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Auf dem Belarusian Investment Forum werden Projekte mit einem Gesamtwert von 14 Milliarden US-Dollar vorgestellt

„Belarus hat eine stark wachsende Wirtschaft in der Mitte Europas und ist eine wichtige Drehscheibe für große Handels- und Transitrouten zwischen der EU und den Ländern der GUS.“ Mit diesen Worten wirbt Andrei Kobyakov, Stellvertretender Premierminister der Republik Belarus (Weißrussland) und Leiter des Organisationskomitees, um eine rege Teilnahme am Belarussischen Investitionsforum am 17. November in Frankfurt/Main. Das Forum wird von der belarussischen Regierung in Kooperation mit dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) organisiert und findet im Rahmen der 13. Euro Finance Week im Congress Center der Messe Frankfurt statt.

Mit dem Chef des Bundeskanzleramts reist am 3. November erstmals ein Bundesminister zum Forum nach Belarus an

Erstmals in seiner 13-jährigen Geschichte wird das Minsk Forum am 3. November 2010 durch einen Bundesminister eröffnet. Mit Ronald Pofalla reist der Chef des Bundeskanzleramtes und Minister für besondere Aufgaben aus Berlin an. Pofalla hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Belarus beschäftigt, 2008 nahm er bereits in seiner Eigenschaft als Generalsekretär der CDU am Minsk Forum teil.

Minsk Forum XIII mit 450 Teilnehmern aus Ost und West

„Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung.“ Als der CDU-Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck in der Abschlussrunde dieses ermutigende Fazit zog, lagen drei bemerkenswerte Veranstaltungstage hinter den Teilnehmern des diesjährigen Minsk Forums in der belarussischen Hauptstadt. Auch wenn wohl nicht alle 450 Teilnehmer Schirmbecks Kommentar zur politischen Entwicklung in Belarus uneingeschränkt zugestimmt hätten, deutete das Forum eine neue Dynamik der Annäherung zwischen Ost und West an.

Unterzeichnung von Verträgen im Wert von zwei Milliarden Euro

Das Belarussische Investitionsforum am 17. November in der Messe Frankfurt war aus Sicht des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft ein großer Erfolg. „Die hohe Zahl von 600 Teilnehmern ist ein deutliches Zeichen, dass es in Deutschland und Europa ein gewachsenes Interesse an Belarus gibt. Man kann sagen: Belarus ist auf einem – allerdings noch harzigen - Weg nach Westen, nachdem es über ein Jahrzehnt im Schatten lag“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold.

Unternehmergespräch in Berlin greift Vorschlag für eine europäisch-russische Freihandelszone auf

Als „bahnbrechend“ bewertet der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft den Besuch des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Deutschland. „Putins Vorstoß für eine engere Partnerschaft mit der EU und einen gemeinsamen Markt zwischen Lissabon und Wladiwostok wird von der deutschen Wirtschaft mit Nachdruck unterstützt“, erklärte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold nach einem Unternehmergespräch mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin in Berlin. „Die Zeit ist reif, ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Russland und der EU aufzuschlagen, das von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und Abstimmung in Wirtschaftsfragen geprägt ist“.

Deutsche Unternehmen rechnen 2011 mit Wirtschaftsaufschwung

Die deutschen Unternehmen in Russland blicken wieder deutlich optimistisch in die Zukunft. Dies zeigt die aktuelle Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), an der sich über 130 Unternehmen beteiligten. Für nahezu zwei Drittel der befragten Unternehmen ist bereits jetzt eine Erholung der russischen Wirtschaft spürbar. Vor einem Jahr lag dieser Wert nur bei zwölf Prozent.

Beitrag des neuen Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes zum Jahresausklang

Ich freue mich sehr, Sie an dieser Stelle erstmals als neuer Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft begrüßen zu können. Nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit haben Klaus Mangold und seine Vorstandskollegen Burckhard Bergmann und Tessen von Heydebreck zum 1. Dezember ihre Ämter in jüngere Hände gelegt. Der Wechsel an der Spitze des Ost-Ausschusses geschieht zu einer Zeit, in der einerseits das Wachstum in Mittel- und Osteuropa wieder an Fahrt gewinnt, andererseits in der Weltwirtschaft neue Kraft- und Machtzentren entstehen.

Jubiläumsveranstaltung in Düsseldorf informiert wieder über aktuelle Entwicklungen in Russland

Für die deutsche Außenwirtschaft gehört Russland zu den wichtigsten Partnerländern für Handel und Investitionen. Der Beratungsbedarf deutscher Unternehmen ist entsprechend groß. Daher veranstaltet der Ost-Ausschuss bereits seit 2001 einmal jährlich eine Rechtskonferenz zu Russland. 

Cordes appelliert an Regierung in Belarus, die Annäherung an die EU fortzusetzen

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ruft die Regierung von Belarus zur Fortsetzung der vor rund zwei Jahren begonnenen Annäherung an die Europäische Union auf. „Das überharte Vorgehen der Behörden gegen Oppositionelle nach der jüngsten Präsidentenwahl ist ein beunruhigender und unverständlicher Rückschritt“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses. „Das Image des Landes bei internationalen Investoren, das sich zuletzt verbessert hatte, droht ernsten Schaden zu nehmen.“ Der Ost-Ausschuss erwarte nun bei der Aufklärung der Ereignisse am Wahlabend und im Umgang mit Inhaftierten größtmögliche Transparenz.

Ein Kommentar von Dr. Franz-Georg von Busse, Sprecher der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und des gleichzeitig steigenden Bedarfs an nachwachsenden Rohstoffen werden in den nächsten vierzig Jahren weltweit enorme Anstrengungen notwendig sein, um die Agrarproduktion nachhaltig zu steigern. Insbesondere Russland, die Ukraine und Kasachstan, die über ein enormes noch ungenutztes Produktionspotenzial verfügen, werden hier einen entscheidenden Beitrag leisten können.

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