Am 23. März präsentierten die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft in der Berliner KPMG-Niederlassung die Ergebnisse des German CEE Business Outlook 2026 – eine gemeinsame Studie, die die strategische Bedeutung Mittel- und Osteuropas für deutsche Unternehmen analysiert. Dafür waren 115 Unternehmen hinsichtlich ihrer Geschäftserwartungen in den 20 östlichen EU-Mitgliedsländern und Beitrittsanwärtern befragt worden.
Am 25. Februar 2026 organisierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft das Webinar „Regionale Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine”. Mit über 80 Teilnehmende von deutschen und ukrainischen Unternehmen, Regierungsinstitutionen und internationalen Organisationen stieß es auf ein breites Echo. Die Veranstaltung, die in enger Zusammenarbeit mit, der GIZ, GTAI, Plattform für Wiederaufbau Ukraine und fünf ukrainischen Lokalverwaltungen ausgerichtet wurde, präsentierte aktuelle Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine auf Grundlage neuer regionaler Studien.
Am 24. Februar versammelten sich zum Kazakhstan Investment Day 2026 über 200 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter in den Räumlichkeiten der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main. In Anknüpfung an die bereits etablierten Treffen im Rahmen der deutsch-kasachischen Arbeitsgruppe für Finanzierung und Risikoabsicherung sowie der traditionellen deutsch-kasachischen Wirtschaftsforen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Diskussionen mit hochrangigen Gästen aus den Bereichen Finanzierung und Logistik im Hinblick auf die Investitions- und Wirtschaftskooperation zwischen Kasachstan und Deutschland zu verfolgen.
Im Rahmen des Gipfel-Treffens der Außenminister aus Zentralasien mit Bundesaußenminister Johann Wadephul im Z5+1-Format organisierte der Ost-Ausschuss am 11. Februar ein hochrangiges Wirtschaftsgespräch. Niko Warbanoff, Präsidiumsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss, forderte dabei Wirtschaft und Politik dazu auf, die sich bietenden Chancen zu nutzen: „Deutschland und Europa müssen jetzt schnell handeln. Auch in Zentralasien entscheidet sich, wer geopolitisch künftig mitgestaltet.“
Rund 300 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie folgten am 13. Januar durch Eis und Schnee der Einladung des Ost-Ausschusses zu seinem traditionellen Neujahrsempfang. Den politischen Akzent in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt setzten Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie der Staatssekretär im Auswärtigen Amt Bernhard Kotsch.
Mit einer Schweigeminute für die Opfer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine begann am 15. Dezember in Berlin das 8. Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum unter dem Motto „Resilience in Action – Partnership in Progress“. Die Konferenz war unversehens zu einem Teil der intensiven diplomatischen Bemühungen um eine Friedenslösung geworden, die mit zahlreicher Politprominenz zeitgleich in Berlin stattfanden und im Zentrum der Hauptstadt für höchste Sicherheitsvorkehrungen sorgten.
Höhepunkt des ganztägigen Programms war der Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz am Abschlussteil der Konferenz teilnahm.
Der Deutsch-Kroatische Wirtschaftsdialog in Berlin, an dem Kroatiens Premierminister Andrej Plenković mit weiteren Ministern teilnahm, lotete am 10. Dezember den Raum für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern aus. Organisiert vom Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer (AHK Kroatien) sowie der Kroatischen Wirtschaftskammer (HGK) und Unterstützung der kroatischen Botschaft in Berlin brachte die Veranstaltung hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder zusammen.
Beim Unternehmergespräch am 9. Dezember im Berliner Haus der Deutschen Wirtschaft präsentierte Armeniens Premierminister Nikol Paschinyan sein Land als aufstrebenden Wirtschaftsstandort im Südkaukasus. Rund 40 Unternehmen sowie eine hochrangige armenische Delegation, zu der auch Wirtschaftsminister Gevorg Papoyan gehörte, diskutierten Perspektiven in Schlüsselbereichen wie Logistik, Maschinenbau, IT/Hightech, Energie, Wasserwirtschaft, Infrastruktur und Agrarwirtschaft.
Am 3. Dezember lud der Ost-Ausschuss zur vierten und letzten Sitzung des Arbeitskreises Südosteuropa in diesem Jahr ein. Christoph Beeck, Sprecher des Arbeitskreises Südosteuropa und Mitglied des Vorstands der ProCredit Holding AG, eröffnete die Sitzung mit einem Blick auf aktuelle Ereignisse. Die letzte Arbeitskreissitzung 2025 bot zudem Gelegenheit zu einem offenen Austausch über die aktuellen Herausforderungen, wie die rechtlichen und politische Rahmenbedingungen und Chancen in der Region, die Konjunkturschwäche der deutschen Wirtschaft und deren Rückwirkung auf die Märkte Südosteuropas.
Am 8. August 2025 ereignete sich in Washington Historisches: Armenien und Aserbaidschan beseitigten unter Vermittlung der USA das letzte große Hindernis auf dem Weg zu einem Friedensabkommen. Die Einigung erleichtert den grenzüberschreitenden Handel und weckt große Hoffnungen auf einen beschleunigten Wirtschaftsaufschwung in der Region. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage in Georgien. Der EU-Beitritt des Landes ist durch innenpolitische Entwicklungen in weitere Ferne gerückt. Der Ost-Ausschuss hat sich im Herbst an Delegationsreisen und einer Reihe von Veranstaltungen zur Region beteiligt, über die Ost-Ausschuss Regionaldirektorin Alena Akulich in diesem Beitrag berichtet.
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