Direkt zum Inhalt

Handel mit Russland geht in Ostdeutschland stärker zurück

Der Handel mit Russland ist in den vergangenen Jahren nach einer Analyse des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Ostdeutschland zuletzt prozentual stärker zurückgegangen als im Westen. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Oliver Hermes, führt den Rückgang des Russlands-Handels zum Teil darauf zurück, dass viele Unternehmen in Ostdeutschland, besonders im Maschinenbau, traditionell stark in Russland engagiert seien.

Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft warnt vor Aus für Nord Stream 2

Die deutsche Wirtschaft hat vor einem Abbruch des Gaspipeline-Projekts Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland gewarnt. Für den Ost-Ausschuss "steht zwar völlig außer Frage", dass die Hintergründe des Attentats auf den russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny transparent aufgeklärt und die Verantwortlichen dann persönlich zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Handelsvolumen zwischen Deutschland und Russland um 24% gesunken

Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Russland ist in der ersten Hälfte des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,2 Prozent gesunken. Das teilte der Ost-Ausschuss mit. Seinen Daten zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 22,2 Milliarden Euro. Damit rangierte Russland unter den osteuropäischen Ländern an vierter Stelle, hinter Polen, Tschechien und Ungarn.

Deutsche Wirtschaft sieht Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs

Die deutsche Wirtschaft sieht den Handel mit Osteuropa wieder auf Kurs - allerdings hat es in der Corona-Krise zum Teil herbe Einbrüche gegeben. Der Tiefpunkt sei durchschritten, teilte der Ost-Ausschuss mit. "Wir sind zuversichtlich, dass wir im zweiten Halbjahr wirtschaftlich weitere Aufholeffekte sehen", so der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Oliver Hermes.

US-Drohungen wegen Nord Stream 2 schlagen hohe Wellen – Bundesregierung hält sich zurück

"Deutschland und die EU müssten der Sanktionspolitik der USA endlich geschlossen entgegentreten", sagte Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses. Er forderte die Bundesregierung und EU-Kommission nachdrücklich dazu auf, deutsche und europäische Unternehmen wirksam vor solchen Übergriffen durch Drittstaaten durch einen finanziellen und juristischen Schutzschirm gegen extraterritoriale Sanktionen zu schützen. Darüber hinaus sei es an der Zeit, über „gezielte Gegenmaßnahmen“ nachzudenken.

Diese Seite teilen: