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Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans

Das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans bietet jährlich bis zu 75 jungen Nachwuchskräften die Möglichkeit, drei bis sechsmonatige Praktika in führenden deutschen Unternehmen in Deutschland zu absolvieren. Es umfasst die sieben Länder Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien. In den vergangenen 18 Jahren haben sich mehr als 200 führende deutsche Unternehmen an dem Programm beteiligt und Praktika für Studierende und junge Graduierte aus den Programmländern bereitgestellt.

„Mit unserem Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft für die Länder des Westlichen Balkans unterstützen wir die teilnehmenden Unternehmen, junge Nachwuchskräfte bereits frühzeitig zu fördern und sie an die aktuellen Herausforderungen der globalisierten Märkte heranzuführen“, sagt Antje Müller, Programmdirektorin des Stipendienprogramms im OA.

Die Unternehmen profitieren von den fundierten Fachkenntnissen, regionalen Kompetenzen und den Sprachkenntnissen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Sie haben die Möglichkeit, junge Nachwuchskräfte während eines drei- bis sechsmonatigen Praktikums auf einen möglichen Einsatz als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Tochtergesellschaften in der Region testen. 

„Die Deutsche Telekom nimmt bereits seit 2007 am Zoran Djindjic Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft teil. Wir haben dabei bislang ausschließlich positive Erfahrungen mit unseren Praktikant:innen gemacht. Im Austausch mit ihnen lernen wir jeden Tag mehr über ihre Länder und Kulturen, was uns bei unserer täglichen Arbeit mit unseren Tochtergesellschaften in den Ländern des Westlichen Balkans enorm hilft. Sehr erfreulich ist auch, dass einige der Praktikant:innen mittlerweile für unsere Töchtergesellschaften arbeiten. Insofern werden wir das Programm auch in der Zukunft weiterhin aktiv unterstützen und gerne weiterempfehlen.“, so die Rückmeldung der Deutsche Telekom AG.

Jedes Jahr bewerben sich etwa 1.500 Studierende und Graduierte mit einem fachlichen Hintergrund im ökonomischen, ingenieurstechnischen, informationstechnischen, juristischen, journalistischen oder agrarökonomischen Bereich. Ein unabhängiges Auswahlgremium übernimmt ausgehend von den Interessen der beteiligten Unternehmen die Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten und prüft die Fach- sowie Sprachkenntnisse der Bewerberinnen und Bewerber. Die finale Entscheidung für einen oder mehrere Praktikantinnen und Praktikanten treffen die teilnehmenden Unternehmen.

Das Projektteam übernimmt die Organisation von Visa, Arbeitserlaubnis und Krankenversicherung. Neben einem monatlichen Stipendium werden die Kosten für die An- und Abreise zum Praktikumsort ebenso wie ein Deutschsprachkurs während des Praktikums aus Projektmitteln finanziert. Ergänzend hierzu stellen die beteiligten Unternehmen die Praktikumsplätze und die Betreuungskapazitäten zur Verfügung und übernehmen die Kosten für Unterkunft und Versicherung oder zahlen eine monatliche Praktikumsvergütung.

Nach der Beendigung des Praktikums kehren die Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihre Heimatländer zurück und werden Teil des aktiven Alumni-Netzwerks des Programms. Dieses bietet ein branchenübergreifendes Forum zum Austausch und fördert durch fachspezifische Weiterbildungsmaßnahmen die berufliche Entwicklung der ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Gerade für deutsche Unternehmen bietet dieses Netzwerk den Zugang zu hochqualifizierten, jungen Nachwuchskräften aus der Region des Westlichen Balkans, die bereits Arbeitserfahrung in Deutschland gesammelt haben.

Die Firma Europoles GmbH & Co. KG beteiligt sich seit 2010 am Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft und hält fest: „Unsere Erwartungen wurden bereits im ersten Jahr überschritten. Wir konnten und können nicht nur engagierte, wissbegierige und praktisch begabte Stipendiaten während ihrer Praktikumszeit begleiten, sondern sind weit darüber hinaus oft auch Wegbegleiter beim Einstieg ins Berufsleben.“

Durch seinen überregionalen Ansatz leistet das Stipendienprogramm der Deutschen Wirtschaft einen Beitrag zur berufspraktischen Aus- und Weiterbildung junger und weltoffener Menschen, die grenzüberschreitend denken und die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Heimatländer mitgestalten. So betont Mark Alexander Friedrichs von der Metro AG: „Gerade in Zeiten, in denen Unterschiede und Grenzen zu oft im Mittelpunkt stehen, ist die Teilnahme an dem Stipendienprogramm für uns nicht nur ein Mittel zur Bindung von Talenten, sondern ein bewusster Beitrag zum grenzübergreifenden Austausch sowie zur Förderung des europäischen Gedankens.“

Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich mit der Programmdirektorin Antje Müller in Verbindung setzen (a.mueller@oa-ev.de).

Das Zoran Djindjic Stipendienprogramm wurde im Jahr 2003 in einer gemeinsamen Initiative des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nach dem Attentat auf den ersten demokratisch gewählten Premierminister Serbiens, Dr. Zoran Djindjic, initiiert. Es wird im Auftrag des BMZ durch die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Federführend in der Umsetzung ist der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (OA), in Kooperation mit der Zoran Djindjic Stiftung in Serbien.

Kontakt

Antje Müller
Programmdirektorin
Tel.: 030 206167-137
Fax: 030 2028-2627
A.Mueller@oa-ev.de

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Weitere Informationen

www.stipendienprogramm.org

Pressemitteilung zum 15-jährigen Jubiläum

Medienecho

14. September 2016, Schwäbische
Lämmle gibt Recycling-Fachwissen an Albanien weiter

26. Oktober 2016, KfW-Gruppe
Interview: Erla Kadiu – aus Albanien zur KfW

9. März 2018, Deutsche Welle
Interview von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms zum 15jährigen Jubiläum des Zoran Djindjic Stipendienprogramms

4. September 2019, BME-News
Coaching für Nachwuchskräfte aus dem Westlichen Balkan

 

 

 

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