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Global Forum for Food and Agriculture im Rahmen der Grünen Woche in Berlin

Vom 17. bis 19. Januar 2013 trafen sich in Berlin rund 80 Landwirtschaftsminister mit ihren Delegationen sowie rund tausend Experten und Wirtschaftsvertreter zum Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), der politischen Auftaktveranstaltung zur Internationalen Grünen Woche. Das GFFA 2013 stand unter dem Leitthema „Verantwortliche Investitionen in Agrar- und Ernährungswirtschaft – Schlüsselfaktor für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung“. Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft wieder mit einer Reihe von internationalen wirtschaftspolitischen Veranstaltungen am GFFA.

Global Forum for Food and Agriculture/Internationale Grüne Woche: Regionalpodium des Ost-Ausschusses zu Russland, Ukraine und Kasachstan

Russland, die Ukraine und Kasachstan gehören zu den größten Weizenexporteuren der Welt. Ihre Agrarproduktion kann große Beiträge zur inländischen wirtschaftlichen Entwicklung und zur Sicherung der Welternährung leisten. Um das Potential zur Ertragssteigerung in diesen Ländern auszuschöpfen, ist der Zugang zu Finanzierungsquellen eine grundlegende Voraussetzung. Deshalb lud der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft zusammen mit dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) zu einem  Fachpodium mit dem Titel „Von Mikrokredit zu shareholder value: Zugang zu Finanzierungsquellen im Agrarsektor in Osteuropa und Zentralasien“ ein.

Global Forum for Food and Agriculture/Internationale Grüne Woche: Internationales Wirtschaftspodium leistet Beitrag zum Berliner Agrarministergipfel

„No farmers, no food, no future“, betonte Jervis Zimba, Vizepräsident der World Farmers’ Organisation auf dem Internationalen Wirtschaftspodium am 19. Januar 2013, das unter dem Thema “Investing in Food Security: Growing Needs and Opportunities“ stand. Die hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Entwicklungszusammenarbeit und Gesellschaft waren sich einig: Die Investitionen in die Agrar- und Ernährungswirtschaft müssen weiter steigen, um die nachhaltige Sicherung der Welternährung zu erreichen. Steigende Agrarpreise am Weltmarkt erhöhen dabei den Anreiz für Investoren.

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft Dr. Thomas Kirchberg führte im Rahmen des GFFA Gespräche mit dem russischen Vizelandwirtschaftsminister Alexandr Petrikov, dem Vorsitzenden des Agrar-Ausschusses der russischen Staatsduma Nikolaj Pankow. Themen waren die Zusammenarbeit im Bereich Saatgut, die Vereinfachung der Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln für Sonderkulturen, das Importverbot für Zuchtrinder nach Russland sowie aktuelle Zollfragen im Bereich Landtechnik.

20 Jahre Transformation in Russland 

Im August 1990 veröffentlichte eine Gruppe von Reformern um Grigori Jawlinski ein 500-Tage-Programm zur Liberalisierung der sowjetischen Wirtschaft. Während Michail Gorbatschow mit der Umsetzung zögerte, wurde der 500-Tage-Plan ein Jahr später zur Blaupause der Reformen von Boris Jelzin. 20 Jahre sind seither vergangen, die sowohl von Phasen schneller Reformen als auch von Phasen der Stagnation gekennzeichnet waren. Russland hat mit der Modernisierung seiner Wirtschaft begonnen; es muss die Reformen konsequent fortsetzen und dabei die politische Modernisierung nicht vernachlässigen.

10. Geschäftsklimaumfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen 

Die Stimmung der deutschen Unternehmen in Russland bleibt insgesamt sehr positiv: 50 Prozent der befragten Unternehmen haben im vergangenen Jahr eine Verbesserung des Geschäftsklimas in der Russischen Föderation festgestellt. 83 Prozent rechnen auch 2013 mit einer positiven Entwicklung der russischen Wirtschaft. Dies sind Ergebnisse der 10. Geschäftsklimaumfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, die am 7. Februar 2013 in Moskau vorgestellt wurde. 

Ausfuhren steigen zweistellig / Russland wird Partnerland der Hannover Messe 2013

Russland zählt weiterhin zu den großen Hoffnungsträgern der deutschen Exportwirtschaft: Während die gesamten deutschen Ausfuhren 2012 insgesamt um 3,4 Prozent zulegten, nahmen die Exporte nach Russland um 10,4 Prozent oder umgerechnet 3,5 Milliarden Euro auf nun 38 Milliarden Euro zu. Der deutsch-russische Handel markierte 2012 mit einem Gesamtvolumen von über 80 Milliarden Euro einen historischen Rekord. 

Podiumsveranstaltung des Ost-Ausschusses auf der BioFach 2013 in Nürnberg

Die Ukraine ist für Deutschland ein wichtiger Lieferant hochwertiger Agrarprodukte. Mit großflächigen, fruchtbaren Schwarzerdegebieten, großen Betriebsstrukturen und häufig extensiver Bewirtschaftung, bietet die Ukraine sehr gute Voraussetzungen für den Biolandbau. Durch die Nähe zum europäischen Markt und Möglichkeit große Mengen landwirtschaftlicher Produkte direkt vom Erzeuger zu erwerben, kann sich die Ukraine Wettbewerbsvorteile sichern, wenn es gelingt die Infrastruktur und das Image ihrer Produktion weiter zu verbessern.

5. Deutsch-Russische Gespräche Baden-Baden

Vom 8. bis 14. Oktober 2012 trafen sich 32 junge Führungskräfte aus Deutschland und Russland zu den 5. Deutsch-Russischen Gesprächen Baden-Baden. Das jährlich stattfindende Intensivseminar im Palais Biron wird vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der BMW Stiftung Herbert Quandt veranstaltet.

„Kroatien auf dem Weg in die Europäische Union – Potenziale und Perspektiven für das EU-Frischfruchtgeschäft“

Hochzufriedene Aussteller (2.543 aus 78 Ländern) sowie kompetente internationale Fachbesucher (mehr als 58.000 aus 130 Ländern) prägten das Bild der diesjährigen Weltleitmesse des internationalen Frischfruchtbusiness – FRUIT LOGISTICA 2013. In den vergangenen Jahren sind die Bedeutung der FRUIT LOGISTICA für ost-, mittelost- und südost-europäische Unternehmen sowie das internationale Interesse an den Ländern dieser Region stark gestiegen. Vor diesem Hintergrund veranstaltete der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit der Messe Berlin GmbH am 6. Februar 2013 eine Veranstaltung zu Kroatien, an der etwa 70 internationale Vertreter für Obst- und Gemüsemarketing teilnahmen.

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