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Ost-Ausschuss richtet Task Force für Unternehmen ein

Nach dem russischen Angriff gegen die Ukraine kämpfen in der Ukraine Tausend Menschen ums Überleben, Hunderttausende sind auf der Flucht. Der Krieg führt zu erheblichen Schäden in der Wirtschaft des Landes, auch deutsche Unternehmen sind direkt betroffen. Gleichzeitig stellen der Krieg und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen die zukünftigen Beziehungen der deutschen Wirtschaft mit Russland in Frage. Der Ost-Ausschuss hat eine Task Force für Unternehmensanfragen eingerichtet und bietet fortlaufend spezielle OA-Updates und Briefings für Unternehmen zur Sanktionsentwicklung an.
Wege durch den Sanktionsdschungel | Online
Sekretariat Presse Di, 05/17/2022 - 16:18
Wir laden Sie herzlich zur Online-Veranstaltung (Teams) „Wege durch den Sanktionsdschungel“ am 30. Mai von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr (MESZ) ein, die der der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und RSP International durchführt.

Deutsche Exporte nach Russland brechen ein

„Der massive Einbruch unserer Exporte nach Russland von fast 60 Prozent oder umgerechnet über eine Milliarde Euro im März war zu erwarten. Dieser Abwärtstrend ist keine Momentaufnahme, sondern wird sich in den kommenden Monaten weiter verstärken. Die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen Russland im Finanzbereich und die eingeführten Exportverbote für zahlreiche Produktgruppen, aber auch Unterbrechungen in den Lieferketten haben schnelle Wirkung gezeigt", sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes.

Business for Business - Teil III: Umgang mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Russland | online

Die Kontaktstelle Mittelstand und die Regionaldirektion Russland möchten Sie zur 3. Ausgabe der Online-Veranstaltung via Teams zum Thema Umgang mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Russland, Business for Business am Mittwoch, 13. April 2022, 14.00 Uhr MEZ einladen.

Umfrage: Lasten von Krieg und Sanktionen gemeinsam schultern

Der russische Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen und Gegensanktionen stellen viele in Osteuropa engagierte deutsche Unternehmen vor existenzielle Herausforderungen. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Ost Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, an der sich fast 130 Unternehmen beteiligt haben. Mehr als die Hälfte davon sind sowohl in Russland als auch in der Ukraine und Belarus aktiv. Die gravierendste wirtschaftliche Folge ist die Einschränkung des Zahlungsverkehrs etwa infolge des Ausschlusses zahlreicher russischer Banken aus dem SWIFT-System.

"Das Wichtigste ist jetzt das Leben der Menschen in der Ukraine"

Nach dem russischen Angriff gegen die Ukraine kämpfen die Menschen in der Ukraine ums Überleben, Hunderttausende sind auf der Flucht. Gleichzeitig stellen der Krieg und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen die zukünftigen Beziehungen der deutschen Wirtschaft mit Russland in Frage. "Wir sollten die Dinge klar beim Namen nennen: Es geht aktuell weniger um die Sanktionen und deren Folgen, sondern um die Frage, ob wir mit Russland in Zukunft noch im nennenswerten Umfang wirtschaftliche Beziehungen haben werden oder nicht", sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes.

Neue EU-Sanktionen gegen Belarus

Am 23. Juni veröffentlichte die EU neue Wirtschaftssanktionen gegen Belarus. Sie beinhalten unter anderem das Verbot Ausrüstungen, Technologien oder Software sowie Dual-Use-Güter für militärische Zwecke zu liefern, schränken den Handel mit Erdölprodukten, Kaliumchlorid und Tabakprodukten ein und erschweren den Zugang zu den EU-Kapitalmärkten und Versicherungen. Die Mitgliedsstaaten sollen zudem das Engagement multilateraler Entwicklungsbanken in Belarus begrenzen.

Klare Mehrheit wünscht engere Beziehungen zu Russland

Die Bundesbürger wünschen sich mehrheitlich eine engere Kooperation zwischen Europäischer Union (EU) und Russland: Zwei von drei Deutschen (62 Prozent) sprechen sich für intensivere Beziehungen zwischen der EU und Russland aus. Diese Ergebnisse ermittelte eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft mit Unterstützung von Wintershall Dea.

Achtung internationaler Rechtsnormen von größter Bedeutung

"Mit großer Sorge betrachtet die deutsche Wirtschaft die aktuelle Entwicklung in Belarus. Die Kaperung eines zivilen Flugzeugs über Belarus und die Verhaftung von Passagieren ist nicht nur politisch scharf zu verurteilen, sondern auch eine weitere Belastung für Belarus als potenziellen Investitionsstandort und damit für die belarussische Wirtschaft insgesamt. Für gedeihliche wirtschaftlichen Beziehungen und das Engagement ausländischer Unternehmen ist die Achtung internationaler Rechtsnormen von größter Bedeutung."

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