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Pressekonferenz zur Vorstellung der 11. Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer / Sorgen um die Ukraine

Die Stimmung der deutschen Unternehmen in Russland hat sich im Vergleich zum Vorjahr eingetrübt: In der jährlichen Geschäftsklima-Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer stellten 56 Prozent der Befragten im zurückliegenden Jahr eine negative Entwicklung des Geschäftsklimas in Russland fest. Die Aussichten für 2014 sind entsprechend: Etwa ein Drittel der 105 befragten Unternehmen erwartet eine positive Wirtschaftsentwicklung. Genau die Hälfte geht dagegen von einer Stagnation der russischen Wirtschaft aus, weitere 14 Prozent befürchten eine Rezession.

Soja-Anbau als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Südosteuropa / Fachpodium im Rahmen des GFFA 2014 

Am 16. Januar 2014, dem Eröffnungstag des diesjährigen Global Forum for Food and Agriculture, organisierte der Ost-Ausschuss zusammen mit der Regional Rural Development Standing Working Group (SWG) ein Fachpodium zur Agrarwirtschaft in Südosteuropa. Vorgestellt wurde dabei eine Strategie zur Ausweitung des Soja-Anbaus in der Donau-Region, um die Branche zu einem hochproduktiven nachhaltigen Sektor zu entwickeln. Der Anbau von Proteinträgern, insbesondere von Soja, hat in Südosteuropa eine lange Tradition. Die Region könnte deshalb einen wichtigen Beitrag zur Deckung des globalen Eiweißbedarfs leisten. 

Eisenbahn- und Recyclingprojekte bieten Chancen für deutsche Unternehmen

Bei der Bewertung des Investitionsstandorts Russland wird die Infrastruktur immer wieder als eine der bedeutendsten Herausforderungen im flächengrößten Land der Erde genannt. Dass die Modernisierung des Eisenbahnnetzes ein wichtiges Mittel für die Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Russlands ist, hat auch die russische Regierung längst erkannt.

Ost-Ausschuss-Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Leitmesse FRUIT LOGISTICA

Russland ist bisher im Bereich von Sonderkulturen wie Obst und Gemüse stark auf Importe angewiesen. Die russische Regierung plant, im Rahmen des Programms zur Förderung der Landwirtschaft von 2013 bis 2020 gezielt Wertschöpfungsketten zu entwickeln und insbesondere auch den Anbau von Sonderkulturen und deren Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung zu fördern. Die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen und Produktsicherheitsstandards aus dem Lebensmittelhandel sind dabei für den Marktzugang und damit die Entwicklung des Sektors entscheidende Erfolgsfaktoren. 

250 Gäste beim Empfang des Ost-Ausschusses im Allianz Forum / Cordes: Gemeinsamer Wirtschaftsraum mit Russland muss auf die Agenda

Am 18. Februar fand im Berliner Allianz Forum in Sichtweite zum Brandenburger Tor der Empfang des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft zum Jahresauftakt statt. Mehr als 250 Gäste, darunter Mitglieder der Bundesregierung und des Bundestages, hörten die Reden von Botschafter Wolfgang Ischinger, Generalbevollmächtiger für Regierungsbeziehungen der Allianz SE, Gernot Erler, Koordinator der Bundesregierung für Russland, Zentralasien und die Länder der Östlichen Partnerschaft, sowie von Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses. Die Rede von Herrn Cordes dokumentieren wir hier im Wortlaut:

Gastkommentar des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes im Handelsblatt

Eckhard Cordes will die Spaltung Europas in zwei Wirtschaftsblöcke verhindern.

Noch brennt das olympische Feuer in Sotschi, doch die Vorbereitungen für die große Schlussfeier am Sonntag laufen bereits: Die ersten Olympischen Winterspiele in Russland gehen zu Ende und deutsche Sportler gehörten dabei zu den erfolgreichsten. 

Wer sich mit Russen unterhält, der hört den Respekt nicht nur vor den Leistungen deutscher Athleten. Deutsche werden als Investoren und Arbeitgeber geschätzt, 6000 deutsche Unternehmen sind in Russland engagiert, rund 100 haben im Rahmen der Winterolympiade technisch anspruchsvolle Projekte realisiert. Auch in der Rangliste der für Russland wichtigsten Partnerländer erreicht Deutschland Spitzenplätze - noch. Denn unter den Russen hat sich herumgesprochen, dass sich umgekehrt die Begeisterung in Deutschland für Russland in immer engeren Grenzen hält.

2013 stagnierten deutsche Exporte nach Osteuropa/ Hohe sicherheitspolitische und konjunkturelle Risiken durch Lage in der Ukraine/ Ost-Ausschuss für raschen Abbau von Handelshürden

Nach einem Rekordergebnis von 80,5 Milliarden Euro im Jahr 2012, hat sich der deutsche Handel mit Russland im vergangenen Jahr  deutlich auf 76,5 Milliarden Euro abgeschwächt. Dies hat der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft auf Basis jetzt vorliegender Zahlen des Statistischen Bundesamtes berechnet. Sowohl die Importe aus Russland (2013: 40,4 Mrd. Euro), als auch die Exporte nach Russland (2013: 36 Mrd. Euro) sanken um über fünf Prozent. Russland fiel damit in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner in Osteuropa wieder knapp hinter Polen zurück.  

Wirtschaftssanktionen wegen des Krim-Konflikts könnten Konjunktur nachhaltig beschädigen / Russische Maßnahmen gegen ausländische Investoren verursachen erheblichen Vertrauensverlust

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft warnt vor einer Ausweitung des Krim-Konflikts auf die globale Wirtschaft: „Wir sehen bereits eine große Verunsicherung der Unternehmen und wachsende konjunkturelle Risiken. Wenn jetzt eine Spirale aus gegenseitigen Wirtschaftssanktionen in Gang gesetzt wird, droht die europäische Wirtschaft nachhaltig Schaden zu nehmen“, warnte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes.

Sonderwirtschaftszonen, Eisenbahninfrastruktur und Hochtechnologie im Fokus deutscher Mittelständler
 

Die Themen Sonderwirtschaftszonen, Eisenbahninfrastruktur und Hochtechnologie haben in den vergangenen Wochen die Arbeit der Kontaktstelle Mittelstand für Russland im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft bestimmt. Das Interesse an Informationen und Kontakten ist sowohl auf der deutschen als auch auf der russischen Seite enorm. So hat sich eine große Unternehmensdelegation aus der russischen Wolga-Region Nizhnij Nowgorod bei ihrem Besuch in Berlin am 19. Februar 2014 begeistert über die Möglichkeiten der Kontaktanbahnung zu deutschen Unternehmen gezeigt.

von Petersburger Dialog / Ost-Ausschuss / Deutsch-Russisches Forum und Deutsch-Ukrainisches Forum

Der Petersburger Dialog, der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Deutsch-Russische Forum und das Deutsch-Ukrainische Forum beobachten die derzeitige Krisensituation in der Ukraine mit der Folge von gefährlichen Spannungen auf der Krim, im ukrainisch-russischen Verhältnis sowie im Verhältnis zwischen Russland und der Europäischen Union mit größter Sorge.

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