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2025 war kein einfaches Jahr für die deutsche Wirtschaft – und doch haben wir im Ost-Ausschuss mit unseren Mitgliedsunternehmen bewiesen, wie viel möglich ist: wir haben Märkte erschlossen, Partnerschaften vertieft und neue Rekorde im Osthandel erzielt. Diese Erfolge sind ein Fundament für 2026. Die Herausforderungen werden sicherlich nicht kleiner werden. Da sind das unverändert schwierige konjunkturelle Umfeld, der hohe Wettbewerbsdruck und die geopolitischen Verschiebungen, die uns alle in unseren Unternehmen tagtäglich fordern. Über allem hängt weiterhin der Schatten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der seit bald vier Jahren tobt.
Seit dem 13. März arbeiten insgesamt 256 Personen in 16 Fachgruppen an einem Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode. Gelingt eine Einigung, soll Friedrich Merz voraussichtlich Anfang Mai von der neuen Koalition aus CDU/CSU und SPD zum Bundeskanzler gewählt werden. Während es insbesondere in Finanz-, Steuer-, Energie- und Migrationsfragen noch erheblichen Gesprächsbedarf gibt, besteht bezüglich der außen- und europapolitischen Ziele der Koalition weitgehende Einigkeit. Wir haben die wichtigsten Aussagen aus den Entwürfen der Arbeitsgruppen zur Ost-Ausschuss-Region zusammengefasst.
Am 10. Oktober organisierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft zusammen mit der Rechtsanwaltskanzlei Golaw ein Webinar zum Thema „Current Status & Legal Update on Mobilisation. Reservation of Employees in Ukraine“. Hierzu berichteten führende Branchenexperten aus der Ukraine sowie Deutschland über die bestehenden Probleme bei der Versorgung der Unternehmen mit Arbeitskräften, den aktuellen Stand der Entwicklung der Mobilisierungsgesetzgebung und der Arbeitnehmervorbehalte in der Ukraine.
In einem Leitartikel für die "Nachrichten für Außenhandel (NfA)" beschreibt die Vorsitzende des Ost-Ausschusses Cathrina Claas-Mühlhäuser die Wirtschaftstrends in der Ost-Ausschuss-Region im neuen Jahr 2024 und blickt auf die grundlegenden Veränderungen in den deutschen Wirtschaftsbeziehungen infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine.

Die internationale Diplomatie läuft auch Hochtouren. Weiterhin wird ein russischer Angriff auf die Ukraine nicht ausgeschlossen, nachdem Russland viele Tausend Soldaten in Nähe der ukrainischen Grenzen zusammengezogen hat. Diese Woche reist Bundeskanzler Olaf Scholz nach Kiew und Moskau, um in der Krise zu vermitteln. Zur Reise des Bundeskanzlers äußert sich der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Oliver Hermes:

"Das Kriegsgespenst geht um in Europa. In zahlreichen Medien, aber auch von Seiten der Politik wird eine russische Invasion in der Ukraine buchstäblich herbeigeschrieben und -geredet, so als hätten die „Falken“ auf allen Seiten seit Jahren auf diese Gelegenheit nur gewartet. Vorwürfe an die Bundesregierung, die sich sträubt, den Konflikt durch Waffenlieferungen weiter anzufachen, schüren das Feuer. In der Ukraine selbst ist man erfreulicherweise bemüht, das Kriegsgeschrei etwas zu bremsen, um Druck aus dem Kessel zu nehmen. Ein Krieg in Osteuropa würde neben dem furchtbaren menschlichen Leid unseren ganzen Kontinent und mit ihm die europäische Wirtschaft um Jahrzehnte zurückwerfen. Darum sollte allen Seiten daran gelegen sein, zu deeskalieren und die Gemüter zu kühlen. Militärische Muskelspiele in Osteuropa sind dabei nicht zielführend."
Im Rahmen des Russisch-Deutschen Jahres „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ findet ein Wettbewerb statt, um neue erfolgreiche Projekte zu identifizieren, die Meilensteine in der Zusammenarbeit beider Länder in solchen Bereichen wie Innovation, Digitalisierung, Energie, Umwelt, Landwirtschaft, Verkehr, Tourismus, Bildung und Wissenschaft darstellen und von beiden Seiten als wichtige Errungenschaften im Bereich „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“ anerkannt werden. 
Harte innenpolitische Auseinandersetzungen, anhaltend niedriger Wechselkurs des Rubels und Markteingriffe durch die Regierung waren kennzeichnend für Russlands jüngste wirtschaftliche Entwicklung. Der nähere Blick auf den Agrarsektor gibt ein gemischtes Bild ab. Der nähere Blick auf den Agrarsektor gibt ein gemischtes Bild ab: 2020 bewegten sich die Getreideerträge erneut auf einem Rekordniveau von 133 Millionen Tonnen (2019: 121,3 Millionen Tonnen).
Trotz der Hindernisse der Corona-Krise konnte der Ost-Ausschuss Ende Juni 2021 im Rahmen des Zoran Djindjic Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft für den Westlichen Balkan 50 Stipendiaten in Deutschland begrüßen. Diese begannen Anfang Juli ihre Praktika in deutschen Unternehmen.
Aus Anlass des 80. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni hat Russlands Präsident Wladimir Putin in der „Zeit“ einen Gastbeitrag mit dem Titel „Offen sein, trotz der Vergangenheit“ veröffentlicht. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Oliver Hermes bewertet den Beitrag als Bekenntnis zu einer Zusammenarbeit Russlands mit der EU: „Mit seinem Gastbeitrag betont Präsident Putin dass er den Weg der Verständigung gehen will und, wie er schreibt, „die Wiederherstellung einer umfassenden Partnerschaft zu Europa“ anstrebt."

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