Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Russische Industrie- und Unternehmerverband (RSPP) und die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer in Moskau nehmen in einer gemeinsamen Erklärung zu den US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland und möglichen russischen Gegensanktionen Stellung.
Mit großer Sorge beobachten wir die jüngste Verschärfung von US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland und die Debatte über mögliche russische Gegensanktionen. Die Aussage von US-Finanzminister Steven Mnuchin, dass durch diese neuen US-Sanktionen keine „hart arbeitenden Leute“ („hardworking people“) in den Firmen und von diesen abhängigen Partnern getroffen werden sollen, haben wir registriert. Tatsächlich aber sind es gerade diese „hart arbeitenden Menschen“, die von Wirtschaftssanktionen am meisten belastet werden – bei den sanktionierten russischen Firmen und bei deren internationalen Partnern.
Wirtschaftssanktionen, wie die von den USA gewählten und angedrohten, lösen keine politischen Konflikte, aber sie erzeugen neue Probleme und bedrohen die Zukunft vieler Menschen. Für Entscheidungen zur Gestaltung der europäischen Wirtschaftsbeziehungen sind in Europa gewählte Politiker zuständig. Im Interesse der von uns vertretenen Unternehmen und deren Mitarbeitern fordern wir deshalb einen Stopp der wirtschaftlichen Sanktionsspirale.
Es ist höchste Zeit für mutige Diplomatie und eine lösungsorientierte Politik!
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