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Ein intensiver Tag in Taschkent

Beim bilateralen Businessforum in Taschkent. Foto: Eduard Kinsbruner
05.06.2024
Ost-Ausschuss-Delegationsreise nach Usbekistan/ Unternehmensprojekte im Fokus

Über 50 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter nahmen am 5. Juni an der Delegationsreise des Ost-Ausschusses und des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates nach Taschkent teil. Auf der Agenda standen die 8. Sitzung des Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates, ein bilaterales Businessforum sowie zahlreiche bilaterale Gespräche.

Den Auftakt eines intensiven Tages bildete die Sitzung des Wirtschaftsrates, die von den beiden Co-Vorsitzenden, Premierminister Abdulla Aripov auf der usbekischen und Ost-Ausschuss-Präsidiumsmitglied Manfred Grundke auf der deutschen Seite eröffnet wurde. Beide betonten in ihren Eröffnungsreden die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern. Diese spiegelten sich nicht nur auf der politischen Ebene - Staatspräsident Shavkat Mirziyoyev und Premierminister Aripov besuchten Deutschland im vergangenen Jahr drei Mal - sondern auch in der Wirtschaft.

Thema Fachkräfte als roter Faden

Aktuelle Unternehmensprojekte standen dann auch im Mittelpunkt der Tischrunde, die von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms moderiert wurde. Hier waren die Themen vor allem Logistik, Digitalisierung und Rohstoffkooperation. Durch alle Diskussionen zog sich wie ein roter Faden die Probleme der Fachkräftegewinnung. Deutsche Unternehmen planen, Fachkräfte aus Usbekistan nach Deutschland zu holen und so dem Mangel zu begegnen.

Vertieft wurden die Themen beim anschließenden Deutsch-Usbekischen Businessforum, das der Ost-Ausschuss gemeinsam mit dem Deutsch-Usbekischen Wirtschaftskooperationsbüro und der Handels- und Industriekammer der Republik Usbekistan organisierte. Zwei spannende Diskussionsrunden zu den Schwerpunkten Fachkräfte und Logistik sowie Digitalisierung und Landwirtschaft standen auf der Agenda. Unter anderem berichteten Bekhzod Musaev, Minister für Beschäftigung und Armutsbekämpfung, sowie Verkehrsminister Ilham Mahkamov über die neuesten Entwicklungen in der bilateralen Zusammenarbeit. Vertreterinnen und Vertreter von SAP, Rhenus, CLAAS, ODDO BHF und der GP Papenburg AG konnten auf dem Forum ihre Projekte und Vorhaben vorstellen. So entwickelt die Rhenus Group Logistikterminals in Andijan und Samarkand, der Landmaschinenhersteller CLAAS baut die Fertigung in Usbekistan aus und erhöht schrittweise die Lokalisierungsquote.

Anschließend hatten die deutschen Delegationsteilnehmer die Gelegenheit, mit usbekischen Regierungs- und Unternehmensvertretern ins Gespräch zu kommen. Abgerundet wurde der Tag durch eine Besichtigung des Technoparks, einem Industriekomplex, der auf dem Gelände des ehemaligen Taschkenter Flugwerkes entstand und auf dem derzeit Haushaltstechnik produziert wird.

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien

Kontakt

Eduard Kinsbruner
Regionaldirektor Zentralasien
T. +49 30 206167-114
E.Kinsbruner@oa-ev.de

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