Direkt zum Inhalt

Deutsche Unternehmensdelegation reist nach Kasachstan

Foto: Botschaft der Republik Kasachstan
14.09.2021
Technologiekooperation im Fokus der 32. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs in Nur-Sultan

„Back to normal“, hieß es für die Teilnehmer einer Unternehmensdelegation, die am 13. September zu politischen Gesprächen anlässlich der 32. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs nach Nur-Sultan flogen. Auch wenn die Flugverbindungen noch nicht die ursprüngliche Frequenz erreicht haben, ist eine Reise nach Kasachstan unter Einhaltung aller hygienischen Vorschriften wieder jederzeit möglich.

Die Unternehmensvertreter hatten dabei die Möglichkeit zu einem Austausch mit dem Premierminister Kasachstans Askar Mamin. Mit ihm saß eine hochrangige Mannschaft am Tisch, darunter der stellvertretende Ministerpräsident Roman Sklyar und die Minister für Industrie und Infrastrukturentwicklung, Landwirtschaft, Energie sowie Ökologie, Geologie und Naturressourcen. Außerdem nahmen der Vorstandsvorsitzende des Samruk-Kazyna Sowereign Wealth Fund JSC Almasadam Satkaliyev sowie der Botschafter der Republik Kasachstan in Deutschland Dauren Karipov teil, der das Treffen moderierte. Entsprechend konkret war der Austausch beider Seiten mit Schwerpunkten in den Bereichen Erneuerbare Energien, Gasverarbeitung, Landwirtschaft, Maschinen- und Bergbau.

Kooperation gegen den Klimawandel 

Anschließend fand die 32. Sitzung des Berliner Eurasischen Klubs im hybriden Format statt. Eröffnet wurde das Meeting durch den stellvertretenden Premierminister und Außenminister Mukhtar Tlieuberdi sowie die neue Botschafterin Deutschlands in Kasachstan Monika Iwersen. Im Fokus der Sitzung stand die technologische Zusammenarbeit und ihre Bedeutung für die Wirtschaftskooperation beider Länder. Vor allem die Themen Dekarbonisierung, Minimierung des CO2-Fußabdrucks sowie Industrie 4.0 spielten in der Diskussion eine herausgehobene Rolle. Es wurde deutlich, dass die Klimawende weder in Deutschland noch in Kasachstan über Verbote, sondern über technologische Entwicklungen erreicht werden kann.

So ist das Thema Wasserstoff in der gesamten Farbpalette, vor allem aber grüner und blauer Wasserstoff, auch für das ölreiche Kasachstan ein wichtiges Anliegen. Mit Siemens Energy, Linde, Svevind und Goldbeck Solar waren vier deutsche Unternehmen an der Delegation beteiligt, die die gesamte technologische Bandbreite abdecken können. Wie der Strukturwandel etwa im Bergbau bewältigt werden kann, berichtete der Leiter R&D von Becker Mining Maximilian Becker in einer informativen Präsentation. Das Unternehmen bietet nachhaltige Technologielösungen für die Rohstoffförderung an. Green Mining dürfte in der Zukunft auch in Kasachstan eine stärkere Rolle spielen, vor allem im Hinblick auf die entsprechende Nachfrage aus dem Westen. 

Siemens Energy ist in Kooperation mit der kasachischen Regierung im Bereich Dekarbonisierung und Erneuerbare Energien engagiert. Dazu kommen Projekte im Kraftwerksbereich und beim Netzaufbau, wo Siemens Teile der Produktion lokalisiert hat. Auch Die Linde AG, die seit 2009 in Kasachstan im Gasesektor aktiv ist, setzt auf neue Technologien wie die Wasserstoffproduktion. Während der Corona-Pandemie belieferte Linde kasachische Krankenhäuser mit großen Mengen Sauerstoff.

Kasachstan setzt auf Förderung von Start-Ups

Die kasachischen Vertreter stellten mehrere Organisationen zur Förderung von Start-Ups vor, wie den Astana Hub, den Almaty Tech Garden sowie Qazindustry, die für ausländische Unternehmen eine Plattform im Land bieten können, vor allem aber die Unternehmen bei zahlreichen Themen unterstützen können. Die Angebote im Bereich Bildung, Beratung und technologische Kooperationsmöglichkeiten stehen nicht nur kasachischen, sondern auch deutschen Unternehmen offen.

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien

Ansprechpartner

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
Tel.: 030 206167-114
E.Kinsbruner@oa-ev.de

Diese Seite teilen: