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Arbeitskreis Energie und Nachhaltigkeit

Der Klimawandel ist ein dominierendes Thema in der öffentlichen Diskussion und Politik und hat erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Ähnlich wie die Digitalisierung ist Klimaschutz ein Querschnittsthema, das Unternehmen aus fast allen Branchen betrifft. In wichtigen Branchen wie der Automobilindustrie stehen einschneidende Strukturveränderungen an, die die Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellen. Gleichzeitig eröffnet der Übergang zu einer klimaneutralen, energieeffizienten Wirtschaft entsprechenden Anbietern gewaltige Marktchancen, nicht zuletzt auch in Osteuropa und Zentralasien, wo das Thema Klimaschutz rapide an Bedeutung gewinnt.

Dies betrifft sowohl öffentliche Akteure wie Regierungen und Kommunen als auch die private Wirtschaft. Zur wachsenden Bedeutung des Themas tragen internationale Vereinbarungen und nationale rechtliche Vorgaben bei. Auch Investoren und Kunden legen zunehmend Wert auf eine umweltschonende Fertigung. Internationale Förderbanken wie die EIB und die EBRD, aber auch private Kreditinstitute berücksichtigen bei der Kreditvergabe verstärkt ökologische Aspekte (Sustainable Finance). Nationale und internationale Programme zum Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie dürften ebenfalls einen starken Akzent auf klimaschonende und nachhaltige Investitionen setzen.  

Die neue EU-Kommission hat im Dezember 2019 mit dem Green Deal einen (noch vagen) Plan vorgelegt, um die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Dieses Ziel stellt vor allem die mittel- und südosteuropäischen Mitgliedstaaten mit ihren großen Kohleindustrien und dem Nachholbedarf bei Energieeffizienz, Emissionen oder Recycling vor große Herausforderungen. Der Green Deal sieht bis 2030 Investitionen von rund einer Billion Euro für den klimafreundlichen Umbau der EU vor. Die Einbeziehung der EU-Beitrittskandidaten auf dem Westlichen Balkan wird dabei ausdrücklich angestrebt.

Aber auch auf anderen osteuropäischen Märkten außerhalb der EU gewinnt der Klimaschutz rasant an Bedeutung. In Russland investiert die Industrie verstärkt in umweltverträgliche Produktionsprozesse. Die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Wasserstofftechnologien und der Verminderung von Methanemission bei Förderung und Transport fossiler Energieträger könnte die traditionelle deutsch-russische Energiepartnerschaft auf eine neue, grünere Basis stellen. Mit OAOEV-Partnerländern wie der Ukraine gibt es bereits bilaterale Programme zur Förderung der Energiewende.

Während in Mittel- und Osteuropa im öffentlichen und privaten Sektor die Nachfrage nach klimaschonenden und energieeffi zienten Technologien wächst, verfügen deutsche Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen nicht zuletzt aufgrund der forcierten Energiewende in Deutschland über erhebliches Know-how und technische Lösungen im Bereich Klimaschutz, Energieeffi zienz oder Strukturwandel in Kohleregionen. Deutschland gilt beim Thema Energiewende international als einer der Vorreiter. Dies eröffnet ihnen gewaltige Marktchancen in Osteuropa.

Der Arbeitskreis (AK) Energie und Nachhaltigkeit bündelt die Expertise der OA-Mitglieder im Bereich Klima und Energie und schafft eine branchenübergreifende Plattform zur Information über aktuelle Marktentwicklungen in den Zielländern, zum Austausch der Mitgliedsunternehmen untereinander sowie dem Dialog mit Experten und Stakeholdern aus Deutschland sowie den Partnerländern. Ziel ist es, deutsche Anbieter mit öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen in den Partnerländern des OA zu vernetzen und Marktchancen aufzuzeigen. Zielgruppe des AK sind vor allem Energieunternehmen, Anbieter von klimaschonenden und energieeffi zienten Technologien, Zulieferer und Beratungsunternehmen.  

Der AK wird nach einem ersten informellen Kick-Off-Meeting im Mai in der zweiten Jahreshälfte 2020 seine Arbeit aufnehmen. AK-Sprecher ist Dr. Christian Bruch, Vorsitzender des Vorstands von Siemens Energy.

Arbeitskreissprecher

Dr. Christian Bruch

Dr. Christian Bruch
CEO
Siemens Energy AG

Kontakt:

Christian Himmighoffen
Leiter AK Energie und Nachhaltigkeit
Tel.: 030 206167-122
C.Himmighoffen@oa-ev.de

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