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Medienecho

„Die Welt“ veröffentlicht einen ausführlichen Bericht zu den Ausmaßen des wirtschaftlichen Schadens, den die EU und die Schweiz durch die Russland-Sanktionen erleiden. Der Bericht stützt sich auf die Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo), deren Autoren ihre pessimistischsten Prognosen bestätigt sehen.
In diesem Beitrag der „Welt“ wird kritisch Bezug genommen zur Wirkungslosigkeit eines Teils der Russland-Sanktionen sowie der Inkonsequenz bei ihrer Umsetzung. Dies gelte besonders für die Einfrierung von Vermögenswerten bestimmter Personen auf den EU-Listen, welche in Wirklichkeit nicht oder nur in geringem Maße stattfinde. Auch ein Teil der Handelsbeschränkungen würde auf verschiedene Weise umgangen. Trotzdem richteten die Sanktionen nicht nur der russischen Wirtschaft Schaden an, sondern gefährdeten rund 2 Millionen Arbeitsplätze in der EU.
Die Neue Zürcher Zeitung befasst sich mit der Stimmung im Vorfeld des Wirtschaftsgipfels in Sankt Petersburg (SPIEF, Saint Petersburg International Economic Forum) und kommt zu dem Schluss, dass in Hinblick auf die Geschäftserwartungen eine Art stabilisierter Pessimismus bereits im Laufe der Vorjahre eingetreten sei. Ein gutes Zeichen sei jedoch, dass die Anwesenheit westlicher Top-Manager trotz krisenhafter Beziehungen zwischen Russland und dem Westen wieder Normalität sei.
Auch das Handelsblatt bezieht sich in seinem Beitrag auf das Wirtschaftsforum in St. Petersburg und konstatiert, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen sich strikt an die Sanktionen gegen Russland hält, während viele europäische und amerikanische Konkurrenten über Hintertüren bereits neue Geschäfte anbahnen.
In dem Artikel der Börsen Zeitung werden die Probleme genannt, welche sich für italienische Unternehmer aus den Russland-Sanktionen ergeben. Eingegangen wird auch auf die vergleichsweise weiche Haltung der italienischen Regierung in der Frage der Russland-Sanktionen. So würde die italienische Seite Gerüchten zufolge hinter den Kulissen auch innerhalb der EU für eine zumindest symbolische Lockerung der Sanktionen werben. Dass Italien mit dieser Haltung nicht allein steht, zeige sich am Beispiel des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, dessen Vorsitzender Dr.
Ria Novosti greift Statements des Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes zur Ukraine-Krise sowie in der Frage der Russland-Sanktionen auf. Cordes unterstreicht darin die Notwendigkeit eines Festhaltens am Minsker Abkommen und wird mit den Worten zitiert, dass „ohne Beendigung des Blutvergießens, friedliche Lösung des Konfliktes in der Ostukraine und Aufhebung der Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und der EU ernsthaft und nachhaltig geschädigt“ würden und dies mit „negativen wirtschaftlichen Folgen für ganz Osteuropa“ einherginge.
Der Artikel der FAZ befasst sich mit den negativen Auswirkungen der Russland-Sanktionen auf den deutschen Export, was insbesondere am Rückgang der deutschen Ausfuhren nach Russland um 34 Prozent in den ersten drei Monaten 2015 erkennbar sei. In diesem Zusammenhang wird Eckhard Cordes mit der Aussage zitiert, dass „die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Russland und Deutschland (…) extrem schlecht“ sei.
Der Beitrag der russischsprachigen Version von Deutsche Welle bezieht sich ganz auf die Rede von Dr. Eckhard Cordes vor der DGAP am 9. Juni. Insbesondere die an den Westen adressierte Forderung, Russland nicht von sich zu stoßen, wird hervorgehoben. Um Vertrauen wiederherzustellen, sei es notwendig, „nicht über- sondern miteinander zu reden.“ Auch hier wird der Aspekt hervorgehoben, dass laut Cordes eine Isolation Russlands nur bedeuten würde, dass dieses sich enger an China anlehnt.
Der Österreichische Rundfunk schreibt über die Möglichkeiten des G7-Gipfeltreffens ohne der Beteiligung Russlands. 
Auf der Agenda stünden zahlreichen Punkte wie Klimaschutz, Verschmutzung der Meere, Anti-Terror-Strategien, Entwicklungshilfe, Freihandel und Energiepolitik, die Einigkeit benötigen würden. Somit sei das Gipfeltreffen ohne Russland, in seiner „Effizienz“ zu hinterfragen. Stimmen, welche Russlands Ausschluss für einen „taktischen Fehler“ halten, würden sich mehren.
In einem Gastbeitrag für das Manager Magazin hebt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Eckhard Cordes die Verdienste der Bundesregierung um die Einigung von Minsk hervor. Der dort begonnene Friedensprozess hätte nun aber durch eine Einladung Russlands zum G7-Treffen in Bayern eine logische Fortsetzung finden müssen. „Die G7 hätten Elmau nutzen können, Russland und Ukraine einmal mehr auf höchster protokollarischer Ebene an ihre Verpflichtungen im Zusammenhang mit Minsk II zu erinnern“, so Cordes.

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