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Medienecho

Die WELT schreibt auf ihrem Investigativ-Blog über die Berechnungen des Ost-Ausschusses, nach denen 150.000 Arbeitsplätze durch den Einbruch der Exporte nach Russland gefährdet sind. Die Berechnungen deckten sich im Kern mit der in der „Welt“ veröffentlichten Studie des Wiener Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). Das Institut befürchtet durch den Rückgang der Exporte Job-Verluste in Höhe von 175.000, berechnet aber zudem noch erhebliche Zweitrundeneffekte, die zu einem Gesamtverlust von insgesamt über 450.000 Arbeitsplätzen in Deutschland führen könnten.

Ost-West-Contact setzt sich ebenfalls mit der Bewertung der Studie des WIFO-Instituts durch den Ost-Ausschuss auseinander. In dem Bericht steht dabei der Vorsitzende Eckhard Cordes im Vordergrund, dem zufolge nicht nur die wirtschaftlichen Folgen der Krise schwer wögen, sondern auch der gegenseitige Vertrauensverlust – schließlich sei Deutschland in Russland lange Zeit als befreundetes Land wahrgenommen worden, was sich nun ändere.

Die FAZ berichtet über die Pressekonferenz des Ost-Ausschusses am 26.06.2015. Unter anderem wird die aus Cordes‘ Sicht fehlgeleitete Sanktionspolitik der EU thematisiert, welche dazu geführt habe, dass in Deutschland bis zu 150.000 Arbeitsplätze gefährdet seien. Außerdem seien die Sanktionen problematisch, weil laut Cordes mit jedem abgebrochenen Geschäftskontakt politische Einflussmöglichkeiten in Russland verloren gingen.

RIA Novosti befasst sich in ihrem Beitrag mit den Auswirkungen des gesunkenen Handelsverkehrs zwischen Deutschland und Russland auf deutsche Arbeitsplätze. Es wird dabei auf die Einschätzung des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes eingegangen, dass zwischen 150.000 und 160.000 deutsche Arbeitsplätze betroffen seien, nachdem der deutsche Export nach Russland in den ersten vier Monaten des Jahres 2015 um 34 % eingebrochen sei. Genannt werden in dem Beitrag auch Zahlen russischer Statistiken, die sich jedoch nur geringfügig von den deutschen Daten unterscheiden.

Die Welt veröffentlicht eine Meldung der Presseagentur dpa. Inhalt sind die Aussagen Cordes‘ zur Sanktionspolitik der EU. Diese seien kein geeignetes Mittel, um die Probleme der bestehenden Krise zu lösen, und hätten darüber hinaus negative Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Auch die Süddeutsche Zeitung widmet einen Beitrag den Aussagen Cordes‘ zur Sanktionspolitik gegenüber Russland auf der Pressekonferenz vergangenen Freitag. Erwähnt wird dabei die vom Ost-Ausschuss genannte Zahl von 6,5 Milliarden Euro, um die das Handelsvolumen mit Russland 2014 gesunken sei. In den ersten vier Monaten 2015, so die Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Ost-Ausschusses, sei es gar um gut 30 Prozent zurückgegangen. Es wird auch die Aussage von Eckhard Cordes wiedergegeben, dass die Sanktionen kein einziges Problem lösten.

Das Handelsblatt berichtet über den Beschluss Eckhard Cordes‘, sein Amt als Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft im Herbst abzugeben. Sein Nachfolger soll demnach der Chef des Industriegase-Konzerns Linde, Wolfgang Büchele, werden. Cordes wolle jedoch seine Tätigkeit im Vorstand des Ost-Ausschusses weiterhin wahrnehmen. Das Handelsblatt zitiert Cordes mit folgender Begründung für seine Entscheidung: „Die Arbeit im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist mir zu einer absoluten Herzensangelegenheit geworden.

In dem Bericht der Zeit geht es um den Verlauf des Petersburger Wirtschaftsforums. Es wird hervorgehoben, dass die russische Seite sehr darauf bedacht sei, asiatische Partner, insbesondere aus China und Indien, zu umwerben, um diese nicht nur als wirtschaftliche, sondern auch politische Partner zu gewinnen. Hintergrund seien die Bestrebungen Moskaus, vom Westen als Partner unabhängiger zu werden und neue geopolitische Bündnisse als Antwort auf „westliche Kriegsbündnisse“ zu schließen.

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau spricht Russland-Experte Stefan Meister über „die Sanktionen gegen Moskau und die Gründe, aus denen der Westen trotz aller Nachteile an ihnen festhält“. Dabei wird auch auf die Einschätzung von Eckhard Cordes eingegangen, dass durch die Sanktionen Vertrauen verloren gehe und „gewachsene deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen […] gestört“ würden. Meister hebt unter anderem das Dilemma bei den Sanktionen hervor, wonach diese eigentlich immer auch die Schwächeren träfen, in Ermangelung von Alternativen jedoch die einzige Lösung seien.

Die Berliner Zeitung widmet sich in ihrem Artikel den Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland und legt dabei den Fokus sowohl auf die russische Wirtschaft als auch auf die in Russland aktiven deutschen Unternehmen. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Eckhard Cordes, wird mit der Aussage zitiert, „Wirtschaftssanktionen und Isolationspolitik werden die bestehenden Probleme nicht lösen“. Mit nur 2,6 % hätten die deutschen Ausfuhren nach Russland 2014 einen geringen Anteil am deutschen Gesamtexport.

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