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Die SZ berichtete in einem längeren Beitrag vorab über den Wechsel an der Spitze des Ost-Ausschusses. Auf Wolfgang Büchele warte eine „heikle Aufgabe, die Fingerspitzengefühl verlangt“, so die Süddeutsche. Als „Chefdiplomat der Wirtschaft“ und „oberster Interessenvertreter von Industrie und Handel in den Wirtschaftsbeziehungen mit Osteuropa und Russland“ müsse Büchele eine schwierige Balance hinbekommen: „Er muss den Vorgaben der Politik auf Zurückhaltung im Handel mit Russland genüge tun und zugleich erreichen, dass die Türen nicht zugeschlagen werden“.

Im Rahmen des Deutsch-Russischen Wirtschaftsdialog am 9. November in Berlin, zu dem unter anderem der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow angereist war, forderte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Eckhard Cordes eine Diskussion über einen „Einstieg in den Ausstieg“ aus den Zwangsmaßnahmen gegen Russland. . Russland befinde sich sichtbar auf einem „Weg der Deeskalierung“. Die ersten Sanktionen hatte die EU im Sommer 2014 wegen der Rolle Russlands in der Ukraine-Krise verhängt. „Wir alle brauchen diesen Frieden.

Das Handelsblatt berichtet mit Berufung auf eigene Quellen über die bevorstehende Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland um 6 Monate und bringt in diesem Kontext ein Interview mit Eckhard Cordes. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses plädiert für einen „Einstieg in den Ausstieg aus den Sanktionen“. Cordes erkennt das Primat der Politik an, merkt aber gleichzeitig an, dass die Sanktionen zum einen die politischen Probleme nicht haben lösen können, zum anderen aber von wichtigen Ländern wie China nicht beachtet würden.

Focus Online berichtet über den Besuch von Vizekanzler Sigmar Gabriel in Moskau. Eckhard Cordes äußerte sich positiv über die Visite, denn „mit einer Isolierung Russlands werden wir in Europa viele Probleme nicht lösen können“. Es sei eine Aufgabe der Wirtschaft, zusammen mit der Politik am Aufbau neuen Vertrauens mitzuwirken. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft äußerte die Hoffnung, dass die Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Abkommens einen baldigen „Einstieg in den Ausstieg aus den Wirtschaftssanktionen“ ermöglichen werden.

Die russische Nezavisimaja Gazeta informiert über die Gründung der Deutsch-Russischen Wirtschaftsplattform in Moskau. Neben dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer beteiligen sich der Verband der russischen Industriellen und die Mittelstandsvereinigung Delowaja Rossija. Die Co-Vorsitzenden von deutscher Seite sind Michael Harms und Rainer Lindner, während Aleksej Mordaschow und Aleksej Repik die russische Seite repräsentierten. Die neue Plattform soll die Zusammenarbeit und den Dialog beider Länder fördern.

Die ukrainische Internetseite Korrespondent.net thematisiert die große Deutsch-Ukrainische Wirtschaftskonferenz in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Spitzen der ukrainischen Regierung, die der Ost-Ausschuss zusammen mit der dem DIHK und der AHK Kiew organisiert hatte. Die Zeitung kritisiert, dass es die ukrainische Politik versäumt hätte, einen vorteilhaften Zugang zum EU-Binnenmarkt auszuhandeln. Angesichts des drohenden Embargos auf ukrainische Waren auf dem russischen Markt ab dem 1. Januar 2016, drohten der Ukraine hohe Verluste.

Das Hamburger Abendblatt berichtet über die Konferenz „Wirtschaftspartner Ukraine“, die vom DIHK und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft organisiert wurde. Die deutsche Wirtschaft sehe gute Chancen für mehr Geschäfte zwischen beiden Ländern. Die Aussichten haben sich nach Auffassung des Chefs des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft Eckhard Cordes gebessert. Grund sei, dass die Kämpfe im Osten des Landes zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten nachgelassen hätten. „Business braucht Frieden“, unterstrich Cordes.

Anlässlich der Wirtschaftskonferenz Ukraine habe sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Fortführung des Reformkurses und den Kampf gegen die Korruption in der Ukraine ausgesprochen. Gleichzeitig müsse das Minsker Abkommen unbedingt umgesetzt werden. Der ukrainische Premierminister versprach, den Reformkurs trotz aller Schwierigkeiten fortzusetzen. Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes erklärte, vor ein paar Monaten habe sich die Ukraine noch in einer dramatischen Situation befunden, jetzt aber habe sich die Lage verbessert.

Im Interview mit der Badischen Zeitung äußert der frühere Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold die Einschätzung, dass drei Probleme für die russische Wirtschaft entscheidend sind: Die dramatische Abwertung des Rubel, eine Reduzierung des Ölpreises und die schwache Wettbewerbsfähigkeit in vielen Produktbereichen. Zu der Prognose der russischen Regierung, dass der Tiefpunkt der Rezession bereits erreicht sei, äußert sich Mangold vorsichtig. Es gebe „eine sehr ungünstige Kumulation mehrerer negativer Effekte“, die auch für die nächsten Monate gelte.

Dieser Debattenbeitrag von Eckhard Cordes erschien im Tagesspiegel im Rahmen der Russlanddebatte anlässlich des Petersburger Dialogs. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft beklagt die Rückkehr der Geister des Kalten Krieges. 25 Jahre nach dem Ende der Ost-West Konfrontation sei es nicht gelungen ein gemeinsames europäisches Haus zu errichten. Die Ursachen dazu seien auch in einer verfehlten Politik des Westens zu suchen.

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