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In den nächsten Tagen und Wochen werden wichtige klima- und energiepolitische Weichen gestellt. Am Sonntag begann der Weltklimagipfel in Glasgow. In Berlin beraten die potenziellen Koalitionsparteien über die künftige deutsche Energie- und Klimapolitik. Dazu sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes: „Die Klimakonferenz in Glasgow ist eine große Chance den Klimaschutz voranzutreiben. Eine intelligente Klima- und Energiepolitik muss international abgestimmt und koordiniert werden. Der Ost-Ausschuss setzt sich im Rahmen vieler Initiativen nachdrücklich für eine Klimapartnerschaft mit den Ländern Mittel- und Osteuropas innerhalb und außerhalb der EU ein.
Nach über einem Jahr Corona-Beschränkungen und 13 Online-Meetings durfte der Ost-Ausschuss den kasachischen Vize-Premierminister Roman Sklyar am 26. Oktober 2021 erstmals wieder persönlich in Deutschland begrüßen: Dank einer Einladung von Klaus Rosenfeld, CEO der Schaeffler AG, reiste eine hochrangige kasachische Delegation ins wirtschaftsstarke Mittelfranken.
Am 22. Oktober fand im hybriden Format das 4. German – East European & CIS Health Forum statt. Dieses offizielle Side Event des World Health Summit wird traditionell durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der GHA - German Health Alliance in Berlin organisiert. Die vierte Ausgabe des Forums befasste sich mit den nachhaltigen Sanierungsplänen für den Gesundheitssektor nach Corona, dem Innovationspotenzial und den Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten in Mittel- und Osteuropa (MOE).
Gestern fand in Brüssel das sechste Gipfeltreffen der Europäischen Union mit den Staaten der Östlichen Partnerschaft Ukraine, Georgien, Moldau, Armenien und Aserbaidschan statt. Dazu sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes: „Es ist gut, dass die Europäische Union anlässlich des Gipfeltreffens mit den Staaten der Östlichen Partnerschaft ein umfangreiches Programm zur weiteren wirtschaftlichen Unterstützung der Partnerländer beschlossen hat. Dazu gehören Wirtschaftshilfen zur Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie ebenso wie Investitionen in die digitale und Verkehrsinfrastruktur."
„Kurz nach dem Jahreswechsel eskalierte in Kasachstan die innenpolitische Situation. Anfangs friedliche, wirtschaftlich motivierte Proteste im Westen des Landes schlugen vor allem in der Wirtschaftsmetropole Almaty in Gewalt um. Augenzeugen, darunter auch Vertreter deutscher Unternehmen vor Ort, berichteten von teils kriegsähnlichen Zuständen in der ehemaligen kasachischen Hauptstadt."
„Die deutsche Wirtschaft blickt mit großer Sorge auf die aktuelle Situation in Kasachstan. Wir fordern dringend dazu auf, auf Gewalt zu verzichten und eine friedliche Beilegung des Konflikts anzustreben. Eine schnelle Beruhigung der Lage ist unabdingbar, um weiteres Blutvergießen, eine Destabilisierung des Landes und damit auch eine Beschädigung des Wirtschafts- und Investitionsstandorts Kasachstan abzuwenden", sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes.
Die erste Ost-Ausschuss-Veranstaltung des Jahres 2022 stieß gleich auf ein rekordverdächtiges Interesse: Rund 130 Interessierte verfolgten gespannt die Augenzeugenberichte und Einschätzungen zu den jüngst ausgebrochenen Unruhen in Kasachstan. Aus der Hauptstadt Nur-Sultan und dem Wirtschaftszentrum Almaty waren dazu die deutsche Botschafterin Monika Iwersen und der Delegierte der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien Hovsep Voskanyan zugeschaltet.
„Es ist gut und wichtig, dass Außenministerin Baerbock bei ihren Besuchen in Kiew und Moskau neben der akuten politischen Krise auch andere Felder des bilateralen Dialogs ansprechen will, etwa die gemeinsame Bekämpfung des Klimawandels. Sowohl die Ukraine als auch Russland sind wichtige Partner bei der deutschen und europäischen Energiewende. Die Ukraine hat großes Potenzial, zum Exporteur grüner Energie zu werden. Russland wiederum sichert mit Erdgaslieferungen den deutschen Ausstieg aus Kohle und Atom ab und kann perspektivisch ebenfalls große Mengen Wasserstoff liefern“, sagt der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes.
Mit einem virtuellen Neujahrsempfang startet der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am 20. Januar in sein Jubiläumsjahr. Die älteste Regionalinitiative der deutschen Wirtschaft wurde 1952 auf Betreiben des damaligen Bundeswirtschaftsministers Ludwig Erhard gegründet und feiert 2022 ihren 70. Geburtstag. Ein Jahr lang wird der Ost-Ausschuss mit einer Vielzahl von Veranstaltungen, Social-Media-Aktionen und Publikationen an die wichtigsten Etappen seiner Geschichte erinnern und mit Unternehmen, Verbänden und Partnern aus seinen 29 Zielländern in Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien über die Herausforderungen der Zukunft diskutieren.
Mit einem virtuellen Neujahrsempfang ist der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am 20. Januar erfolgreich in sein Jubiläumsjahr gestartet: Zu dem Empfang, bei dem sich eine Rekordzahl von über 420 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Diplomatischem Corps und Verbänden in einem virtuellen Festsaal versammelte, steuerte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig die Keynote bei. Der neue Staatssekretär im Auswärtigen Amt Tobias Lindner nahm an einer Talk-Runde mit Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms teil, ehe sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in acht themenspezifischen Chatrooms austauschen und vernetzen konnten.

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