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Deutsche Gesundheitswirtschaft trifft auf lettische Innovationskraft

Latvia–Germany Life Sciences Networking Roundtable, Foto: Embassy of the Republic of Latvia in Germany
17.09.2026
Latvia–Germany Life Sciences Networking Roundtable am 17. September 2026 im Haus der Deutschen Wirtschaft

Unter dem Motto „Connecting Health Ecosystems, Companies and Innovation Partners“ lud der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am 17. September zum Latvia–Germany Life Sciences Networking Roundtable nach Berlin ein. Partner waren die Botschaft der Republik Lettland, die Latvian Investment and Development Agency (LIAA), die German Health Alliance (GHA) und Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie. Anlass war der Besuch des lettischen Wirtschaftsministers Viktors Valainis, der eine 20-köpfigen Delegation mit den Schwerpunkten Medizintechnik, Digital Health, Pharma und Forschung zum Roundtable mitbrachte.

Der Roundtable im Haus der Deutschen Wirtschaft war Teil eines umfassendes Besuchsprogramms der lettischen Delegation in Berlin: Der Morgen des 16. Septembers hatte mit einem Frühstücksbriefing zu wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen begonnen. Neben der neuen lettischen Botschafterin in Berlin Ilze Rūse ordnete dabei Adrian Stadnicki, Regionaldirektor Mittelosteuropa im Ost-Ausschuss, die Bedeutung der deutsch-lettischen Wirtschaftsbeziehungen ein.

In seiner Eröffnungsrede zum Roundtable betonte Minister Valainis, wie gut sich Deutschland und Lettland ergänzten: Deutschland bringe die Größe und Skalierungskraft einer etablierten Life-Sciences-Landschaft mit, Lettland Agilität und Innovationsstärke.

Flavia Kruse von Berlin Partner stellte danach Berlin als Life-Sciences-Standort vor. Sie verwies auf rund 40 Forschungseinrichtungen, eine starke Gesundheitswirtschaft und viele Schnittmengen mit lettischen Partnern. Außerdem präsentierte sie TEF-Health, die europäische Test- und Experimentierinfrastruktur für KI und Robotik im Gesundheitswesen, sowie die Innovationsstandorte Siemensstadt Square und NLND Berlin. Als Beispiel für gelungene deutsch-lettische Zusammenarbeit nannte sie die Rīga Stradiņš University (RSU), die einen Medizin-Campus in Stade betreibt. Berlin Partner unterstützt internationale Unternehmen bei der Standortsuche, bei Visa-Fragen und beim Zugang zu öffentlicher Förderung. 

Vorgestellt wurde auch die lettische Forschungsplattform BioPhoT für Biomedizin und Photonik. Die Gäste wurden jeweils nach Riga zum PMNET Forum für Präzisionsmedizin (8./ 9. Oktober) und zum Deep Tech Atelier (14./15. April 2027) eingeladen.

Nellija Mahova vom Latvian IT Cluster gab einen Überblick über die Prioritäten des lettischen Digital-Health-Ökosystems. Als Beispiele nannte sie Unternehmen wie Double Helix Technologies und Gastro Centrs. Außerdem wurde auf das German – East European & Central Asian Health Forum am 9. Oktober hingewiesen.

Nach einer Vorstellungsrunde von Unternehmen und Institutionen folgte das abschließende Networking zur Vertiefung der Gespräche. Insgesamt zeigte das Treffen eindrucksvoll das große Potenzial für deutsch-lettische Kooperationen in Forschung, MedTech und Digital Health auf.

Am Abend fand schließlich auf Einladung der Botschafterin ein Empfang im Humboldt Forum statt, bei dem Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenkamen. Wirtschaftsminister Valainis verwies dabei auf die hohe wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands für die lettische Wirtschaft. Unterstrichen wurde diese Aussage von der umfassenden lettischen Wirtschaftsdelegation. Insgesamt begleiteten den lettischen Minister 89 Unternehmen aus verschiedenen Branchen nach Deutschland.

Aman Magauin
Praktikant Presse und Public Affairs

Kontakt

Dr. Martin Hoffmann
Direktor Strategie und Research
Logistik und Verkehrsinfrastruktur
Gesundheitswirtschaft
Fachkräftesicherung
T. +49 30 206167-126
M.Hoffmann@oa-ev.de

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