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Treffen mit Präsident und Premierminister in Chisinau

Am 18. und 19. April weilte der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft Rainer Lindner zu wirtschaftspolitischen Gesprächen in der moldauischen Hauptstadt Chisinau. Im Rahmen der Reise wurde Lindner durch den amtierenden Präsidenten Marian Lupu, Premierminister Vladimir Filat, Wirtschaftsminister Valeriu Lazar und Außenminister Iurie Leanca empfangen.

Wer Rohstoffsicherheit will, kommt an Partnerschaften mit Russland und Kasachstan nicht vorbei / Von Dr. Eckhard Cordes

Zwei zentrale Herausforderungen werden auf Jahre die Interessen der deutschen Politik und Wirtschaft prägen: Das Entstehen neuer wirtschaftlicher Kraftzentren sowie eine völlige Verschiebung der demographischen Architektur der Welt-Gesellschaft. Noch im Laufe des Jahres 2011 werden mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Welt leben. Für 2050 rechnet die UNO mit über neun Milliarden. Angesichts dessen und des Traums vieler Millionen Menschen vom westlichen Wohlstandsmodell entwickelt sich die Versorgung mit Rohstoffen zu einer der größten Herausforderungen aktueller Wirtschafts- und Außenpolitik.

Die russische Region Swerdlowsk präsentiert sich auf der HANNOVER MESSE 2011

Für den Ost-Ausschuss hat die Beteiligung an der HANNOVER MESSE bereits Tradition. Allein seit dem Jahr 2000 wurden gemeinsam mit der Deutschen Messe AG und weiteren Partnern über 20 Veranstaltungen, Konferenzen und Begegnungen organisiert. In diesem Jahr stand das am Ural gelegene Gebiet Swerdlowsk im Mittelpunkt. Dessen Gouverneur Alexander Mischarin warb vor rund 100 Zuhörern für ein stärkeres Engagement der deutschen Wirtschaft.

Das Gebiet Swerdlowsk im Porträt

Die Oblast Swerdlowsk zählt zu den wichtigsten Zukunftsregionen der russischen Wirtschaft. Das am Ural, also auf der Grenze von Europa und Asien gelegene Gebiet gehört zu den zehn am höchsten entwickelten Regionen der Russischen Föderation, die zusammen mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des ganzen Landes erwirtschaften. Seit Jahren zeigt die Region rund um das Verwaltungszentrum Jekaterinburg ein stetiges Wachstum, das über dem russischen Durchschnitt liegt.

Die deutsche Wirtschaft schlägt die Aussetzung der Visa-Pflicht für Ukrainer während der Fußball EM vor

In 15 Monaten findet in Polen und der Ukraine die erste Fußball-Europameisterschaft auf osteuropäischem Boden statt. Die EM verspricht nicht nur spannenden Sport, sie lenkt auch die Augen der europäischen Öffentlichkeit auf die Ukraine und wird der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes einen Schub versetzen. Wir Deutschen wissen seit der Fußball-Weltmeisterschaft vor fünf Jahren, wie positiv sich der Sport auf die Stimmung der Menschen auswirken kann. Bis heute erinnern wir uns gerne an unser „Sommermärchen 2006“.

Gespräche mit Präsident Filip Vujanović und Unternehmern

Im Rahmen einer Reise in die Republik Montenegro traf der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Rainer Lindner am 7. Februar 2011 mit dem Präsidenten der Republik Montenegro Filip Vujanović zusammen. Themen des Gesprächs waren das Engagement der deutschen Wirtschaft in Montenegro und die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Ost-Ausschuss und der montenegrinischen Regierung. Insbesondere die Themen Tourismus, Energieeffizienz,  Infrastrukturprojekte und Agrarwirtschaft sollen dabei Schwerpunkte bilden.

Winterolympiade 2014 in Sotschi forciert die Entwicklung / Messe „BAU 2011“

Energieeffi zientes, ökologisch nachhaltiges Bauen ist ein kleines grünes Pflänzchen, das in Russland seit Herbst 2009 zu keimen begonnen hat. Durch die grünen Standards für Bauprojekte in der Olympiastadt Sotschi und das Energiespargesetz aus dem Jahr 2009 rückt das Thema auf der Agenda nach oben. Das gestiegene Interesse russischer Unternehmen am grünen Bauen und die wachsenden Chancen deutscher Unternehmen
zeigten sich auch während der Messe „BAU 2011“, in deren Rahmen der Ost-Ausschuss am 20. Januar 2011 eine Veranstaltung zum energieeffi zienten Bauen in Sotschi organisierte.

Deutsch-Ukrainischer Fachaustausch auf Fruit Logistica

Über Perspektiven für frisches Obst und Gemüse aus der Ukraine diskutierten Experten aus der Ukraine und Deutschland im Rahmen einer Ost-Ausschuss-Veranstaltung auf der Fruchthandelsmesse FRUIT LOGISTICA in Berlin. Gemeinsam mit dem Ukrainischen Agribusiness Club, dem Ersten Agrarcluster und der Messe Berlin versammelte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft rund 160 internationale Teilnehmer, unter ihnen eine zwanzigköpfige ukrainische Delegation.

Ein Kommentar von Dr. Franz-Georg von Busse, Sprecher der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und des gleichzeitig steigenden Bedarfs an nachwachsenden Rohstoffen werden in den nächsten vierzig Jahren weltweit enorme Anstrengungen notwendig sein, um die Agrarproduktion nachhaltig zu steigern. Insbesondere Russland, die Ukraine und Kasachstan, die über ein enormes noch ungenutztes Produktionspotenzial verfügen, werden hier einen entscheidenden Beitrag leisten können.

Kasachstan, Russland und die Ukraine sind Hoffnungsträger einer wachsenden Weltbevölkerung

Viele osteuropäische Länder konnten in den vergangenen Jahren ihre Agrarproduktion vor allem bei Getreide und Ölsaaten steigern und somit eine zunehmend bedeutendere Rolle auf den Weltmärkten einnehmen. Insbesondere die drei großen Flächenstaaten der ehemaligen Sowjetunion – Kasachstan, Russland und die Ukraine – konnten ihre Getreide- und Ölsaatenexporte seit der Jahrtausendwende stark ausweiten, sodass diese drei Länder zusammen in den Marktjahren 2008/09 und 2009/10 etwa ein Fünftel aller Getreideexporte weltweit auf sich vereinigen konnten.

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