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Cordes: Visa sind Kostenfaktor und Investitionsbremse /  Handel mit Osteuropa 2011 auf Rekordkurs / Finanzmärkte in Osteuropa trotzen Euro-Schuldenkrise

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft setzt sich für konkrete Fristen für die Abschaffung der Visa-Pflicht zwischen EU und den osteuropäischen Nachbarstaaten ein: „Spätestens zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland sollte die beiderseitige Visa-Freiheit mit Russland und anderen osteuropäischen Staaten wie der Ukraine, Moldau oder Belarus Realität sein“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes in einem Pressegespräch anlässlich der Jahresmitgliederversammlung des Ost-Ausschusses in Berlin.

Ost-Ausschuss: Privatisierungsprogramm muss fortgesetzt und Investitionsklima weiter verbessert werden

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft begrüßt den jüngsten Vorstoß des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zur Trennung von Wirtschaft und Politik in Russland. Medwedew hatte anlässlich einer Sitzung der russischen Modernisierungskommission in Magnitogorsk die fehlende Attraktivität der russischen Wirtschaft für ausländische Investoren bemängelt, die bestehende Korruption auf staatlicher Ebene beklagt und einen Katalog mit zehn prioritären Maßnahmen vorgestellt.

Neues Gesetz würde ukrainische Landwirte Milliarden kosten und die nachhaltige Modernisierung behindern

Die Ukraine ist mit ihren fruchtbaren Böden einer der großen Hoffnungsträger für die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung. Gerade deutsche Firmen haben im Verbund mit der Bundesregierung in den vergangenen Jahren erheblich dazu beigetragen, die Hektarerträge in der Ukraine auf ein internationales Niveau zu heben. Diese positive Entwicklung ist nach Ansicht des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft nunmehr in Gefahr. Ein Gesetzentwurf, über den demnächst in erster Lesung im Parlament beraten werden soll, droht die ukrainische Agrarwirtschaft um Jahre zurückzuwerfen.

Deutsche Ausfuhren in die Region wachsen 2010 um 23 Prozent

Das Jahr 2010 ging für die deutschen Exporteure sehr erfolgreich zu Ende: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die deutschen Ausfuhren im Vergleich zum Krisenjahr 2009 insgesamt um 19,5 Prozent auf 960 Milliarden Euro. Die Importe erhöhten sich um rund 21 Prozent auf 806 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich gut fiel die Bilanz für das östliche Europa aus, wie die durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ausgewerteten Zahlen zeigen.

Deutsche Exporte nahmen 2010 um über 20 Prozent zu / 
Ost-Ausschuss-Gespräch mit Eckhard Cordes und Johannes Teyssen

Osteuropa meldet sich als Wachstumsregion zurück: „Die Erholung nach der Krise 2009 verläuft schneller, als wir dies noch vor kurzem gedacht hätten“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes anlässlich eines Pressegesprächs in Berlin. „Bereits 2011 werden wir mit einzelnen Ländern und 2012 mit der Gesamtregion  wieder das Niveau des Rekordjahres 2008 erreichen.“ Die deutschen Exporte nach Osteuropa legten in den ersten zehn Monaten 2010 um 22 Prozent zu und wuchsen damit wieder stärker als der gesamte deutsche Export.

Drei Ost-Ausschuss-Veranstaltungen im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 20. bis 22. Januar in Berlin

Vom 20. bis 22. Januar 2011 treffen sich in Berlin 50 Landwirtschaftsminister mit ihren Delegationen sowie rund tausend Experten und Wirtschaftsvertreter zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), der politischen Auftaktveranstaltung zur Internationalen Grünen Woche. Das Leitthema des GFFA heißt in diesem Jahr „Handel und Sicherung der Welternährung“.

Cordes appelliert an Regierung in Belarus, die Annäherung an die EU fortzusetzen

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ruft die Regierung von Belarus zur Fortsetzung der vor rund zwei Jahren begonnenen Annäherung an die Europäische Union auf. „Das überharte Vorgehen der Behörden gegen Oppositionelle nach der jüngsten Präsidentenwahl ist ein beunruhigender und unverständlicher Rückschritt“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses. „Das Image des Landes bei internationalen Investoren, das sich zuletzt verbessert hatte, droht ernsten Schaden zu nehmen.“ Der Ost-Ausschuss erwarte nun bei der Aufklärung der Ereignisse am Wahlabend und im Umgang mit Inhaftierten größtmögliche Transparenz.

Deutsche Unternehmen rechnen 2011 mit Wirtschaftsaufschwung

Die deutschen Unternehmen in Russland blicken wieder deutlich optimistisch in die Zukunft. Dies zeigt die aktuelle Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), an der sich über 130 Unternehmen beteiligten. Für nahezu zwei Drittel der befragten Unternehmen ist bereits jetzt eine Erholung der russischen Wirtschaft spürbar. Vor einem Jahr lag dieser Wert nur bei zwölf Prozent.

Unternehmergespräch in Berlin greift Vorschlag für eine europäisch-russische Freihandelszone auf

Als „bahnbrechend“ bewertet der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft den Besuch des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Deutschland. „Putins Vorstoß für eine engere Partnerschaft mit der EU und einen gemeinsamen Markt zwischen Lissabon und Wladiwostok wird von der deutschen Wirtschaft mit Nachdruck unterstützt“, erklärte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold nach einem Unternehmergespräch mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin in Berlin. „Die Zeit ist reif, ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Russland und der EU aufzuschlagen, das von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und Abstimmung in Wirtschaftsfragen geprägt ist“.

Unterzeichnung von Verträgen im Wert von zwei Milliarden Euro

Das Belarussische Investitionsforum am 17. November in der Messe Frankfurt war aus Sicht des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft ein großer Erfolg. „Die hohe Zahl von 600 Teilnehmern ist ein deutliches Zeichen, dass es in Deutschland und Europa ein gewachsenes Interesse an Belarus gibt. Man kann sagen: Belarus ist auf einem – allerdings noch harzigen - Weg nach Westen, nachdem es über ein Jahrzehnt im Schatten lag“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold.

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