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Strategische Plattform für die Wirtschaftsbeziehungen mit Aserbaidschan gegründet

(v.r.n.l.) Unterzeichnung der Erklärung zur Gründung des Wirtschaftsrats: Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms, Geschäftsführerin der Deutsch-Aserbaidschanischen Auslandshandelskammer Nargis Wieck, Wirtschaftsminister Aserbaidschans Mikayil Jabbarov. Foto: Bundesregierung/Sandra Steins
22.07.2026
Vertrag zur Gründung des Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsrats im Kanzleramt unterzeichnet / Bundeskanzler Merz und Staatspräsident Alijew sprechen von strategischer Bedeutung für die bilateralen Beziehungen

Gestern Mittag (21.07.26) wurde im Berliner Bundeskanzleramt nach langer Vorbereitungszeit in Anwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz und des Präsidenten von Aserbaidschan Ilham Alijew die Gründung des Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsrats (German-Azerbaijani Business Council - GABC) besiegelt. Beide Politiker sehen in dem neuen Gremium einen wichtigen Impulsgeber für die deutsch-aserbaidschanische Wirtschaftszusammenarbeit und die strategische Zusammenarbeit beider Länder.

Die entsprechende Erklärung zur Gründung des Wirtschaftsrats unterzeichneten von deutscher Seite Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms (Foto rechts) und die Geschäftsführerin der Deutsch-Aserbaidschanischen Auslandshandelskammer Nargis Wieck. Von Seiten Aserbaidschans unterschrieb Wirtschaftsminister Mikayil Jabbarov (links).

Mit dem neuen Gremium schaffen als ausführende Organisationen der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, die AHK Aserbaidschan und die aserbaidschanische Agentur für Export- und Investitionsförderung AZPROMO die wichtigste bilaterale Wirtschaftsplattform beider Länder für den Austausch mit der Politik. Ziel ist es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu vertiefen, Investitionen und gemeinsame Projekte zu fördern sowie den Dialog zu Zukunftsthemen und nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung auszubauen.

„Wir freuen uns sehr, dass nach langer Vorbereitungszeit die Schaffung dieser strategischen Plattform gelungen ist. Deutschland kann mit seiner Technologie beispielsweise zur Modernisierung des starken aserbaidschanischen Energiesektors und der Landwirtschaft beitragen“, erklärt Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms. „Mit Michael Lewis, dem CEO von Uniper und Präsidiumsmitglied im Ost-Ausschuss, konnten wir zudem für den deutschen Co-Vorsitz eine der stärksten Stimmen der deutschen Wirtschaft gewinnen.“ Den aserbaidschanischen Co-Vorsitz übernimmt Wirtschaftsminister Jabbarov persönlich. Der Wirtschaftsrat wird einen engen Dialog mit der Politik zur Umsetzung bilateraler Projekte führen und Unternehmen beider Länder enger vernetzen.

In den ersten fünf Monaten 2026 ist der deutsche Handel mit Aserbaidschan im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 835 Millionen Euro gestiegen, wobei die deutschen Ausfuhren um 18 Prozent und die deutschen Einfuhren um 38 Prozent zunahmen. Deutschland bezieht insbesondere Rohöl und seit Januar 2026 auch Erdgas aus dem Land im südlichen Kaukasus.

„Aserbaidschan kann angesichts der anhaltenden Krisen in der Golfregion zur Diversifizierung der deutschen Rohstoffimporte eine noch wichtigere Rolle übernehmen“, betont Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Harms. „Das Land am Kaspischen Meer ist ein entscheidender Faktor bei der Entwicklung neuer Lieferketten über Zentralasien Richtung China. Dies alles unterstreicht die hohe strategische Bedeutung des neuen Wirtschaftsrats.“

Kontakt

Alena Akulich
Regionaldirektorin Osteuropa
T. +49 30 206167-113
A.Akulich@oa-ev.de

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