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Am Konjunkturhorizont der Balkanländer Bulgarien und Rumänien ziehen infolge der weltweiten Wirtschaftskrise dunkle Wolken auf. Nach Jahren rasant hohen Wachstums, gekrönt durch den EU-Beitritt im Januar 2007, stürzen nun beide Länder in die Rezession. Massive Einbrüche der Industrieproduktion, starkes Schrumpfen der Export-Nachfrage und der Rückgang ausländischer Investitionen sind die wesentlichen akuten Symptome.

Russland und die EU nach dem Gipfel von Chabarowsk
Die anhaltende Wirtschaftskrise hinterlässt in den Handelsbeziehungen zwischen Russland und den Ländern der Europäischen Union ihre Spuren. Im ersten Quartal hat der Warenaustausch um rund 50 Prozent nachgegeben. Nach dem Rekordjahr, das insbesondere für die deutsche Wirtschaft mit einer Exportsumme von 32 Milliarden Euro überaus erfolgreich war, ist die Lage in verschiedenen Branchen besorgniserregend. So brach der Automobilbau in Russland im ersten Quartal 2009 um 63 Prozent und bei LKW sogar um 75 Prozent ein.

Der Ost-Ausschuss pflegt im Rahmen seines Partnerschaftsprojektes mit Einrichtungen der moldauischen Wirtschaft traditionell den agrarpolitischen Dialog mit dem Land im Südosten Europas. Neben dem bilateralen Forum im Rahmen der Internationalen Grünen Woche lag in der ersten Hälfte des Jahres 2009 der Schwerpunkt auf der Unterstützung des Weinsektors. Mit der Weingilde der Republik Moldau hat sich auf moldauischer Seite eine vielversprechende Organisation der privaten Weinwirtschaft zum Ansprechpartner entwickelt. In den vergangenen Jahren haben sich die Mitgliedsunternehmen der Weingilde neben der Weinproduktion für den russischen Markt auch auf die Produktion von Qualitätsweinen für den westeuropäischen und damit auch für den deutschen Markt konzentriert.

Jemand sagte: Der Nationalismus ist die Pubertät der Völker. Er ist die Zeit der knallenden Türen und der rauen Umgangsformen. Imponiergehabe überkompensiert die Sehnsucht nach Verletztheit. Gegen die langweiligen Tugenden der Alten will man den neuen Menschen schaffen, und während man als „Jets“ oder „Sharks“ keiner Prügelei aus dem Wege geht, schließt man sich abends im Zimmer ein und genießt seinen Weltschmerz. Die europäischen Völker haben diese – vielleicht unvermeidliche, aber anstrengende und opferreiche Phase bis zur Neige ausgekostet und dann endlich hinter sich gelassen.

Russlands Automobilindustrie auf dem Prüfstand

Eine persönliche Bilanz anlässlich der 25. Sitzung der Strategischen Arbeitsgruppe am 21. April 2009

Als die Deutsch-Russische Arbeitsgruppe für „Strategische Fragen der deutsch-russischen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen“ (SAG) im Jahr 2000 ihre Arbeit aufnahm, lag der jährliche Handelsumsatz von Deutschland und Russland bei 13 Milliarden Euro. Deutschland war damals bereits der wichtigste Handelspartner Russlands, während das größte Land der Erde in der Statistik des deutschen Außenhandels unter den 20 wichtigsten Ländern nur einen hinteren Platz belegte.

Russlands Wirtschaft muss sich jetzt neu ausrichten

Die Finanz- und Wirtschaftskrise trifft Russland in einer Phase des gesamtwirtschaftlichen Umdenkens. Längst herrscht bei Politik und Wirtschaft die Überzeugung vor, dass das Land nicht allein als Energiemacht die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern kann.

Die Verwerfungen im Bankensektor und ihre dramatischen Auswirkungen auf die Wirtschaft haben auch vor Russland nicht halt gemacht. In dieser weltweit schwierigsten Wirtschaftsphase seit sechs Jahrzehnten wird auch für Russland für das Jahr 2009 mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung gerechnet. Die Kreditbedingungen verschlechtern sich fortwährend, ausländisches Kapital wird aus dem russischen Markt abgezogen; der Kursverfall, der an der russischen Börse notierten Unternehmen hat Werte in Höhe von rund 700 Milliarden US-Dollar vernichtet.

Die Ukraine und Belarus suchen ihren Weg nach Europa

Deutsch-Russisches Unternehmertreffen in Moskau

Am 20. Januar fand in Moskau auf Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft ein Treffen führender deutscher und russischer Unternehmer statt. Ziel der Gespräche war eine Analyse der aktuellen Wirtschaftslage und die Diskussion über Wege aus der Wirtschaftskrise.

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