungen der moldauischen Wirtschaft traditionell den agrarpolitischen Dialog mit dem Land im Südosten Europas. Neben dem bilateralen Forum im Rahmen der Internationalen Grünen Woche lag in der ersten Hälfte des Jahres 2009 der Schwerpunkt auf der Unterstützung des Weinsektors. Mit der Weingilde der Republik Moldau hat sich auf moldauischer Seite eine vielversprechende Organisation der privaten Weinwirtschaft zum Ansprechpartner entwickelt. In den vergangenen Jahren haben sich die Mitgliedsunternehmen der Weingilde neben der Weinproduktion für den russischen Markt auch auf die Produktion von Qualitätsweinen für den westeuropäischen und damit auch für den deutschen Markt konzentriert.

Zuletzt unterstützte das Partnerschaftsprojekt eine Studienreise des mittleren Managements der Mitgliedsunternehmen im Januar 2009 zu erfolgreichen und renommierten Einrichtungen und Unternehmen der Branche in Deutschland. Im Rahmen der internationalen Fachmesse ProWein Ende März 2009 präsentierten sich die Mitgliedsunternehmen auf einem Stand sowie im Rahmen einer Presseveranstaltung mit etwa 30 Vertretern der Fachpresse und deutscher Unternehmen.

Abschließend hatten moldauische Wein- und Spirituosenproduzenten vor Ort die Gelegenheit zu Beratungsgesprächen mit einem deutschen Experten Zu den Aktivitäten zählte auch eine deutsch-moldauische Weinprobe, die als Bestandteil der deutsch-moldauischen Kulturwoche in der Hauptstadt Chisinau unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters Graf Lambsdorff organisiert wurde. In dem zurückliegenden halben Jahr konnten durch den gezielten Know-How-Transfer und die systematische Vernetzung neue Geschäftskontakte zwischen den Unternehmen der Weingilde Moldau und deutschen sowie anderen europäischen Unternehmen der Branche geknüpft werden. Die geschäftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen beiden Ländern wurden dadurch intensiviert.

Der Ost-Ausschuss setzt auch im Lichte der politischen Entwicklungen nach den Parlamentswahlen im April sein Engagement im Land fort. Gerade in diesen Zeiten ist es zur Wahrung politischer und wirtschaftlicher Stabilität in Europa wichtig, die Aktivitäten und den Dialog nicht abreißen zu lassen. Wirtschaftswachstum und politische Stabilität in Ost- und Südosteuropa sind auch für deutsche Unternehmen von zentraler Bedeutung. Wir unterstützen mit unserem Engagement die Entwicklung moderner privatwirtschaftlicher Strukturen und deren Potenzial als Kooperationspartner deutscher Unternehmen.

Dem scheidenden moldauischen Botschafter, Dr. Igor Corman, danken wir in diesem Zusammenhang ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre. Nicht zuletzt auf seinem Engagement fußen die Planungen für das nächste bilaterale Wirtschaftsforum am 15. Juli 2009 in München, an dem sich auch der Ost-Ausschuss beteiligt. Nach wie vor ist die Republik Moldau ein interessanter Standort zwischen Ost und West, der mit niedrigen Steuersätzen und geringen Lohnkosten lockt. Besonders für arbeitsintensive Wirtschaftszweige verspricht dies Potenziale. Die Konferenz am 15. Juli bietet die Möglichkeit, Chancen für ein Engagement auch in Zeiten der Krise zu eruieren und potenzielle Kooperationspartner zu identifizieren.

Im Rahmen seines Partnerschaftsprojektes unterstützt der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Sequa gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Handels- und Industriekammer der Republik Moldau sowie die hiesige Vereinigung der Arbeitgeberverbände. Ziel ist der Aufbau von effektiven und unternehmensorientierten Dienstleistungsstrukturen sowie eine aktive Positionierung als Interessenvertretung für Unternehmen gegenüber anderen Akteuren im Land.