Direkt zum Inhalt

Der neue Russland-Versteher

Mario Mehren wollte nach dem Abitur Lehrer werden. Das ist jetzt drei Jahrzehnte her. Wäre er bei Deutsch und Geschichte geblieben, würde er heute womöglich mit Schülern über Folgen des Klimawandels arbeiten, Einfluss und Wirkweise von Umweltgruppen debattieren und sich mit Fragen nach der juristischen wie moralischen Zulässigkeit von „Schülerstreiks“ am Freitag herumärgern.

Fünf Jahre Russlandsanktionen: "Es ist an der Zeit, den ersten Schritt zu machen"

Vertreter von vier politischen Parteien haben Ende September im deutschen Bundestag über die Russlandsanktionen diskutiert. Diese haben USA und EU vor fünf Jahren in mehreren Schritten eingeführt. Ihr Sinn und Zweck wird nun immer öfter hinterfragt. Es ist kein "Jubiläum", das man feiern sollte, stellte Michael Harms, der Vorsitzende der Geschäftsführung des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins am Anfang der Diskussionsrunde klar, aber eine Zäsur, die zum kritischen Umdenken motivieren sollte.

Oliver Hermes soll neuer Vorsitzender des Ost-Ausschusses werden

Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender des Dortmunder Pumpenherstellers Wilo, soll nach Handelsblatt-Informationen neuer Chef des Ost-Ausschuss - Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft werden. Der 48-Jährige soll Industriekreisen zufolge am 23. September in Stuttgart an die Spitze des Wirtschaftsverbandes gewählt werden. Mitte September hat Hermes mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der russischen Zentralbankchefin Elvira Nabiullina hochrangige Prominenz für die Wilo-Innovationskonferenz nach Moskau geladen.

Nur noch jeder Vierte unterstützt Sanktionen gegen Russland

Die EU-Sanktionen gegen Russland werden fünf Jahre nach ihrer Einführung nur noch von knapp einem Viertel der Bevölkerung in Deutschland uneingeschränkt unterstützt. Zuletzt forderten die Regierungschefs Sachsens und Thüringens, Michael Kretschmer (CDU) und Bodo Ramelow ein Ende der Sanktionen. In Ostdeutschland ist die Akzeptanz für die Sanktionen besonders gering.

Europa driftet ökonomisch auseinander – und Osteuropa fällt positiv auf

Während sich im Westen Handelskriege und Rezessionssorgen ausbreiten, wächst die Wirtschaft in Osteuropa weiter. „Die Länder liefern der deutschen Wirtschaft in einem immer schwieriger werdenden außenwirtschaftlichen Umfeld wichtige Wachstumsimpulse“, sagt Adrian Stadnicki vom Ost-Ausschuss-Osteuropaverein. Wie dynamisch der Aufholprozess der neuen EU-Länder im Osten verläuft, zeigt ein Blick in die langen Zahlenkolonnen des europäischen Statistikamts Eurostat.

Bau von Nord Stream 2 schreitet voran – ungeachtet aller Probleme

Ungeachtet des politischen Streits und des noch ungeklärten Trassenverlaufs vor der dänischen Ostseeinsel Bornholm schreitet der Bau der Erdgasleitung Nord Stream 2 voran. Wie das Tochterunternehmen des russischen Staatskonzerns Gazprom mitteilte, sind vor der Südostspitze Rügens nun zwei Leitungsstücke von knapp 30 und 40 Kilometern Länge verbunden worden.

Diese Seite teilen: