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Beitrag des neuen Ost-Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Cordes zum Jahresausklang

Ich freue mich sehr, Sie an dieser Stelle erstmals als neuer Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft begrüßen zu können. Nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit haben Klaus Mangold und seine Vorstandskollegen Burckhard Bergmann und Tessen von Heydebreck zum 1. Dezember ihre Ämter in jüngere Hände gelegt. Der Wechsel an der Spitze des Ost-Ausschusses geschieht zu einer Zeit, in der einerseits das Wachstum in Mittel- und Osteuropa wieder an Fahrt gewinnt, andererseits in der Weltwirtschaft neue Kraft- und Machtzentren entstehen.

OSZE-Ministertreffen in Almaty und Deutsch-Kasachisches Wirtschaftsforum in Astana

Wer Almaty zum ersten Mal besucht, merkt die kleinen Unterschiede zu den Nachbarländern. Die Straßen der Stadt sind zwar voller Autos, darunter zahlreiche westliche Edel-Marken; es gibt aber nahezu keine Staus. Die Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln, Geschwindigkeitsüberschreitungen sind selten. Ob es nun daran liegt, dass in der größten Stadt Kasachstans eine flächendeckende Videoüberwachung des Straßenverkehrs eingeführt wurde, nahezu keine mit Blaulicht ausgestatteten Zivilfahrzeuge zu sehen sind oder die Bürger sich einfach an die Straßenverkehrsordnung halten, kann auf den ersten Blick nicht beantwortet werden.

Deutsche Unternehmen aus der Hightech-Branche profitieren überproportional von dem Aufschwung in Mittel- und Osteuropa

Die jungen Marktwirtschaften in Mittel- und Osteuropa erleben derzeit einen wichtigen Reifeprozess – ausgelöst durch die überwundene Finanzkrise des Vorjahres. Das zuvor explosive Wachstum kehrt zurück, zwar moderater, dafür aber nachhaltiger. Die Krise hat aufgerüttelt: Bislang verschleppte Wirtschaftsreformen kehren auf die Agenda zurück, Europa hat wirtschaftlich und politisch enger zusammengefunden.

EBRD-Präsident Thomas Mirow über die Entwicklung der Konjunktur in Osteuropa

Die meisten Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas werden 2010 wieder wachsen. Sie profitieren von der Erholung der Weltwirtschaft, für die der IWF zuletzt ein Plus von 4,5 Prozent prognostizierte. Allerdings: Der IWF erwartet eine „multi-speed recovery“, und auch in Mittel- und Osteuropa sehen wir zunehmend unterschiedliche Geschwindigkeiten.

Obwohl viele Experten der russischen Volkswirtschaft eine lange Krise vorhersagten, scheint das Land die stärksten Belastungen bereits hinter sich gelassen zu haben. Die Freude über die einsetzende Erholung darf die einseitige Abhängigkeit Russlands vom Energie- und Rohstoffsektor und die zu geringe Diversifizierung der Wirtschaft aber nicht in Vergessenheit geraten lassen. Während beispielsweise der Maschinenbau in Deutschland eine tragende Säule darstellt, sind Anlagen aus russischer Fertigung selten weltmarktfähig. Hieraus entstand bereits vor mehr als 50 Jahren eine enge Partnerschaft mit deutschen Lieferanten.

Ukraine könnte mit ihren fruchbaren Schwarzerde-Böden eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Welternährung übernehmen

Die Ukraine bietet gute Voraussetzungen für den Pflanzenanbau und ist traditionell ein wichtiger Agrarexporteur, jedoch liegen die Getreideerträge weit unter dem westeuropäischen Niveau. Ein Mangel an Kapital und Know-how sind hier als Gründe zu nennen. Im Bereich der internationalen Kooperationen spielt Deutschland eine herausgehobene Rolle und arbeitet mit der Ukraine zu Beispiel im Rahmen der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und des Deutschen Agrarzentrums in Tscherkasi zusammen.

Beitrag von Dr. Thomas Kirchberg, Russland-Sprecher der AG Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss

Mit dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) haben das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die deutsche Wirtschaft den Grundstein für ein Dialogforum gelegt, auf dem zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin die zentralen Zukunftsfragen der globalen Ernährungssicherung diskutiert werden.

Aktuelle agrarpolitische Entwicklungen in der Russischen Föderation

Deutschland und Russland verbindet eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Modernisierung der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Der Zugang russischer Agrarproduzenten zu modernen Technologien „Made in Germany“ leistet einen wichtigen Beitrag für die Effizienzsteigerung und Weiterentwicklung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der russischen Agrarproduzenten.

Jahresbilanz des Ost-Ausschusses und Ausblick ins kommende Jahr

In einem Beitrag für die Ost-Ausschuss Informationen bilanziert der Vorsitzende des Ost-Ausschusses Klaus Mangold das wirtschaftlich schwierige Jahr 2009 und blickt auf die Herausforderungen des kommenden Jahres. Während das erste Halbjahr 2009 im Zeichen der Krisenbekämpfung stand, setze im zweiten Halbjahr eine Konsolidierung ein, die im kommenden Jahr an Fahrt gewinnen dürfte.

Umfrage des Ost-Ausschusses unter deutschen Unternehmen in Mazedonien

Mazedonien, die ehemals hochindustrialisierte Republik im Staatenbund Jugoslawiens, war Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts von einer tiefgreifenden De-Industrialisierung im Rahmen seines Transformationsprozesses betroffen. Obwohl das Land seit 2003 ein stabiles makroökonomisches Wachstum aufweist, konnte es bisher nur geringe deutsche ausländische Direktinvestitionen erzielen.

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