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Medienecho

Russland bleibt ein wichtiger Investitionsstandort. Nach Angaben der Bundesbank hatten deutsche Unternehmen Ende 2018 fast 21 Milliarden Euro in Russland investiert und beschäftigten dort fast 260.000 Menschen. Der Ost-Ausschuss sieht auch positive Entwicklungen:
Ausgrenzen, Sanktionieren, Abschotten sowie das Einreißen von Brücken haben in der Weltgeschichte noch nie Mehrwert generiert, schreibt Wilo-Chef Oliver Hermes in einem persönlichen Gastbeitrag. Unternehmen müssen sich dennoch auf diese geopolitische Bedrohung einstellen. Mehr und mehr geraten deutsche und europäische Unternehmen zwischen die Fronten geopolitischer Auseinandersetzungen
Die Sorgen wachsen, dass der verschärfte Ausbau Russlands zur Festung fatale Folgen haben könnte. Ohnehin sei Russland „nur begrenzt in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden“, sagt Oliver Hermes, Chef des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (OA). Er fürchtet, „dass sich angesichts der wachsenden Spannungen mit den USA und der EU in Russland die Stimmen für noch mehr Importsubstitution und höhere Lokalisierungsanforderungen durchsetzen“.
Der deutsche Handel mit China ist zuletzt auch aufgrund neuer politischer Implikationen immer weiter in den Fokus gerückt. Beinahe unbeachtet bleibt unterdessen, dass die vier Staaten der Visegrád-Gruppe gemeinsam mittlerweile einen um ein Drittel höheren Anteil am deutschen Außenhandel als China vorweisen.
Neben einer Verschlechterung der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland ist zuletzt auch der Umfang des bilateralen Handels deutlich zurückgegangen. Als ehemals wichtigster Handelspartner Russlands wurde Deutschland längst von China abgelöst.
Trotz anhaltender Verschlechterungen der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland und einem zuletzt getrübten Geschäftsklima blickt Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, weiterhin optimistisch auf das Jahr 2021.
Dass gute deutsch-russische Beziehungen für beide Länder von Vorteil sind, war eine Grundüberzeugung Michail Gorbatschows. Von diesem Leitgedanken hat sich die Beziehung der beiden Länder zuletzt immer weiter entfernt und befindet sich mittlerweile auf einem neuen Tiefpunkt.
Im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung unterstreicht Oliver Hermes die verlässliche Handelspartnerschaft mit Polen und die enge Beziehung mit Deutschland. Polen begegne den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise „aus einer Position der Stärke“ heraus. Grund seien neben einer robusten Binnennachfrage, auch starke Exporte und zudem ein Investitionsschub durch EU-Fördermittel.
Mit Blick auf das angespannte deutsch-russische Verhältnis diskutierten geladene Sachverständige im Wirtschaftsausschuss des Bundestages über eine mögliche langfristige Strategie in den deutsch-russischen Beziehungen. Unter ihnen auch Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.
Im Osthandel ist Polen im Jahr 2020 der wichtigste deutsche Handelspartner gewesen. Unter den bedeutendsten Handelspartnern Deutschlands verdrängte Polen mit diesem Ergebnis sogar Italien von Rang fünf. „Bei der EU-Erweiterung 2004 galt Polen noch als wirtschaftliches Sorgenkind, jetzt ist es auch dank deutscher Investitionen ein industrielles Powerhouse der EU“, kommentiert Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft diese Entwicklung.

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